TV Hörde II vs. DJK Blau-Weiß Annen 3:2 (25:18, 14:25, 25:23, 20:25, 15:12) Halloween ist traditionell ein Tag zum Gruseln. Die Hörder F2 nahm es bei ihrem Spiel gegen Blau-Weiß Annen vielleicht an diesem Tag etwas zu ernst damit. Geplant war eigentlich, sich jede Menge Süßes abzuholen, leider gab es doch mehr Saures als gewünscht. Um 13:45 Uhr traf man sich gut gelaunt in der Hörder Festung, die Maga netterweise schon beinah fertig hergerichtet hatte. Einen weiteren Dienst für die Mannschaft erwies Ceyda, die zu spät kam und daher in die Mannschaftskasse einzahlen durfte. Die Übeltäterin plagten primär allerdings keine finanziellen Sorgen, sondern eher die Frage, ob das Gebäck für den im Anschluss geplanten Halloween-Spieleabend wohl gerade zuhause im Ofen verkohlte. Auch an das Wohlergehen unserer Zuschauer war gedacht, dieses Mal in Form von stark gebräunten Brezeln, die von Ceyda auf der Hässlichkeitsskala recht hoch eingestuft wurden, aber in ihrer Ehre wenigstens von Backmischungs-Expertin Ivy verteidigt wurden: „Ich seh doch mit meinem geschulten Auge, dass das keine Tiefkühl-Brezeln sind.“ Zusätzlich sorgten noch Süßigkeiten und Laugenstangen, die Lauri vor ihrem Papa retten konnte, für die weitere Verpflegung. Sophia durfte sich vor versammelter Mannschaft noch dafür rechtfertigen, was ihr denn einfallen würde, noch nicht unserem TikTok-Account zu folgen, doch sie stimmte schnell zu, demnächst ebenfalls einer der zehn treuen Viewerinnen dieses Premium-Contents zu werden. Das Warmmachen lief ohne besondere Vorkommnisse ab – abgesehen von der obskuren Spielerpass-Kontrolle, bei der es eine bemerkenswerte Anzahl der Hörderinnen wieder einmal vollbrachte, nicht vor Ort zu sein oder plötzlich mit mehreren Rollen Klopapier in den Händen darauf wartete, vom Schiedsrichter identifiziert zu werden. Sowohl die Gäste aus Annen als auch die Hörderinnen hatte diese Woche eine Krankheitswelle erwischt. Leonie Ufert plagte zusätzlich zur Erkältung noch der Rücken, Alina und Lauri waren ebenfalls etwas verschnupft angetreten. Minna turnte derweil in Chile/Schile/Kile herum – je nachdem welche Aussprachevariante man bevorzugt -, ansonsten waren wir vollzählig. Der erste Satz zeichnete sich vor allem durch viele verschlagene Aufschläge aus, ansonsten lief der Satz nach Plan. Wir lagen konstant in Führung, setzten alle Angreiferinnen gekonnt in Szene und holten ihn relativ ungefährdet auf unser Konto. Der zweite Satz passte thematisch eher zu Halloween, denn was wir dort fabrizierten, war mehr als gruselig. Die Gäste aus Annen verbreiteten mit ihren Aufschlägen in der Hörder Annahme Angst und Schrecken und so war es wenig verwunderlich, dass Christopher in der zweiten Auszeit bei einem Stand von 6:17 nicht besonders begeistert war. Zwar kämpften wir uns wieder etwas ran, aber dennoch waren die Gäste vor allem im Aufschlag zu stark. Somit ging der zweite Satz mit 25:14 eindeutig an Annen. Im dritten Durchgang wurde es eng. Die Annahme kam zwar wieder besser nach vorne, aber neben guten Aktionen gab es auch ein paar besonders schaurige Fehler. Die Zuschauer bekamen zwar einige gute Angriffe und Blocks zu sehen, doch dann fand der Ball leider oft viel zu leicht seinen Platz in unserer Feldhälfte, sodass wir den Satz beinahe noch aus den Händen gaben. So richtig zufrieden war man auf Hörder Seite bisher nicht. Und auch der vierte Satz verlief nicht nach unserem Geschmack. Die Eigenfehler geisterten noch in den Köpfen der Hörderinnen herum und sorgten dafür, dass man „Angsthasenvolleyball“ spielte, wie Christopher es bezeichnete. Die Mädels aus Witten machten ihre Sache besonders in der Abwehr herausragend und drängten auf den Satzausgleich. Christopher befahl seinem Team in der Auszeit mehrmals, den Kopf am besten auszuschalten und nicht allzu lange an den eigenen Fehlern zu hängen, doch es schien nicht so richtig zu gelingen. Annen sicherte sich den Satz mit 25:20. Es ging also in den fünften Satz. Bei uns war nun vor allem ein Gespenst zu sehen und das war der Kampfgeist. Zu Satzbeginn lagen beide Teams noch dicht beieinander, aber mit druckvollen Angriffen, einer stabilen Annahme, dem ein oder anderen fies gelegten Zuspieler-Ball und einem dichten Block zogen wir schließlich davon und beendete die Geisterstunde mit zwei Punkten für unser Konto. Man war zwar glücklich über den Sieg, aber komplett zufrieden war man auf Hörder Seite nicht wirklich. Gerne hätte man einen klareren und schnelleren Sieg errungen, den man sich eigentlich vorab gewünscht hatte. Im Endeffekt stimmt die Bilanz allerdings trotzdem: aus fünf Partien nehmen wir das vierte gewonnene Spiel mit und behalten bis auf Weiteres unsere Position als Tabellenzweite. Die Stimmen zum Spiel: Ivy: Vor dem Spiel ist nach dem Spiel. Leonie D.: Ich habe Brezelbackverbot. Maga: Leute, wir brauchen mehr Follower auf TikTok. Wir haben nur siebzehn Views. Christopher: Meine Motivation speist aus Wut. Lara: Ich habe mich verknotet. Leonie D.: Eine Woche bei Ceyda und man könnte mich danach einweisen lassen. Sophia: Nächstes Mal nehme ich einen Campingstuhl mit. Christopher: Am besten schaltet ihr den Kopf einfach aus. Mama Werth: In meiner Generation schreibt man noch vollständige Sätze. Dem Spuk ein Ende gesetzt haben: Ceyda Altintas, Laura Bachmann, Sophia Bader, Alina Danne, Leonie Danne, Merja Hammer, Laura Kunz, Greta Rustige, Ivy Schulte, Magdalena Stojanovic, Teodora Stojanovic, Leonie Ufert und Lara Werth
Mit dem Schrecken davongekommen
