Veranstaltungen in Dortmund
Unser Veranstaltungskalender bietet Ihnen einen kompakten und stets aktuellen Überblick über das kulturelle Leben in Dortmund und Umgebung.
Ob Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Sportevents oder Familienangebote – hier finden Sie ausgewählte Termine übersichtlich nach Datum sortiert.
Alle Veranstaltungen sind mit den wichtigsten Informationen wie Uhrzeit, Ort und weiterführenden Links versehen, damit Sie schnell entscheiden können, was zu Ihnen passt.
Der Kalender wird regelmäßig aktualisiert und wächst kontinuierlich. So verpassen Sie keine Highlights mehr und können Ihre Freizeit gezielt planen.
Stöbern Sie durch das Programm, entdecken Sie neue Veranstaltungen und lassen Sie sich inspirieren.
Suchen Sie nach bestimmten Veranstaltungen?
Nutzen Sie bitte die Suchfunktion über dem Kalender. Hier können Sie nach Schlagwörtern oder Titeln u.Ä. suchen.
Rechts oben befindet sich ein Kategoriefilter, in dem Sie die Anzeige einzelner Kategorien setzen könne.
Ihr Redaktionsteam von Dortmund lebt!
- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Vortrag: Jens Gründler

" Die Psychiatrie in Westfalen in Nationalsozialismus und Zusammenbruchsgesellschaft " Die psychiatrischen Einrichtungen wurden im Nationalsozialismus zu Laboren der gesellschaftlichen Radikalisierung. Die Patientinnen und Patienten wurden als „lebensunwerte, nutzlose Esser“ bezeichnet. Als erste Maßnahme ließen die Nationalsozialisten ab 1934 zahlreiche Insassen von Anstalten unter Zwang sterilisieren. Ab September 1939 ermordete man Patientinnen und Patienten in polnischen Psychiatrien, Kinder in „Kinderfachabteilungen“ und dann Erwachsene in der Aktion T4 zwischen 1940 und 1941. Nach dem Ende der offiziellen „Euthanasie“-Maßnahmen wurde das Morden nicht beendet, sondern von Berlin aus in andere Anstalten delegiert und bis zum Ende des Krieges fortgesetzt. Auch dann ging das Sterben noch weiter, weil man Lebensmittel, Medikamente oder auch Heizmaterial in den Anstalten für psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen besonders stark rationiert hatte. Im Vortrag wird Jens Gründler die Auswirkungen dieser Maßnahmen für Westfalen nachzeichnen und besonders auf die Kriegsendphase und die zahlreichen, auch personellen Kontinuitäten in der Zusammenbruchsgesellschaft eingehen. Dr. Jens Gründler hat 2004 seinen Magister Artium im Fach Geschichte und Politikwissenschaft gemacht und 2010 an der Universität Trier im Fach Geschichte promoviert. Er ist seit 2017 wissenschaftlicher Referent im LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte.
