Mehr Präsenz. Mehr Sicherheit: Schwerpunkteinsatz gegen Jugendkriminalität in Lünen mit besonderem Fokus auf E-Scooter-Fahrer

Lfd. Nr.: 0890

Manche Jugendliche waren am Donnerstagabend in Lünen schneller unterwegs, als Versicherung, Fahrerlaubnis und Technik es erlaubten – ein Bild, das sich der Polizei Dortmund seit Monaten leider immer wieder bietet. Zurecht ärgern sich viele Bürgerinnen und Bürger darüber.

Im Rahmen eines Schwerpunkteinsatzes gegen Jugendkriminalität in Lünen haben die Beamten am gestrigen Donnerstag (22. Oktober) ab 17 Uhr genauer hingeschaut. Im Fokus standen vor allem E-Scooter und Pedelecs, bei denen nicht immer alles mit rechten Dingen zuging.

Mit gezielter Präsenz, insbesondere an bekannten Treffpunkten, stärkte die Polizei das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in ihren Wohnvierteln. Die Einsatzkräfte waren sowohl uniformiert als auch in ziviler Kleidung im Einsatz.

Aufgrund der Herbstferien stellten die Einsatzkräfte insbesondere in der Lüner Innenstadt mehr Jugendliche als üblich fest. Vor dem Hintergrund bestehender Beschwerden kontrollierten sie dort schwerpunktmäßig Jugendliche, die mit E-Scootern und Pedelecs unterwegs waren.

Bei einer 13-jährigen Person stellten die Beamtinnen und Beamten einen technisch veränderten E-Scooter fest und sicher. Zudem führte die Person ein Tierabwehrspray mit sich, welches sichergestellt wurde. Aufgrund eines bestehenden Messertrageverbots gegen die Person fertigten die Beamten einen separaten Bericht. Die Verhängung eines Zwangsgeldes wird nun geprüft.

Im weiteren Verlauf kontrollierten die Einsatzkräfte einen 18-Jährigen, der mit einem E-Scooter unterwegs war. Dabei stellten sie fest, dass für das Fahrzeug kein Versicherungsschutz bestand und es zuvor entwendet worden war. Ein Drogenvortest des jungen Mannes verlief positiv auf Cannabis. Die Einsatzkräfte ordneten daraufhin eine Blutprobenentnahme an.

Auch bei der Kontrolle einer 14-jährigen Person, die einen E-Scooter führte, wurde eine Blutprobe entnommen. Die Person räumte gegenüber den Einsatzkräften den Konsum von Betäubungsmitteln ein.

Gegen 19 Uhr beobachteten zivile Einsatzkräfte in der Kirchhofstraße im Bereich der Viktoriaschule eine Gruppe Jugendlicher mit E-Scootern und einem Fahrrad. Wenig später stellten sie fest, dass auf dem Schulgelände Böller geworfen wurden. Uniformierte Kräfte kontrollierten daraufhin die Personengruppe. In der Folge fertigten die Einsatzkräfte mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen sowie einen Bericht.

Im Lüner Stadtteil Brambauer kontrollierten die Beamtinnen und Beamten einen 16-Jährigen, der mit einem Kleinkraftrad unterwegs war, das eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h erreicht. Da der Jugendliche nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis verfügte, stellten die Einsatzkräfte das Fahrzeug sicher.

Ab 20 Uhr nahm die Zahl der Jugendlichen, bei denen eine Kontrolle erforderlich erschien, spürbar ab.

Im Rahmen des Schwerpunkteinsatzes kontrollierte die Polizei insgesamt 60 Personen und 24 Fahrzeuge. Die Einsatzkräfte fertigten sechs Strafanzeigen und vier Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Zudem erstellten sie drei Berichte.

Weitere Informationen zum Stadtteil „Innenstadt-West“: dortmund-lebt.de/tag/Innenstadt-West

Quelle: www.presseportal.de

Mara Feldkamp ist seit mehreren Jahren als Reporterin für Sicherheits- und Einsatzthemen in Dortmund tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der transparenten Aufbereitung von Polizeimeldungen, Verkehrsunfällen und kriminalpräventiven Informationen für die Öffentlichkeit. Mit ruhiger Stimme, klaren Worten und präziser Recherche begleitet sie regelmäßig Einsätze der Dortmunder Polizei – ob vor Ort an Unfallstellen, bei Pressebriefings oder bei Großlagen im Stadtgebiet. Dank ihrer strukturierten Arbeitsweise gilt sie als verlässliche Schnittstelle zwischen Einsatzkräften und Bürgerinnen und Bürgern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert