Kein Fahrradunfall in den vergangenen sechs Monaten an früherer Unfallhäufungsstelle
Die Unfallkommission, der Vertreter*innen der Polizei Dortmund, des Tiefbauamts als Straßenbaulastträger, der Bezirksregierung und der Straßenverkehrsbehörde angehören, hatte sich gemeinsam auf den neuen Versuch verständigt. Der erste Versuch mit einer Einbahnstraße in Fahrtrichtung Süden war erfolgreich: In den vergangenen sechs Monaten, also seit Beginn des Testlaufs, gab es keinen weiteren Unfall mit einem Radfahrenden. Genau das war das Ziel: die Zahl der Unfälle auf 0 zu senken.
Am Donnerstag, 5. November, hebt die Straßenverkehrsbehörde die aktuelle Einbahnstraßenregelung auf und lässt stattdessen für zwölf Monate zusätzliche Warnblinkleuchten auf der Straße Am Zehnthof südlich und nördlich der Kreuzung anbringen. Die Leuchten zeigen den Autofahrenden an, wenn sich ein Fahrrad der Kreuzung mit der Langen Reihe nähert. Die Radfahrenden werden per Wärmebildkameras detektiert. Dafür richtet die Stadt Erfassungsfelder ein, die am Donnerstag in Betrieb gehen.
Die blinkenden Leuchten sind ein zusätzlicher Impuls, um die Autofahrenden zu warnen. Die vorhandenen Stopp-Schilder auf der Straße Am Zehnthof bleiben erhalten.
Kritische Auseinandersetzung mit dem Verkehrsversuch
Die Unfallkommission hatte sich im Juni zu einer Sondersitzung, an der auch Baudezernent Arnulf Rybicki teilnahm, getroffen, weil es am letzten Verkehrsversuch Kritik seitens Bürger*innen und der Politik gab. Mit den kritischen Stimmen hat sich die Unfallkommission intensiv auseinandergesetzt und auf dieser Grundlage den Anschlussversuch ausgestaltet.
Unfallhäufungsstelle Am Zehnthof / Lange Reihe
An der Kreuzung Am Zehnthof / Lange Reihe kam es in den vergangenen Jahren zu mehreren Unfällen mit Radfahrenden. Im Jahr 2025 waren es allein vier Kollisionen. Die Kreuzung wurde daher als so genannte Unfallhäufungsstelle eingestuft. Das Muster der Unfälle war stets ähnlich: Die Autofahrenden kamen aus der Unterführung und waren in Richtung Norden unterwegs. Offenbar haben sie die Radfahrer*innen in der Kreuzung mit der Langen Reihe übersehen und deren Vorfahrt missachtet.
Um die Unfallgefahr zu minimieren, hatte die Stadt seit 2022 bereits mehrere Verbesserungen vorgenommen: Es wurden Stopp-Schilder montiert, Bremsschwellen eingebaut und neue Fahrbahnmarkierungen angebracht. Leider haben diese Veränderungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Aus diesem Grund hatte die Unfallkommission einen Verkehrsversuch beschlossen.
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Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
