Im Forstbezirk Süd beginnen noch im November erste Holzfällarbeiten in den Waldgebieten Niederhofer Holz, Vinklöther Mark, Wanne/Reichsmark, Bittermark, Rombergholz, Schnee, Bolmke, Aplerbecker Wald, Berghofer Wald und Dorney. Im Forstbezirk Nord stehen Arbeiten in diesen Waldgebieten an: Grävingholz, Rahmer Wald, Mengeder Heide, Ellinghausen, Bodelschwingh, Alte Körne und Kurler Busch.
Während der Arbeiten dürfen Spaziergänger*innen die betroffenen Waldabschnitte nicht betreten. Es besteht Lebensgefahr. Die kurzfristigen Sperrungen sind notwendig, um die Arbeiten sicher durchzuführen und langfristig die Erholungs-, Schutz- und Nutzfunktionen des Dortmunder Stadtwaldes zu erhalten.
Mehr Licht und Raum für die Bäume
Durch das gezielte Entnehmen einzelner Bäume bekommen die verbleibenden Bäume mehr Raum, Licht und Nährstoffe. So bleiben sie stabil und vital. Gleichzeitig gelangt mehr Licht auf den Waldboden. Dadurch können junge Bäume nachwachsen und eine neue Waldgeneration heranwachsen. Das ist ein wichtiger Bestandteil der naturnahen Forstwirtschaft.
Vitale Wälder für die Zukunft
Die Holzfällarbeiten sollen den Stadtwald zugleich widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels machen. Durch gezielte Eingriffe in die Mischwälder können Baumarten gefördert werden, die voraussichtlich besser mit den veränderten klimatischen Bedingungen zurechtkommen. Dazu zählen beispielsweise die heimischen Stiel- und Traubeneichen, die durch die Entnahme konkurrierender Bäume mehr Licht und Raum zum Wachsen erhalten.
Die Baumartenvielfalt in den Dortmunder Wäldern soll auch noch weiter steigen. Denn je vielfältiger die Baumarten zusammengesetzt sind, desto besser verteilen sich die Risiken durch die Folgen des Klimawandels. Die Wälder leiben langfristig stabiler und widerstandsfähiger.
Im Zuge der Arbeiten werden außerdem absterbende und kranke Bäume entlang von Waldrändern, Wanderwegen, Straßen und anderen Infrastruktureinrichtungen entfernt. Dies ist notwendig, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Bei allen Maßnahmen wird darauf geachtet, den Naturhaushalt so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
Ökologisches Waldkonzept als Grundlage
Grundlage der Waldarbeiten ist das „Ökologische Waldkonzept für den Stadtwald Dortmund“, das der Rat der Stadt im Jahr 2023 einstimmig beschlossen hat. Erarbeitet wurde es von der Fachgruppe „Ökologisches Waldkonzept“. Ziel ist es, die vielfältigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Anforderungen an einen Großstadtwald unter den Bedingungen des Klimawandels zu berücksichtigen.
Auf welchen Waldflächen die Holzfällarbeiten stattfinden, können Interessierte auf der Webseite des Umweltamtes der Stadt Dortmund nachlesen. Dort ist auch die Holzeinschlagsplanung für den Dortmunder Stadtwald im Winterhalbjahr 2026/2027 veröffentlicht.
Weitere Infos zum Stadtteil Aplerbeck finden Sie hier.
Weitere Infos zum Stadtteil Mengede finden Sie hier.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
