Im Forschungsprojekt CELIDON-PRO haben die Feuerwehr Dortmund und ihre Projektpartner ein innovatives Lokalisierungssystem entwickelt und erprobt. Bei einer Abschlussveranstaltung im Ausbildungszentrum der Feuerwehr Dortmund am Donnerstag, 9. Juli, wurde die Technologie jetzt erstmals unter realitätsnahen Bedingungen vorgestellt.
„Die Sicherheit unserer Einsatzkräfte hat für uns höchste Priorität. Moderne Technik kann dabei eine wichtige Unterstützung sein, gerade wenn Feuerwehrleute unter extremen Bedingungen arbeiten“, sagt Dirk Aschenbrenner, Leiter des Amts für Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. „Das Projekt CELIDON-PRO zeigt, wie Forschung und Praxis gemeinsam Lösungen entwickeln können, die im Einsatzfall einen entscheidenden Unterschied machen können.“
Orientierung trotz dichter Rauchentwicklung
Das System kombiniert eine besonders genaue Funkortung mit einer Darstellung direkt in der Atemschutzmaske der Einsatzkräfte. Die sogenannte Ultra-Wideband-Technologie (UWB) ermöglicht eine präzise Bestimmung der Position einzelner Truppmitglieder. Über eine sogenannte Augmented-Reality-Anzeige können Feuerwehrleute diese Informationen auch dann sehen, wenn die Umgebung durch Rauch nicht mehr erkennbar ist.
So soll beispielsweise ein Atemschutztrupp erkennen können, wo sich weitere Mitglieder des Teams in der unmittelbaren Umgebung befinden. Besonders wichtig ist dies, wenn ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau in eine kritische Situation gerät und schnell Unterstützung benötigt.
Bei der Demonstration im Ausbildungszentrum im Dortmunder Stadtteil Eving wurde gezeigt, dass das Auffinden einer verunfallten Einsatzkraft mit Hilfe des entwickelten Systems deutlich schneller und gezielter möglich sein kann. Vertreterinnen und Vertreter von Feuerwehren, Fachverbänden, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie Medien konnten sich vor Ort ein Bild von der Technologie machen und mit den beteiligten Projektpartnern diskutieren.
Forschung für den Einsatz von morgen
CELIDON-PRO wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und unter der Konsortialführung von Dräger umgesetzt. Neben der Feuerwehr Dortmund waren der Lehrstuhl für Kommunikationsnetze der TU Dortmund, die Westsächsische Hochschule Zwickau sowie das Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW) beteiligt.
Nach Abschluss der Projektlaufzeit soll der entwickelte Demonstrator interessierten Anwender für weitere Tests zur Verfügung gestellt werden. Auf Grundlage dieser Erfahrungen wollen die Projektpartner bewerten, welche weiteren Verbesserungen notwendig sind, bevor ein möglicher Einsatz in der Praxis geprüft werden kann.
„CELIDON-PRO ist ein Beispiel dafür, wie innovative Forschung dazu beitragen kann, die Arbeit von Feuerwehrkräften sicherer zu machen“, sagt Dirk Aschenbrenner. „Die Erfahrungen aus dem Projekt fließen in die weitere Entwicklung ein und helfen dabei, Technik noch besser an die Anforderungen des Einsatzalltags anzupassen.“
Weitere Infos zum Stadtteil Eving finden Sie hier.
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Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
