Comics lesen, Comics machen: Neues Workshop-Heft bringt Jugendliche ins Erzählen

Der schauraum: comic + cartoon und das MIA-DO-Kommunale Integrationszentrum haben gemeinsam das „Workshop-Heft. Zeichne dein eigenes Comic“ entwickelt. Es richtet sich an Schulklassen und andere Lerngruppen ab der siebten Klasse und kommt direkt vor Ort zum Einsatz. Während ihres Besuchs im schauraum setzen sich die Jugendlichen mit Comicfiguren, Geschichten und Bildwelten auseinander. Die Aufgaben regen sie dazu an, eigene Erfahrungen einzubringen, Fragen zu stellen und selbst kreativ zu werden. Weil das Heft unabhängig von einzelnen Kunstwerken funktioniert, lässt es sich auch bei wechselnden Ausstellungen immer wieder einsetzen.

Von der Comicfigur zur eigenen Geschichte

Das Workshop-Heft verbindet die Auseinandersetzung mit der Ausstellung mit praktischen Übungen. Zunächst beschäftigen sich die Jugendlichen mit den ausgestellten Figuren: Was macht jemanden zur Heldin oder zum Helden? Welche Erfahrungen prägen eine Figur? Wie reagiert ihr Umfeld? Und welche Verantwortung übernimmt sie? Die Jugendlichen übertragen diese Fragen auf ihre eigene Lebenswelt und entwickeln daraus eigene Ideen für Geschichten.

Im zweiten Teil lernen sie wichtige Grundlagen des Comiczeichnens kennen. Sie erfahren, wie Panels, Sprechblasen und Erzählkästen funktionieren und wie sich Gefühle, Bewegung und Zeit darstellen lassen. Anschließend entwickeln sie eigene Figuren, Szenen oder Fortsetzungen. So werden Besuchende selbst zu Erzählenden. Das Heft bietet zugleich eine Grundlage, die Lehrkräfte im Kunst- oder Deutschunterricht weiterverwenden können.

Bilder schaffen einen Zugang zu Sprache

Das Angebot richtet sich besonders an Jugendliche mit internationaler Geschichte und an Lerngruppen, für die Texte aufgrund von Sprachbarrieren eine Herausforderung darstellen können. Comics verbinden Bild und Text und eröffnen dadurch einen einfachen Zugang zu Geschichten und Ausstellungsinhalten. Das Workshop-Heft verbindet diese Möglichkeit mit der deutschen Sprache.

Für MIA-DO-KI ist das Projekt damit ein Baustein der Sprach- und Bildungsarbeit außerhalb des Klassenzimmers. Die Jugendlichen können sich Inhalte über Bilder erschließen und gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse anwenden und erweitern. Auch die Lesekompetenz wächst: Beim Lesen von Comics müssen Bild, Text und die Leerstellen zwischen den einzelnen Panels zusammengedacht werden. Diese Fähigkeit unterstützt das Textverständnis auch über das Comiclesen hinaus.

Jugendliche gestalten das Heft mit

Schon bei der Entwicklung des Angebots standen Jugendliche im Mittelpunkt. In einem vorbereitenden Comicworkshop unter Leitung der Comic-Künstlerin Elke Renate Steiner beschäftigten sich Schüler*innen einer achten Klasse des Helmholtz-Gymnasiums mit den Grundlagen des visuellen Erzählens. Sie entwickelten eigene Zeichnungen und Geschichten. Ausgewählte Ergebnisse flossen anschließend in das Workshop-Heft ein. Sie zeigen anderen Lerngruppen, wie vielfältig Comics gestaltet und Geschichten erzählt werden können.

Kostenloses Heft für Schulklassen

Das Workshop-Heft ist kostenlos im Klassensatz erhältlich. Schulklassen können es eigenständig im schauraum bearbeiten oder die Arbeit mit einer kostenpflichtigen Führung verbinden. Dabei führt ein Guide zunächst durch die aktuelle Ausstellung. Anschließend arbeiten die Jugendlichen mit dem Heft weiter. Buntstifte und Klemmbretter stellt der schauraum kostenlos zur Verfügung. Führungen für Schulklassen und vergleichbare Lerngruppen können gebucht werden.

Kurzinfos und Bestellung

schauraum: comic + cartoon

Sophia Gloe – Telefon: 0231 50-23198

E-Mail: comic@stadtdo.de

dortmund.de/comic


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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