Lfd. Nr.: 0682
Ein touchierter Außenspiegel endete am Samstagabend (15.08.) mit unzähligen Strafanzeigen, einem verletzten Autofahrer und einem nicht mehr dienstfähigen Polizeibeamten.
Gegen 19:35 Uhr hielt ein 46-jähriger Dortmunder mit seinem Toyota an einer roten Ampel an der Kreuzung Beethovenstraße/Münsterstraße. Dabei touchierte der Fahrer eines vorbeifahrenden VW den Außenspiegel, sodass an beiden Spiegeln ein leichter Sachschaden entstand. Ein banaler Unfall, der in dieser Form täglich passiert und in der Regel ohne ein Erscheinen der Polizei geregelt werden kann. Der Fahrer des VW hatte aber offenbar andere Pläne und reagierte völlig falsch: Er gab Gas, fuhr über die rote Ampel und versuchte über die Münsterstraße zu flüchten.
Der 46-Jährige fuhr ihm hinterher. An einer Haltestelle auf der Evinger Straße hielten beide Fahrer an und stiegen aus. Anschließend gerieten die Männer in einen Streit. Als der Dortmunder die Polizei verständigen wollte, kam es zu einer Rangelei zwischen den Männern. Der VW-Fahrer stieg zurück in sein Auto und gab Gas. Dabei touchierte er den 46-Jährigen, der dadurch leichte Verletzungen erlitt.
Nur wenige Minuten später kehrte der VW-Fahrer, dieses Mal zu Fuß, zurück zu der Haltestelle. Der Mann setzte offenbar alles daran, die Zahl seiner Strafverfahren kontinuierlich zu erhöhen: Dieses Mal griff er den 46-Jährigen mit den Fäusten an. Anschließend flüchtete er zu Fuß über einen Verbindungsweg auf den Parkplatz eines Supermarktes. Dort konnten ihn die zwischenzeitlich alarmieren Polizeibeamten antreffen und festnehmen.
Bei dem Mann handelt es sich um einen 25-jährigen Georgier ohne festen Wohnsitz. Bei seiner Festnahme leistete er so massiven Widerstand, dass ein Polizeibeamter leicht verletzt wurde und seinen Dienst nicht fortsetzen konnte. Da sich bei dem 25-Jährigen deutliche Anzeichen für den Konsum von Alkohol und Betäubungsmitteln ergaben, entnahm ihm ein Arzt auf der Polizeiwache eine Blutprobe.
Den VW fanden die Beamten unweit des Parkplatzes und stellten den Fahrzeugschlüssel sicher. Eine gültige Fahrerlaubnis besaß der Georgier nicht. Statt einer einfachen Unfallmitteilung wird der 25-Jährige daher demnächst Post von Polizei und Staatsanwaltschaft erhalten: Ihn erwarten Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in de Straßenverkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verkehrsunfallflucht, tätlichen Angriffs, Widerstand und Körperverletzung.
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Quelle: www.presseportal.de
