Lfd. Nr.: 0676
Am Mittwochnachmittag (12. August 2026) fiel zivilen Einsatzkräften der Polizei Dortmund auf der Straße Wethmarheide in Lünen ein verdächtiges Auto auf. Die am Auto angebrachten Kennzeichen waren den Einsatzkräften aus früheren Einsätzen bekannt, jedoch gehörten sie nicht zu dem festgestellten Wagen.
Die Beamten folgten dem Fahrzeug, das zunächst in einen Stichweg nahe einer Autowerkstatt an der Wethmarheide abbog. Im Rahmen einer kurzzeitigen Observation konnten sie beobachten, wie der Fahrer die Werkstatt betrat und kurz darauf mit einer schwarzen Plastiktüte in der Hand wieder verließ.
Die anschließende Kontrolle des Autos und des 30-jährigen Lüners, der das Fahrzeug fuhr, erfolgte wenig später auf einem Firmenparkplatz an der Josef-Rethmann-Straße. Dabei entdeckten die Beamten die schwarze Tüte, die der Mann zuvor aus der Werkstatt ins Auto getragen hatte. In dieser befand sich eine nicht geringe Menge Cannabis. Die Tüte samt Inhalt wurde sichergestellt.
Zudem stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand und nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Der Verdacht, dass die Kennzeichen nicht zu dem Fahrzeug gehörten, bestätigte sich nach einer kurzen Überprüfung ebenfalls. Da die Eigentumsverhältnisse des Autos vor Ort nicht zweifelsfrei geklärt werden konnten, wurden der Pkw und die Kennzeichen sichergestellt.
Im weiteren Verlauf erwirkten die Beamten einen Durchsuchungsbeschluss für die zuvor aufgesuchte Werkstatt. Bei der Durchsuchung konnten zwar keine weiteren Betäubungsmittel gefunden werden, die Einsatzkräfte stellten jedoch Bargeld im mittleren dreistelligen Bereich, ein Mobiltelefon, ein Luftgewehr sowie zwei zur Fahndung ausgeschriebene Kennzeichen sicher.
Für den 30-Jährigen ging es anschließend zur Polizeiwache Lünen, wo ihm ein Arzt eine Blutprobe entnahm. Weil die besonderen Voraussetzungen einer Untersuchungshaft nicht vorlagen, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von der Polizeiwache entlassen.
Gegen den Lüner wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, Verstoßes gegen das Konsumcannabisgesetz, Kennzeichenmissbrauchs sowie waffenrechtlicher Verstöße.
Quelle: www.presseportal.de
