Veranstaltungen in Dortmund
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2. Philharmonisches Konzert: Kopfkino

Mit Werken von Leoš Janáček, Sergej Prokofjew und Sergej Rachmaninow Drei Komponisten entfalten klangliche Bilderwelten, die sich nicht in Worte fassen lassen. Leoš Janáček setzt auf volle Emotionalität und erhitzt die Musik bis zur Weißglut. Nikolai Gogols blutige Geschichte um den Kosakenführer Taras Bulba wird zu einem freien musikalischen Fluss der Farben und Stimmungen von visionärer Kraft. Visionär ist auch Prokofjews 1. Violinkonzert. Schon der Beginn entrückt uns in andere Sphären. Dann werden wir von einem virtuosen, motorisch voranjagenden Scherzo quasi geerdet und gelangen schließlich in einen klanglichen Kristallpalast, dessen Decke sich zum Sternenhimmel zu öffnen scheint, bis die Musik zerstäubt. Der Erzromantiker Sergej Rachmaninow erscheint da fast als der nüchternste unter den drei Komponisten. Die Sinfonischen Tänze aus dem Jahr 1940 stellen sein letztes Wort als Schaffender dar. Als Rückblick auf sein Lebenswerk vereinen sich hier noch einmal die zentralen Vorzüge seiner Musik: melodische Schönheit, zarte Melancholie und tänzerisches Temperament. Mit Nicolò Foron wird einer der interessantesten jungen deutschen Dirigenten den Taktstock heben. 1998 in Genua geboren wuchs er quasi nebenan in Bielefeld auf und hat bereits eine erstaunliche internationale Karriere absolviert. Das Violinspiel unseres Konzertmeisters Alexander Prushinskiy kann das Dortmunder Publikum regelmäßig bewundern. Das russische Repertoire liegt ihm insgesamt am Herzen, aber das 1. Violinkonzert von Prokofjew, das er sich für dieses Programm gewünscht hat, ist ihm quasi auf den Leib geschrieben.
