Im Rahmen des Gesprächsabends, initiiert von Heike Wulf, prallten unterschiedliche Sichtweisen aufeinander. Während Frau Schmidt (Friedhöfe Dortmund) betonte, dass der Ostfriedhof laut politischem Beschluss wieder vollumfänglich als Friedhof genutzt werde und als Wirtschaftsbetrieb kaum Belegungen ablehnen könne, zeichneten die Anwohner ein anderes Bild. Sie beobachten seit Jahren einen massiven Rückgang freier Flächen, die für den parkähnlichen Charakter des Viertels essenziell sind.
Ein Ort mit vielen Gesichtern
Besonders bewegend war die Schilderung eines Elternpaares, das sich bewusst für den Ostfriedhof als letzte Ruhestätte ihrer Tochter entschied – gerade wegen der lebendigen Nutzung durch Spaziergänger und der besonderen Atmosphäre, die über einen „typischen“ Friedhof hinausgeht.
„Wir benötigen einen Vierklang der Nutzung“, fasst Heike Wulf die Forderungen der Anwesenden zusammen. Dieser beinhaltet:
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Beerdigungen: Ja, aber mit einer Begrenzung der Belegungsdichte
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Parkcharakter: Erhalt von Freiflächen für die Naherholung ohne Event-Charakter.
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Natur: Schutz des Gebiets als „grüne Lunge“ und Vogelschutzgebiet.
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Historie: Denkmalschutzgerechte Restaurierung und Erhalt des historischen Gesamtbildes.
Gründung einer Arbeitsgruppe und Bürgerantrag
Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, wird nun eine Arbeitsgruppe (AG) gegründet. Ziel ist die Formulierung eines Bürgerantrags sowie der Start einer Unterschriftenaktion.
Aufruf zur Mitwirkung
Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv in der neuen Arbeitsgruppe engagieren möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu melden. Die AG wird sich künftig regelmäßig im Projektraum „Kaisern“ treffen.
Kontakt für Interessierte: Heike Wulf, E-Mail: KunstimKaiserviertel@gmx.de
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
