Anna Sohn wird Professorin für Gesang an der Seoul National University in Südkorea

Die Sopranistin Anna Sohn hat zum 1. September 2026 eine Professur für Gesang an der Seoul National University (SNU) übernommen. Nach acht Jahren als Ensemblemitglied am Opernhaus Dortmund setzt sie damit einen neuen Schwerpunkt in ihrer künstlerischen Laufbahn. Gleichzeitig bleibt sie der Oper Dortmund als ständige Gastsolistin verbunden und führt ihre internationale Gesangskarriere mit ausgewählten Projekten fort.

Zum Wintersemester 2026/27 trat Anna Sohn ihre Professur am College of Music der Seoul National University an, einer der führenden Musikhochschulen Südkoreas mit international anerkanntem Lehrpersonal, zu dem unter anderem Ramón Vargas und Vesselina Kasarova zählen. Parallel zu ihrer Lehrtätigkeit setzt sie ihre Arbeit als Sängerin fort. Zu den Höhepunkten der Saison 2026/27 gehören ihr Rollendebüt als Desdemona in Verdis Otello unter der Leitung von Myung-Whun Chung im neuen Konzerthaus von Busan sowie ihr Hausdebüt an der Oper Leipzig als Violetta Valéry in der Wiederaufnahme von La traviata.

Von Dortmund nach Seoul – und zurück auf die Dortmunder Bühne
Auch in ihrer neuen Funktion bleibt Anna Sohn der Oper Dortmund eng verbunden. In der Spielzeit 2026/27 kehrt sie als Verité in Albéric Magnards Guercœur zurück. Die Neuproduktion unter der Regie von Olivier Py bringt sie unter anderem mit Stanislas de Barbeyrac und Lionel Lhote auf die Bühne. Damit setzt sich eine künstlerische Verbindung fort, die sie seit 2018 am Opernhaus Dortmund maßgeblich geprägt hat.
Als Ensemblemitglied von 2018 bis 2026 war Anna Sohn eine prägende Sängerin der Intendanz von Heribert Germeshausen. Internationale Beachtung erhielt sie vor allem durch die Wiederentdeckung des französisch-romantischen Repertoires in Zusammenarbeit mit dem Palazzetto Bru Zane: etwa als Brunhilda in Frédégonde, die von der Opernwelt zur „Wiederentdeckung des Jahres 2022“ gewählt und für die International Opera Awards 2022 nominiert wurde, als Héléna in Augusta Holmès’ La Montagne Noire, für die sie 2024 in der Jahresumfrage der Opernwelt als „beste Sängerin des Jahres“ nominiert wurde, sowie zuletzt als Matréna in der szenischen deutschen Erstaufführung von Clémence de Grandvals Mazeppa.

Über Dortmund hinaus hat sich Anna Sohn international etabliert. Bedeutend war ihr Dortmunder Rollendebüt als Cio-Cio-San in Puccinis Madama Butterfly im Jahr 2019. Mit dieser Rolle gastierte sie 2023 an der Greek National Opera bei der Eröffnung des Epidaurus Festivals im Athener Herodion sowie am Teatro Colón in Buenos Aires.

Mit der Professur in Seoul verbindet Anna Sohn nun ihre internationale Bühnenerfahrung mit der Ausbildung der nächsten Sänger-Generation und bleibt zugleich künstlerisch eng mit der Oper Dortmund verbunden.


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Feuilletonistisch, bildreich, mit warmem Blick für urbane Transformation. Mara Klangherz hört der Stadt beim Klingen zu: Theaterkeller, Konzertkirche, Hinterhofatelier. Sie schreibt rhythmisch, findet die Poesie im Alltäglichen und verhandelt Kultur als lebendige, fühlbare Begegnung zwischen Menschen, Raum und Zeit.

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