Lfd. Nr.: 0316
Am 18. April gegen 2 Uhr kam es auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover auf Höhe der Anschlussstelle Bönen zu einer Falschfahrt. Einsatzkräfte der Autobahnpolizei konnten wenig später eine 77-jährige Fahrzeugführerin stoppen.
Mehrere Anrufer meldeten der Polizei über den Notruf ein Fahrzeug, welches zwischen den Anschlussstellen Bönen und Kamen-Bergkamen auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover entgegen der Fahrtrichtung unterwegs war. Die alarmierten Einsatzkräfte der Autobahnpolizeiwache Kamen machten sich unverzüglich auf den Weg.
Auf der fast leeren Richtungsfahrbahn Hannover erkannten sie wenige Augenblicke später das Abblendlicht eines Autos und reduzierten ihre Geschwindigkeit. Mit eingeschaltetem Blaulicht, dem Einsatz der Lichthupe und durch Hupen versuchten sie vergeblich das Fahrzeug zum Anhalten zu bewegen. Um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern, mussten die Beamten ausweichen und erkannten dabei eine ältere Frau am Steuer.
Um die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszuschließen, musste die Richtungsfahrbahn Hannover auf Höhe der Anschlussstelle Lünen-Süd kurzfristig vollständig gesperrt werden. Durch ein weiteres Einsatzmittel wurde der Verkehr zwischen den beiden Anschlussstellen vollständig zum Stillstand gebracht. Wenige Augenblicke später näherte sich das Auto, verlangsamte die Fahrt und stoppte schließlich.
Bei der Fahrerin handelte es sich um eine 77-jährige Frau aus Neuenrade (Arnsberg). Beim Ansprechen zeigte sie sich zeitlich und räumlich desorientiert. Die Beamten nahmen die Frau mit zur Autobahnpolizeiwache Kamen, wo sie sich um sie kümmerten. Ihr Sohn, den die Beamten kontaktiert hatten, holte sie wenig später von der Polizeiwache ab.
Das Fahrzeug wurde versetzt. Der Führerschein wurde beschlagnahmt. Die Beamten fertigten einen Bericht für die zuständige Fahrerlaubnisbehörde zur Überprüfung der Fahrtauglichkeit sowie eine Strafanzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs an.
Quelle: www.presseportal.de
