Genesungsbegleiter*innen sind Menschen, die selbst Erfahrungen mit psychischen Krisen und psychiatrischer Behandlung gemacht haben. Aus dieser persönlichen Perspektive heraus unterstützen sie Betroffene auf Augenhöhe. Ihr Erfahrungswissen ermöglicht einen Zugang, der oft leichter fällt als ein Gespräch mit Fachpersonal. Sie verstehen, wie sich Krisen anfühlen können, welche Hürden im Alltag auftreten und wie wichtig es ist, ernst genommen zu werden.
Die neue Sprechstunde richtet sich an alle Menschen, die sich in einer psychischen Belastungssituation befinden – unabhängig davon, ob bereits eine Diagnose vorliegt oder ob jemand einfach unsicher ist, wohin er sich wenden kann. Auch Angehörige können das Angebot nutzen, um Fragen zu stellen oder Unterstützung im Umgang mit belastenden Situationen zu erhalten.
Orientierung geben und Mut machen
Genesungsbegleitung ist ein niedrigschwelliges Angebot: Es braucht keine Anmeldung, keine Überweisung und keine Vorerfahrung mit dem Hilfesystem. Die Gespräche können Orientierung geben, Mut machen und dabei helfen, passende weitere Schritte zu finden. Genesungsbegleiter*innen schlagen eine Brücke zwischen Betroffenen und professionellen Angeboten, indem sie zuhören, begleiten und bei Bedarf an Fachstellen weitervermitteln.
Mit der neuen Sprechstunde möchte das Gesundheitsamt einen Raum schaffen, in dem Menschen unkompliziert Unterstützung finden – wertschätzend, vertraulich und auf Augenhöhe.
Sprechstunde der Genesungsbegleiter*innen: Dienstags, 13 bis 14 Uhr, Gesundheitsamt Dortmund, Hoher Wall 9-11, Raum 2.40. Kontakt: Sekretariat des Sozialpsychiatrischen Dienstes, Telefon 0231 50-22534.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
