Aktionstag ,,sicher.mobil.leben“ – Zweiräder im Blick

Lfd. Nr.: 0346

Die Aktion „sicher.mobil.leben“ ist eine jährliche, bundesweite Verkehrssicherheitsaktion, an der sich die Polizei Dortmund mit Kontrollen und Präventionsmaßnahmen aktiv beteiligt.

Die Schwerpunkte wechseln jährlich, um die Unfallzahlen zu senken und das Bewusstsein für Rücksichtnahme im Straßenverkehr zu schärfen.

Am 28. April 2026 lag der Schwerpunkt beispielsweise auf der Sicherheit von Fahrrad-, Pedelec-, E-Scooter- und Motorradfahrern, da sie zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern gehören.

Zweiradfahrende zählen zu den schwächeren Verkehrsteilnehmenden. Unfälle enden für Zweiradfahrende oft mit schweren oder gar tödlichen Verletzungen.

Gerade bei der Benutzung von Zweirädern bergen immer wieder die gleichen Faktoren große Risiken: Ablenkung, Fehler beim Abbiegen, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Fahren unter Alkoholeinfluss bzw. Drogeneinfluss.

Aber auch das Tragen von Helmen und Schutzkleidung sowie die Sichtbarkeit von Zweirädern, etwa durch auffällige Schutzkleidung und Reflektoren, und das Einschalten des Lichts am Fahrzeug spielen eine wichtige Rolle.

Immer wieder kommt es zu Verstößen durch die Nutzung nicht zugelassener Straßenteile, das Fahren entgegen der Fahrtrichtung und die Missachtung von Lichtzeichenanlagen. Deshalb muss auch bei Radfahrern und Fahrern von Elektrokleinstfahrzeugen (eKF) ein Bewusstsein für diese Gefahren geschaffen werden.

Durch Aufklärungsarbeit und die Ahndung von Verstößen sollen diese Schwerpunkteinsätze auf die Risiken hinweisen.

Dazu waren am Dienstag von etwa 10 bis 18 Uhr Einsatzkräfte der Verkehrsunfallprävention Dortmund sowie der Motorrad- und Fahrradstaffel in den Stadtgebieten von Dortmund und Lünen im Einsatz.

Im Bereich der Reinoldikirche konnten Bürgerinnen und Bürger einen Informationsstand besuchen und sich beraten lassen. Dort kam auch ein E-Scooter-Simulator zum Einsatz. Die Einsatzkräfte führten 184 Beratungsgespräche mit Interessierten.

Insgesamt stellten die Einsatzkräfte bei 237 kontrollierten Fahrzeugen 157 Verstöße fest.
Darüber hinaus wurden bei dem automatisierten Messverfahren 565 Fahrzeuge erfasst, von denen 57 die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten.

Bei einem Verkehrsteilnehmer bestand der Verdacht, dass er sein Elektrokleinstfahrzeug (E-Scooter) unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln im öffentlichen Straßenverkehr geführt hatte. Der Drogenvortest war positiv ausgefallen.

Sechs E-Scooter-Fahrer waren ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs. Ein Minderjähriger musste deshalb die Fahrt im Streifenwagen zu seinen Eltern fortsetzen.

Achtzehn Personen waren unerlaubt zu zweit auf einem E-Scooter unterwegs und weitere 78 befuhren unerlaubt den Gehweg oder die Fußgängerzone.

Auf der Unnaer Straße stießen ein Radfahrer und eine E-Scooter-Fahrerin zusammen. Beide trugen keine Helm. Die Frau verletzte sich und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Insgesamt wurden 28 Verwarngelder erhoben, zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen und eine Strafanzeige gefertigt.

Elektrokleinstfahrzeuge (wie E-Scooter) gelten als Kraftfahrzeuge. Sie dürfen eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von maximal 20 km/h nicht überschreiten und benötigen eine Betriebserlaubnis sowie eine Versicherungsplakette.
Sie müssen Radwege nutzen, dürfen ab 14 Jahren ohne Führerschein gefahren werden und es besteht keine Helmpflicht. Dennoch kann das Tragen eines Helms die Folgen schwerer Unfälle minimieren.

Um die Unfallzahlen zu senken, wird die Polizei Dortmund auch zukünftig einen besonderen Blick auf Zweiräder, insbesondere E-Scooter, werfen.

Weitere Informationen zum Stadtteil „Innenstadt-Nord“: dortmund-lebt.de/tag/Innenstadt-Nord

Quelle: www.presseportal.de

Mara Feldkamp ist seit mehreren Jahren als Reporterin für Sicherheits- und Einsatzthemen in Dortmund tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der transparenten Aufbereitung von Polizeimeldungen, Verkehrsunfällen und kriminalpräventiven Informationen für die Öffentlichkeit. Mit ruhiger Stimme, klaren Worten und präziser Recherche begleitet sie regelmäßig Einsätze der Dortmunder Polizei – ob vor Ort an Unfallstellen, bei Pressebriefings oder bei Großlagen im Stadtgebiet. Dank ihrer strukturierten Arbeitsweise gilt sie als verlässliche Schnittstelle zwischen Einsatzkräften und Bürgerinnen und Bürgern.

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