Filip Kvačák wird erster Kammertänzer der Stadt Dortmund

Im Rahmen der gefeierten Saison-Dernière von Frida wurde Filip Kvačák, Tänzer des Ballett Dortmund, am 31. Mai 2026 als erster Kammertänzer in der Geschichte der Stadt Dortmund ausgezeichnet. Die Ehrung war zuvor vom Rat der Stadt Dortmund beschlossen worden. Der traditionsreiche Titel würdigt herausragende künstlerische Leistungen sowie eine besondere Verbundenheit mit der Stadt. Die Laudatio und die feierliche Ernennung übernahm Oberbürgermeister und Kulturdezernent Alexander Kalouti im Opernhaus Dortmund.

Mit Filip Kvačák ernennt die Stadt Dortmund erstmals einen Kammertänzer. Der Ehrentitel, der in der Tradition des „Kammersängers“ steht, wird an herausragende Bühnenkünstler*innen verliehen, die ein Haus und eine Stadt über Jahre künstlerisch prägen. Die Auszeichnung erfolgte am 31. Mai 2026 unmittelbar nach der Dernière von Frida im Opernhaus Dortmund, in der Kvačák noch einmal die Rolle Diego Riveras tanzte. Mit dieser Ehrung würdigt die Stadt einen Künstler, der das Ballett Dortmund in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgestaltet hat.

Alexander Kalouti, Oberbürgermeister und Kulturdezernent der Stadt Dortmund, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Stadt und erklärte: „Das Ballett Dortmund ist einer der wichtigsten Botschafter der Stadt, nicht zuletzt durch höchste künstlerische Qualität und sein internationales Renommee, das durch Gastspiele weltweit getragen wird – ermöglicht durch die Arbeit des Ballett Dortmund und seine hervorragenden Tänzerinnen und Tänzer. Deshalb ist es für mich und die Stadt Dortmund eine große Freude und Ehre, zum ersten Mal in der Geschichte des Theaters Dortmund den Ehrentitel des Kammertänzers an Filip Kvačák zu verleihen!“

Vielseitiger Tänzer mit Vorbildfunktion
Seit 2019 gehört Filip Kvačák dem Ballett Dortmund an. Der aus der Slowakei stammende Tänzer absolvierte seine Ausbildung am Tanzkonservatorium von E. Jaczova in Bratislava sowie an der Académie de Danse classique Princesse Grace in Monaco. Engagements führten ihn zunächst ans Slowakische Nationaltheater in Bratislava und anschließend ans Thüringer Staatsballett Gera, bevor er nach Dortmund wechselte.

Ballettintendant Jaš Otrin würdigte Filip Kvačák als Tänzer, der das Selbstverständnis der Company entscheidend prägt: „Filip Kvačák verbindet technische Exzellenz mit außergewöhnlicher Bühnenpräsenz und großer künstlerischer Integrität. Er übernimmt Verantwortung innerhalb der Company und ist zugleich ein wichtiger Orientierungspunkt für jüngere Tänzerinnen und Tänzer. Seine Ernennung zum ersten Kammertänzer der Stadt Dortmund ist eine wohlverdiente Anerkennung seiner Leistungen und seiner langjährigen Verbundenheit mit dem Ballett Dortmund.“

Kvačák überzeugte in Dortmund in zahlreichen zentralen Partien des klassischen und zeitgenössischen Repertoires. Er tanzte unter anderem in Schwanensee, La Bayadère, Der Traum der roten Kammer, Paradiso, Peer Gynt, Le sacre du printemps und Romeo und Julia. Allein in der aktuellen Spielzeit übernahm er wichtige Rollen in sechs Produktionen und gehörte damit erneut zu den prägenden Künstler*innen des Balletts Dortmund. Darüber hinaus engagiert sich Filip Kvačák weit über die Bühne hinaus für das Ensemble. Innerhalb der Company gilt er als wichtige Stimme, verlässlicher Partner und Vorbild, insbesondere für jüngere Mitglieder des Ballett Dortmund und des NRW Juniorballett. Internationale Gastspiele führten ihn mit dem Ballett Dortmund unter anderem nach Tel Aviv, Jerusalem, Barcelona und Sevilla. In der laufenden Spielzeit wird er zudem bei Gastspielen in Seoul und Valencia auf der Bühne stehen.

Mit der Ernennung setzt die Stadt Dortmund zugleich ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung des Tanzes, die internationale Ausstrahlung des Ballett Dortmund und dessen Rolle als Botschafter der Stadt: Im Juni 2026 führt die längste Tour der Company in ihrer Geschichte zu Gastspielen – vom 11. bis 14. Juni 2026 gastiert das Ballett Dortmund mit Ein Mittsommernachtstraum am LG Arts Center in Seoul, am 19. und 20. Juni 2026 in der City Performance Hall in Hwaseong sowie vom 25. bis 28. Juni 2026 mit Carmina Burana bei Les Arts in València.


Zur Originalmeldung

Feuilletonistisch, bildreich, mit warmem Blick für urbane Transformation. Mara Klangherz hört der Stadt beim Klingen zu: Theaterkeller, Konzertkirche, Hinterhofatelier. Sie schreibt rhythmisch, findet die Poesie im Alltäglichen und verhandelt Kultur als lebendige, fühlbare Begegnung zwischen Menschen, Raum und Zeit.

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