Zahlen erzählen Geschichten – zum Beispiel über die eigene Stadt. Zum Welttag der Statistik am 20. Oktober hat das Dortmunder Statistikamt einige interessante Fakten aus der aktualisierten Veröffentlichung „Dortmund in Zahlen“ zusammengestellt. Sie zeigen, wie Dortmund wächst, sich verändert und manchmal auch für Überraschungen sorgt. Mit einem Klick gelangt man zu den neuesten Entwicklungen in Freizeit und Sport, Bildung und Kultur, Bauen und Wohnen, Bevölkerung oder Wirtschaft. Noch mehr Zahlen und Fakten gibt es unter statistikportal.dortmund.de.
Fast ebenso viele Geburten wie 1896
612.165 Menschen leben zu Jahresbeginn in Dortmund. Das macht die Stadt zur neuntgrößten Deutschlands. Besonders stark wächst die Gruppe der über 65-Jährigen: 2025 kamen knapp 1.000 Menschen hinzu. Auch bei den 6- bis unter 18-Jährigen gab es ein Plus von 620.
Bei den Geburten sieht es anders aus: 2021 kamen noch mehr als 6.000 Kinder zur Welt, 2025 waren es rund 5.100. Ein Blick 130 Jahre zurück zeigt, wie lange Dortmund schon wächst und sich verändert: Im Jahr 1896 lebten hier im Jahresmittel „nur“ rund 116.600 Menschen – dennoch wurden damals 4.900 und damit fast ebenso viele Kinder wie heute geboren.
Mehr E-Autos als Diesel – und bald auch mehr als Benziner?
2025 war ein kleines Novum auf Dortmunds Straßen zu beobachten: Erstmals wurden knapp mehr batterieelektrische Autos neu zugelassen als Diesel. 3.065 Elektroautos standen 2.920 neuen Dieselfahrzeugen gegenüber.
Zählt man die 1.650 Plug-in-Hybride dazu, kommen die neu zugelassenen Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf 4.715. Damit lagen sie auch vor den Benzinern: Davon wurden 4.370 neu zugelassen.
30.000 Alarme – nicht jeder ist ein echter Notfall
Bei der Dortmunder Berufsfeuerwehr gehen jährlich rund 30.000 Alarme ein. In 7,5 Prozent der Fälle handelt es sich um Fehlalarme. Im vergangenen Jahr registrierte die Feuerwehr rund 3.300 Brände.
Auch bei der Kriminalität gibt es eine Entwicklung, die aufhorchen lässt: 2025 registrierte die Polizei in Dortmund und Lünen rund 75.000 Straftaten. In nahezu allen Deliktgruppen gingen die Zahlen zurück.
Dortmund ist nicht nur Wohnort, sondern auch Arbeitsziel
Morgens strömen viele Menschen nach Dortmund, um hier zu arbeiten: Rund 124.000 Beschäftigte pendeln von außerhalb in die Stadt. Umgekehrt arbeiten etwa 88.000 Dortmunder*innen außerhalb. Das bedeutet unterm Strich: 36.000 Menschen mehr pendeln zum Arbeiten nach Dortmund ein, als aus der Stadt hinaus.
Insgesamt arbeiten in Dortmund rund 270.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Besonders die MINT- und Ingenieurberufe legen zu. Mehr als 63.000 Menschen arbeiten inzwischen in diesen Bereichen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Auch das Gesundheits- und Sozialwesen ist gewachsen: In 15 Jahren kamen dort mehr als 12.000 Beschäftigte hinzu. Das entspricht einem Plus von 35 Prozent. Insgesamt arbeiten in diesem Bereich inzwischen rund 46.000 Menschen.
Fast jedes dritte Kind lebt in einer Familie mit Sozialleistungsbezug
Nicht alle Menschen können ihren Lebensunterhalt aus eigener Beschäftigung bestreiten. 2025 bezogen rund 17 Prozent der Dortmunder Bevölkerung soziale Mindestsicherungsleistungen, vor allem Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Rund 24.000 Kinder leben in Familien, die Sozialleistungen beziehen. Das ist annähernd jedes dritte Kind in Dortmund.
Fast eine Million Ankünfte: Dortmund zieht Gäste an
Dortmund wird als Reiseziel immer beliebter. 2025 erreichte die Zahl der touristischen Ankünfte mit nahezu 990.000 einen Rekordwert. Insgesamt zählte die Stadt rund 1,6 Millionen Übernachtungen. Auch die Schwimmbäder ziehen viele Menschen an: Mehr als 1,3 Millionen Besuche verzeichneten die Dortmunder Bäder 2025. Rund 130.000 davon entfielen auf Freibäder.
119 Kleingartenanlagen – und das seit 25 Jahren
Wer in Dortmund ein Stück Grün sucht, hat eine große Auswahl: Die Stadt zählt 119 Kleingartenanlagen. Und diese Zahl ist seit 25 Jahren stabil. Bei einer anderen Zahl geht es dagegen nach oben: Die mittlere Lufttemperatur lag 2025 bereits im vierten Jahr in Folge über dem Mittelwert seit 2000.
Weniger Abfall, weniger verkaufter Strom
Auch diese Zahlen fallen auf: 2025 entstand in Dortmund so wenig Abfall wie in keinem der vergangenen 25 Jahre. Ebenso wurde in diesem Zeitraum noch nie so wenig Strom verkauft.
Auch beim Lernen und Weiterbilden ist in Dortmund einiges los: Die Volkshochschule verzeichnete 10.000 Teilnahmen mehr als im Vorjahr. Insgesamt fanden rund 3.800 Veranstaltungen statt – etwa 200 mehr als 2024.
Zahlen, die Dortmund seit 130 Jahren beschreiben
Seit 130 Jahren sammelt und veröffentlicht das Dortmunder Statistikamt Daten für die Stadtgesellschaft, die Politik und die Planung der Stadtverwaltung. Die Zahlen helfen, Entwicklungen zu erkennen und Veränderungen besser zu verstehen. Und sie erzählen überraschende Geschichten über die eigene Stadt.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
