Die Restaurierung läuft direkt in der Dauerausstellung. Für die Arbeiten hat Mickel van Leeuwen eine Werkstatt im Ausstellungsraum eingerichtet. Die Besucher*innen im Naturmuseum an der Münsterstraße 271 können so miterleben, wie eines der bedeutendsten Exponate des Museums für die kommenden Jahrzehnte gesichert wird. Nach Abschluss der Restaurierung kehrt das Geweih an seinen angestammten Platz in der Dauerausstellung zurück.
Historisches Ausstellungsstück wird für die Zukunft gesichert
Das Geweih eines eiszeitlichen Riesenhirsches (Megaloceros giganteus) zählt zu den ältesten Großobjekten des Naturmuseums Dortmund und gehört zu den Highlights der Dauerausstellung. Vermutlich um 1900 in einem Moor bei Dublin entdeckt, kam das außergewöhnliche Fundstück 1917 als Geschenk nach Dortmund.
Riesenhirsche lebten am Ende der letzten Kaltzeit auch im heutigen Ruhrgebiet. Irland gilt jedoch als einer der bedeutendsten Fundorte, da dort besonders viele gut erhaltene und vollständige Überreste dieser Tiere geborgen wurden. Die Funde stammen von Tieren, die noch vor rund 10.000 Jahren auf der Insel lebten.
Seit seiner Ankunft in Dortmund begleitet das Geweih die Geschichte des Museums. Mehr als 100 Jahre, zwei Weltkriege und zahlreiche Standortwechsel haben jedoch Spuren hinterlassen. Deshalb überarbeitet der niederländische Präparator Mickel van Leeuwen das imposante Objekt. Er stabilisiert beschädigte Bereiche und konserviert die Knochensubstanz neu. Zusätzlich entsteht eine neue Halterung, die das Gewicht des Geweihs gleichmäßiger verteilt und für mehr Stabilität sorgt. Die Arbeiten werden am Wochenende beendet sein.
Der Eintritt in die Dauerausstellung ist kostenlos.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
