„Bergfest“ bei verlängerter Ausstellung „Dortmunder Griechen 1976“ im Hoesch-Museum

Sonderausstellung bis September verlängert – Bergfest statt Finissage am 28. Juni um 11 Uhr

Das Hoesch-Museum verlängert seine Sonderausstellung „‚Wie’s innen aussieht, geht niemand was an…‘ Dortmunder Griechen 1976“ bis zum 20. September 2026. Die Schau stößt seit ihrer Eröffnung auf anhaltend großes Interesse und erhält viel positive Resonanz.

Grundlage der Ausstellung ist eine Fotoserie der Dortmunder Fotografen Jürgen Spiler und Thomas Strenge. Für die Dortmunder Auslandskulturtage 1976 dokumentierten sie den Alltag der griechischen Community in Dortmund. Ihre kontrastreichen Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen Szenen aus Familie, Schule, Arbeit, Freizeit und Gemeindeleben und zeichnen ein eindrucksvolles Bild der Lebenswirklichkeit einer ersten Migrantengeneration. Fünfzig Jahre später präsentiert das Hoesch-Museum eine neue Auswahl dieser historischen Aufnahmen. Die Ausstellung regt dazu an, die Bilder vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und gewachsener Teilhabemöglichkeiten neu zu betrachten.

Bergfest statt Finissage

Da die Ausstellung verlängert wird, entfällt die ursprünglich für den 28. Juni geplante Finissage. Stattdessen lädt das Hoesch-Museum um 11 Uhr an diesem Tag zu einem Bergfest ein. Auf dem Programm stehen die Begrüßung durch Dr. Karl Lauschke, Vorsitzender des Trägervereins „Freunde des Hoesch-Museums“, sowie ein Zwischenresümee von Isolde Parussel, Leiterin des Hoesch-Museums.

Mit der Verlängerung setzt das Museum auch das Rahmenprogramm zur Ausstellung fort.

Fotografen berichten aus erster Hand

An den Sonntagen 26. Juli, 16. August und 20. September, jeweils von 11 bis 12 Uhr, führen die Fotografen Jürgen Spiler und Thomas Strenge persönlich durch die Ausstellung. Sie geben Einblicke in die Entstehung der Fotoserie, schildern ihre Begegnungen mit der griechischen Community in den 1970er-Jahren und reflektieren die Bedeutung ihrer Aufnahmen im Rückblick auf fünf Jahrzehnte gesellschaftlicher Entwicklung. Eintritt: 3,50 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Vortrag zum Massaker von Distomo

Unter dem Titel „Endlich die Verantwortung akzeptieren“ spricht der Hamburger Anwalt Martin Klingner am Dienstag, 25. August, um 18 Uhr über die juristischen Auseinandersetzungen um Entschädigungen für die Nachfahren der Opfer des Massakers von Distomo in Zentralgriechenland. Deutsche SS-Einheiten ermordeten dort 1944 insgesamt 218 Einwohner*innen.

Dokumentarfilm über Migration und Heimat

Der Dokumentarfilm „Sofia & Stella. Zwei Erzählungen vom Dort und Hier“ läuft am Sonntag, 9. August, um 14 Uhr. Die Regisseurinnen Andrea Löscher und Erika Römer begleiten Sofia Papadopoulou und Stella Ananiadou aus Castrop-Rauxel auf ihrer Reise in die nordgriechischen Heimatdörfer, die sie Anfang der 1960er Jahre verlassen hatten, um in Deutschland zu arbeiten. Filmdauer: 55 Minuten.

Lesung mit persönlichen Erinnerungen

Am Sonntag, 6. September, um 14 Uhr stehen persönliche Erfahrungen griechischer Arbeitsmigrant*innen im Mittelpunkt. Der Rundfunkredakteur Jürgen Werth liest unter anderem aus dem Werk „Die Reise“ von Sotirios Kolokythas. Zudem spricht der pensionierte Lehrer Dr. Eleftherios Tellidis über sein Buch „Sorgen in der Fremde“.

Zur Ausstellung ist ein Begleitheft erschienen. Es kostet 5 Euro und ist im Museumsshop erhältlich. Bestellungen sind zudem per E-Mail an info@hoesch-museum.de gegen Vorkasse möglich.

Weitere Informationen: dortmund.de/hoeschmuseum


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

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