Von Klavierklängen bis Lichtkunst: City-Fonds fördert neue Impulse für die City

56.000 Euro sind 2026 noch für weitere Projekte im Topf

Die vier neuen Förderungen hat der 14-köpfige Fonds-Beirat mit Mitgliedern aus Politik und Stadtverwaltung sowie privaten City-Akteur*innen beschlossen.

Favoriten-Stadtfest bringt Theater, Tanz und Co. auf den Friedensplatz

Mit einem Theaterfest am 3. Oktober auf dem Friedensplatz soll das etablierte zweijährliche „Favoriten – Festival der Freien Darstellenden Künste NRW“ erstmals seit seiner Premiere 1985 auch in der City sichtbar werden. Im Herzen der Stadt präsentiert das Fest neben Theater und Tanz auch neue performative Kunstformen wie Physical Theatre, Neuer Zirkus und Clubkultur. Auch generationenübergreifende Formate zum Mitmachen sind geplant. Für die Künstler*innenhonorare steuert der städtische City-Fonds die Höchstsumme von 10.000 Euro bei. Der ausrichtende Verein „NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste“ trägt einen höheren Anteil der Kosten.

„Lumina“ bringt Live-Musik in Geschäfte und Gastronomie

„Lumina“ ist der Titel eines neuen City-Festivals an vielen Orten am 16. und 17. Oktober, das der Cityring gemeinsam mit vielen City-Akteur*innen ins Leben ruft – mit dabei sind die Qualitätsroute, Schaustellerverein sowie Sponsoren. Das Festival setzt die City ins rechte Licht: An beiden Tagen gibt es atmosphärische Licht-Inszenierungen an verschiedenen Orten. Am Samstag kommen über die City verteilt kleinere Live-Konzerte von Dortmunder Künstler*innen hinzu. Einbezogen werden dabei die Räume von 13 Geschäften und anderen Unternehmen in stimmungsvoller Beleuchtung. Die Gäste des Festivals sollen zwischen den verschiedenen Spielorten frei wechseln können, bei freiem Eintritt. Für die Buchung von Künstler*innen steuert der City-Fonds 5.000 Euro bei.

Unter dem Motto „Sounds. Genuss. Licht.“ verbindet sich „Lumina“ dabei mit Dortmunds erstem „Stößchenfestival“, das an beiden Tagen auf dem Reinoldikirchplatz stattfindet. Das Event für Bierliebhaber*innen organisiert der Schaustellerverein.

Wintergalerie bringt Kunst und Begegnung in den Ex-Kaufhof

Die Popup-Wintergalerie ist seit Mitte Dezember im ehemaligen Kaufhof-Gebäude am Westenhellweg geöffnet. Dort stellen 16 professionelle Dortmunder Künstler*innen aus, ergänzt um Arbeiten aus der Kunstabteilung „WERKstattARBEIT“ der AWO-Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Auch Werke aus dem Nachlass des Dortmunder Künstlers Walter Liggesmeyer sind zu sehen. Besucher*innen können viele gezeigte Werke kaufen. Zudem steht Begegnung im Mittelpunkt: Regelmäßig sind Künstler*innen und Ehrenamtliche vor Ort. Die Ausstellung startete dank erfolgreicher Verhandlungen der Initiator*innen mit dem Eigentümer des Gebäudes relativ spontan im Dezember 2025 zunächst bis März 2026, wurde aber verlängert bis Ende Mai 2026. Aus dem City-Fonds fließt ein 3.000-Euro-Zuschuss, der AWO Unterbezirk Dortmund als Träger zahlt die andere Hälfte der Miete.

Spiel-Mich-Aktion bringt wieder Klavierklänge in die ganze City

Schon etabliert ist die Aktion „Spiel Mich“ des „PIANO PIANO Vereins zur Förderung der Klavierkunst“. Vom 1. Juli bis zum 12. August sollen dieses Jahr die öffentlich zugänglichen Klaviere an zehn Standorten erklingen. Alle Interessierten können so spontane Kleinkonzerte in der City geben. Wer an allen Standorten in die Tasten greift, füllt seine Stempelkarte und erhält eine kleine Belohnung. Der City-Fonds steuert die Höchstsumme von 10.000 Euro bei, unter anderem für den Erwerb und die Aufbereitung der alten Klaviere sowie die GEMA-Gebühren. Der Anteil des ausrichtenden Vereins ist höher.

Citymanagement berät Initiator*innen und unterstützt Projekte

Eine wichtige Rolle beim City-Fonds übernimmt das städtische Citymanagement. Das Team berät die Organisator*innen intensiv zu ihren Projekten und Anträgen. „In der jüngsten Jurysitzung hatten die Anträge einen klaren Schwerpunkt auf kulturellen Veranstaltungen“, erläutert Citymanager Tilmann Insinger. „Das sind tolle Projekte, weil sie Abwechslung bringen und Menschen anziehen. Der City-Fonds ist aber noch breiter aufgestellt: Auch Marketing, Gestaltung und andere Vorhaben sind förderbar, wenn sie mindestens einem ganzen City-Quartier zugutekommen.“ In der Vergangenheit förderte der Fonds zum Beispiel auch das neue Leuchtbanner für das Rosenviertel, die winterliche Beleuchtung der Brückstraße, eine digitale City-Führung und eine Social-Media-Kampagne für die Kampstraße.

Der Fonds verdoppelt dabei jeden privat investierten Euro bis zur Höchstgrenze von 10.000 Euro brutto pro Projekt. Insgesamt sind jährlich 90.000 Euro im Fördertopf. „Für 2026 stehen jetzt noch rund 56.000 Euro zur Verfügung“, betont Insinger. „Wir freuen uns auf neue, spannende Projekte für eine lebendige City.“

Alle Informationen zum City-Fonds gibt es unter: dortmund.de/citymanagement

Wer direkt persönlichen Kontakt zum Citymanagement aufnehmen will, trifft das Team auch zu festen Zeiten im Innovationsraum Projektor an der Kleppingstraße 28 an: donnerstags von 13 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr.


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

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