Schülervertretungen von Immanuel-Kant-Gymnasium und Max-Born-Realschule hatten sich für Verbesserung stark gemacht
Das Schulzentrum Asseln liegt eingebettet in einem Wohngebiet im Osten der Stadt. Wer die Schule besucht, kommt über den Grüningsweg an – und hier ist das Radfahren aktuell eine echte Herausforderung, vor allem im morgendlichen Anreise- und Berufsverkehr. Die Straße ist eng, es ist viel los, parkende Autos sorgen zusätzlich für unübersichtliche Situationen.
Um den täglichen Schulweg sicherer zu machen und mehr Kinder und Jugendliche fürs Fahrrad zu begeistern, hatten sich die Schülervertretungen des Immanuel-Kant-Gymnasiums (IKG) und der Max-Born-Realschule (MBR) für eine Veränderung stark gemacht. Sie hatten bei Politik und Verwaltung intensiv für die Fahrradzone geworben und viele gute Gründe für die Einrichtung angeführt. Jetzt ist das Ziel zum Greifen nah: Mitte Oktober können die Markierungsarbeiten für die neue Fahrradzone auf dem Grüningsweg und den Seitenstraßen voraussichtlich abgeschlossen werden.
„Wir freuen uns schon darauf!“, sagt IKG-Schulleiter Markus Katthagen stellvertretend für die Gemeinschaften beider Schulen. „Die neue Fahrradzone wird die Schulwegsicherheit deutlich verbessern. Sie sendet auch ein ermutigendes Signal an alle Schülerinnen und Schüler, die momentan noch unschlüssig sind, ob sie zum Beispiel vom Bus auf das Fahrrad umsteigen sollten. Für alle, die jetzt schon mit dem Rad zur Schule kommen, versprechen wir uns eine deutliche Erleichterung.“
Während der Markierungs- und Beschilderungsarbeiten ab Montag, 5. Oktober, kommt es zu punktuellen Einschränkungen für den Verkehr. Die Parkordnung wird im Bereich der neuen Fahrradzone nicht verändert.
Autofahrende müssen sich dem Tempo der Radfahrenden unterordnen
Eine Fahrradzone setzt sich aus mehreren Fahrradstraßen zusammen. Der Radverkehr prägt hier das Verkehrsgeschehen: Autofahrende dürfen Radfahrende weder gefährden noch behindern und müssen sich ihnen in Fahrweise und Geschwindigkeit unterordnen. Weil Radfahrende in der Fahrradzone nebeneinander fahren dürfen und beim Überholen ein gesetzlicher Mindestabstand von 1,50 Metern gilt, ist ein Überholen in der Praxis meist nicht möglich. Der Kfz-Verkehr passt sich dann dem Rad-Tempo an. Die Vorfahrtregelungen an Kreuzungen und Einmündungen bleiben unberührt und richten sich weiterhin nach der Beschilderung bzw. der Regel „rechts vor links“.
Die Markierungs- und Beschilderungsarbeiten auf dem Grüningsweg und den Nebenstraßen beginnen am 5. Oktober. Insbesondere die Markierungsarbeiten sind stark wetterabhängig – bei Dauerregen und bei Frost kann es zu Verzögerung kommen.
Die Fahrradzone umfasst folgende Straßen:
- Am Münzenkamp
- Am Thurmacker
- Am Timmerbed
- Beisemannskamp
- Brütingsweg
- Grüningsweg
- Kamergstraße
- Lowenthal
- Lübbertweg
- Ostenschleifweg
- Rübenstraße
- Ruckebierstraße
- Schorlemmerskamp
- Springweg
Was ist eine Fahrradstraße? Was ist eine Fahrradzone?
In einer Fahrradstraße bestimmen Fahrräder und E-Scooter das Tempo. Erlaubt sind Fahrräder, E-Scooter und Pedelecs, die mit elektrischer Unterstützung maximal 25 km/h erreichen. Alle anderen Fahrzeuge dürfen die Straße nur dann benutzen, wenn sie per Zusatzschild zugelassen sind. Bei der Fahrradzone Grüningsweg ist das der Fall. Fahrradstraßen erstrecken sich über einzelne Straßenzüge. Fahrradzonen sind dagegen ein Gebiet mit mehreren Straßen. Es gelten dieselben Verkehrsregeln wie in einer Fahrradstraße. An Kreuzungen gilt für alle Verkehrsteilnehmenden „rechts vor links“.
Entschleunigung
In Fahrradstraßen und Fahrradzonen lässt es sich entspannter radeln, denn es gilt maximal Tempo 30 für alle. Radelnde dürfen nebeneinander fahren – trotz hinterherfahrenden Kfz.
Lebensqualität
Fahrradstraßen und Fahrradzonen bedeuten weniger Lärm und weniger Abgase. Das heißt ganz konkret: Bessere Luft für alle und eine höhere Wohnqualität für die Anwohnenden.
Weitere Informationen über Fahrradstraßen unter: dortmund.de/fahrradstrassen
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
