Veranstaltungen in Dortmund
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Die heilige Johanna der Schlachthöfe

von Bertolt Brecht, unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann In der Regie von Ariane Kareev entwickelt das Schauspiel Dortmund im November 2026 eine Neuinszenierung von Brechts Die heilige Johanna der Schlachthöfe in einer Spiegelstruktur, also in einer Parallelführung an zwei Orten auf der Kokerei Hansa. Brechts Johanna fügt sich in Brechts Stück von Arbeit und Gewalt den äußeren Zuschreibungen eines Systems und scheitert endgültig daran. Die Dortmunder Inszenierung ist wiederum der Versuch, Brechts Johanna eine Zukunft zu verschaffen, ohne die historischen Kontinuitäten und die bald hundertjährige Rezeption beiseite zu schieben. Diese werden vielmehr sichtbar in der denkmalgeschützten Kulisse als Ausgangspunkt des Raumes von Bühnenbildnerin Lina Oanh Nguyễn. Brechts Titelfigur ist längst bedeutsam geworden in Fragen gegenwärtiger Herrschaftskritik, als Stimme der Revolution, die sich über ihre eigene Handlung hinaus fortsetzt. Die Struktur der Spiegelung, die formgebend für die Inszenierung ist, lässt ihre Handlung wie ein Perpetuum Mobile wirken: Figuren, Konflikte und Machtmechanismen drehen sich virtuos um sich selbst, gesellschaftliche Kreisläufe wiederholen sich, und das Publikum wird Zeuge kollektiver Bewegung und spektakulärer Artistik, als ästhetische Resonanz der gesellschaftlichen Mechanismen, die Brecht beschreibt. Vor der Vorstellung am 29.11.26 Torte und Theater
