Neue Studienergebnisse belegen: TechnologieZentrumDortmund ist nachhaltiger Wachstumsmotor für Dortmund

Seit seiner Gründung im Jahr 1985 verfolgt das TechnologieZentrumDortmund (TZDO) das Ziel, innovative Technologieunternehmen und Start-ups anzusiedeln und im Wachstum zu unterstützen. Damit spielt das TZDO seit nunmehr 40 Jahren eine zentrale Rolle im Transformationsprozess einer ursprünglich von Kohle und Stahl geprägten Region hin zur Entwicklung von Zukunftsbranchen in den Bereichen Informationstechnologie, Biomedizin, Logistik, Mikro- und Nanotechnologie sowie Produktionstechnologie. Dabei stützt sich das TZDO auf die enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft.

Stefan Schreiber ist Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund und Aufsichtsratsvorsitzender des TZDO. Er erinnert an die Entwicklung des Standorts: „Das TechnologieZentrumDortmund ist seit vier Jahrzehnten ein starkes Symbol für den erfolgreichen Strukturwandel in Dortmund. Was 1985 mit einer mutigen Zukunftsvision begann, hat sich zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte entwickelt. Die Strahlkraft des TZDO als Ort für Innovationen und Unternehmenswachstum reicht weit über Dortmund hinaus.“

Im Jahr 2025 hat die Wirtschaftsförderung Dortmund eine regional-ökonomische Studie in Auftrag gegeben. Diese belegt die herausragende Bedeutung des TZDO für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Dortmund. Einbezogen wurden 438 Unternehmen, die direkt oder indirekt aus den Aktivitäten des TZDO hervorgegangen sind und an den Standorten Technologiepark Dortmund, PHOENIX West oder im Digitalhafen ansässig sind. Die wirtschaftlichen Effekte entstehen durch direkte Unternehmensaktivitäten, aber auch durch indirekte und induzierte Nachfrageeffekte entlang regionaler Wertschöpfungsketten.

Innovationsstark, technologieorientiert und regional verankert

Das TZDO-Ökosystem ist geprägt von wachstumsstarken kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Tech-Start-ups aus IT, wissensintensiven Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung (F&E). Diese Unternehmen sind stark regional verankert. Sie fungieren als Enabler (Ermöglicher) für Digitalisierung, Automatisierung und Produktivitätssteigerungen in Industrie, Energieversorgung, Handel und öffentlicher Verwaltung. Sämtliche ökonomische Indikatoren zeigen deutliche Steigerungsraten während der vergangenen knapp 20 Jahre an.

Die Zahl der mit dem TZDO verbundenen Arbeitsplätze ist von 14.100 (2016) auf 21.100 (2025) gestiegen. Dies entspricht einem Wachstum von ungefähr 50 Prozent. Die Wertschöpfung der mit dem TZDO verbundenen Unternehmen hat sich seit 2016 fast verdoppelt und beträgt annähernd 10 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung Dortmunds. Die hohe Standortqualität belegt zudem die überwiegend positive Beurteilung der ökonomischen Perspektiven trotz gegenwärtig angespannter Situation.

Wissens- und Fachkräfte sind entscheidende Standortfaktoren

Die Analyse der Ansiedlungsmotive zeigt klar: Die Standortentscheidung der Unternehmen ist in erster Linie wissens- und fachkräftegetrieben. 83 Prozent der befragten Unternehmen bewerten das Angebot qualifizierter Mitarbeitender als wichtigsten Standortfaktor. 69 Prozent messen zudem der Nähe zu wissenschaftlichen Einrichtungen hohe Bedeutung bei. Damit bestätigt die Studie die zentrale Rolle des Dortmunder Wissenschafts- und Hochschulstandorts, insbesondere der TU Dortmund und der FH Dortmund. Die räumliche Nähe ermöglicht Zugang zu hochqualifiziertem Personal, intensive Kooperationen, Wissenstransfer und F&E-nahe Entwicklungsprozesse.

Das unterstreicht auch Dirk Stürmer, Geschäftsführer des TZDO: „Das TZDO übernimmt hier eine vermittelnde und ermöglichende Funktion: Durch geeignete Flächen- und Infrastrukturangebote schaffen wir optimale Voraussetzungen für die Ansiedlung und Entwicklung technologie- und innovationsorientierter Unternehmen in unmittelbarer Nähe zu Wissenschaft und Forschung.“

Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer und Mitglied der Geschäftsführung des TZDO, ergänzt: „Die aktuellen Studienergebnisse bestätigen, dass das TZDO nicht nur ein erfolgreicher Gründungsstandort ist, sondern heute vor allem ein leistungsfähiger Entwicklungsraum für technologieorientierte Unternehmen in unterschiedlichen Wachstumsphasen. Daher ist es auch der richtige Standort für den Innoclub, der junge Start-ups mit etablierten Unternehmen zusammenbringt. Gemeinsam in der Geschäftsführung mit Dirk Stürmer und Heike Marzen arbeiten wir daran, diese Stärke weiter auszubauen und den Unternehmen auch künftig die passenden Rahmenbedingungen für Innovation und Expansion zu bieten.“

Beschäftigte sind überdurchschnittlich hoch qualifiziert

Unternehmen, die aus dem TZDO hervorgegangen sind. zeichnen sich durch ein außer-gewöhnlich hohes Qualifikationsniveau aus: Rund 55 Prozent der Beschäftigten verfügen über einen Hochschulabschluss, und rund 35 Prozent der Mitarbeitenden sind in Forschung und Entwicklung tätig. Das hohe Qualifikationsniveau wirkt sich auf die regionalökonomischen Effekte aus, denn überdurchschnittliche Einkommen führen auch zu starken Nachfrage- und Fiskaleffekten. Insgesamt summieren sich die kommunalen steuerlichen Rückflüsse der TZDO-assoziierten Unternehmen auf rund 74 Millionen Euro im Jahr. Die Gewerbesteuerzahlungen entsprechen rund 7,5 Prozent des gesamten Dortmunder Gewerbesteueraufkommens.

Heike Marzen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund: „Als eine der wichtigsten kommunalen Einnahmequellen spiegelt die Gewerbesteuer unmittelbar die Ertragskraft und lokale Wertschöpfung der Unternehmen wider. Die Studie unterstreicht damit nicht nur die innovations- und arbeitsmarktpolitische, sondern auch die haushaltswirksame Bedeutung des TZDO für die Stadt Dortmund.“

Ökosystem für Innovationen – mit nachhaltiger Wirkung

Rund 40 Prozent der Unternehmen verfügen über mindestens ein Schutzrecht, überwiegend in Form von Patenten. Dies verdeutlicht die hohe Forschungs- und Innovationsintensität des Ökosystems und eröffnet langfristige Skalierungspotenziale.

Insgesamt zeigt die Studie: Das TechnologieZentrumDortmund wirkt weit über seine Funktion als Innovationszentrum hinaus. Es ist integraler Bestandteil des Dortmunder Innovationsökosystems und ein zentraler Impulsgeber für Wachstum, Resilienz und Transformation. Das TZDO ist nicht nur ein optimales Gründungsumfeld. Es ist vor allem ein Entwicklungsstandort für etablierte, investitionsaktive und beschäftigungswirksame Unternehmen, die dauerhaft zur wirtschaftlichen Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Region beitragen.


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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