Einen besonderen Fokus legt der Award auf die Schulwegsicherheit – dazu zählt auch Dortmunds Weg bei der Einführung von Schulstraßen – und auf den Ausbau des Veloroutennetzes. Grundlage für die Nominierung sind unter anderem eine umfangreiche Datenanalyse und Interviews mit städtischen Mobilitätsplaner*innen.
„Die Nominierung für den TÜV Award New Mobility City 2026 bestätigt und motiviert uns für unsere Arbeit an der Verkehrssicherheit und der Zukunftsentwicklung unserer Stadt“, freut sich Stefan Szuggat, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen, über die Nominierung zum TÜV-Preis für die innovativsten Mobilitätskonzepte in Deutschland. „Als Stadt Dortmund arbeiten wir gemeinsam an der ‚Vision Zero‘ – einer Zukunft mit weniger Toten und Schwerverletzen bei Verkehrsunfällen. Die Verkehrswende sehen wir als Investition in die Lebensqualität unserer Stadt: strategisch mit breit angelegtem Beteiligungsprozess im Masterplan Mobilität, umsetzungsstark mit dem ämterübergreifenden Verkehrswendebüro und zukunftsorientiert mit schulischem Mobilitätsmanagement für die Kleinsten bis zum Schulabschluss“, so Szuggat.
Ob Dortmund zu den Preisträgern gehört, wird am 10. Juni in Berlin bekannt gegeben. Die Nominierten haben ihre Zukunftskonzepte vor einer interdisziplinären Jury aus Politik, Wissenschaft, Fachleuten für Stadtentwicklung und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft präsentiert. Die Jury wird nun ihre Eindrücke aus den Gesprächen und die qualitativen Daten bewerten und die Gewinner-Kommunen auswählen.
Sonderpreis für Städte ab 500.000 Einwohner*innen
Dortmund ist in der Kategorie „Mobil mit Herz“ – Sonderpreis für Kommunen ab 500.000 Einwohner*innen nominiert. Als Begründung schreibt der TÜV-Verband:
„Dortmund treibt den Wandel der Mobilität mit klaren Prioritäten und strategischer Verankerung voran. Maßnahmen zur Schulwegsicherheit und der Aufbau eines stadtweiten Velorouten-Netzes übersetzen langfristige Planung in konkrete Verbesserungen im Alltag.“
Insgesamt haben es nach einer deutschlandweiten Analyse von mehr als 700 Kommunen acht deutsche Städte und Gemeinden in verschiedenen Kategorien auf die Shortlist geschafft, darunter auch Lünen, Braunschweig und Fürth.
„Die individuelle Mobilität des Einzelnen entscheidet darüber, wie gut der Alltag funktioniert und wie lebenswert Städte insgesamt sind“, sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband. „Zeitgemäße Mobilitätskonzepte verbessern ganz konkret den Alltag der Menschen. Die nominierten Städte und Gemeinden zeigen, wie sich Verkehrssicherheit, Nachhaltigkeit und hohe Lebensqualität in urbanen Räumen verbinden lassen.“
Hintergrund: Dortmunds Schulstraßen und Velorouten
Eine Schulstraße wird zu den Bring- und Hol-Zeiten für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Das bedeutet: Autos dürfen zu festgelegten Zeiten dort nicht fahren. So soll ein sicherer Raum für Schulkinder entstehen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Gleichzeitig sollen Kinder, die zuvor von den Eltern mit dem Auto gebracht wurden, ermutigt werden, auch zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nutzen. Drei Schulstraßen hat das Tiefbauamt in Dortmund bereits eingerichtet.
Die neun geplanten Velorouten sind eine weitere Dortmunder Besonderheit: Sie bündeln den bestehenden und künftig zunehmenden Radverkehr auf wichtigen Achsen abseits der Hauptstraßen. Perspektivisch verbinden sie die Stadtbezirke direkt mit der Innenstadt und knüpfen an das regionale Radwegenetz sowie an angrenzende Städte und Kreise an. So entsteht vor allem für den Alltag – etwa für Schüler*innen und Pendlende – ein attraktives, sicheres und direktes Angebot, das den Wechsel vom Auto aufs Fahrrad deutlich erleichtert.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
