Lfd. Nr.: 0885
Drei verletzte Polizeibeamte und ein erheblich beschädigtes, zuvor gestohlenes Auto: Das ist die Bilanz einer Verfolgungsfahrt, die am Mittwochmorgen (21.10.) vom Borsigplatz bis nach Lünen führte.
Gegen 8:15 Uhr fiel zivilen Polizeibeamten im Bereich des Borsigplatzes ein Peugeot ohne Kennzeichen auf. Die Beamten wollten den Fahrer daher anhalten und kontrollieren. Dieser gab jedoch Gas und versuchte, vor der Polizei zu flüchten.
Der Fahrer bog zunächst auf die Brackeler Straße ab. Im Bereich des Kreuzes Dortmund-Mitte kollidierte der Peugeot mit der Schutzplanke, der Fahrer setzte die Fahrt mit dem nicht unerheblich beschädigten Auto jedoch fort und beschleunigte dabei auf bis zu 140 km/h.
Anschließend wechselte er auf die B236 in Richtung Lünen. Am Ausbauende versuchte der Fahrer, mit etwa 80 km/h nach rechts in Richtung Lünen abzubiegen. Aufgrund der überhöhten Geschwindigkeit und der Tatsache, dass das Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt vorne links auf der Felge fuhr, verlor der Fahrer die Kontrolle über den Peugeot. Er fuhr geradeaus über eine Verkehrsinsel in ein angrenzendes Feld und blieb dort stecken.
Anschließend versuchte der Mann zu Fuß über das Feld zu flüchten, konnte aber durch die Einsatzkräfte eingeholt und festgenommen werden. Dabei leistete er erheblichen Widerstand und biss zwei Polizeibeamte in die Hand und den Finger. Die beiden Beamten erlitten dadurch leichte Verletzungen, konnten ihren Dienst aber fortsetzen. Ein weiterer Polizeibeamter verletzte sich an einem Zaun die Wade, er konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.
Ein Drogenvortest bei dem 45-jährigen Dortmunder fiel positiv auf Kokain aus, die Beamten ordneten daher eine Blutprobe an. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Peugeot gestohlen und zur Fahndung ausgeschrieben war. Die Beamten stellten das Auto sicher. Ein Streifenwagen, der sich bei der Verfolgungsfahrt im Feld festgefahren hatte, musste ebenfalls abgeschleppt werden.
Den Dortmunder erwarten nun zahlreiche Strafverfahren, unter anderem wegen Straßenverkehrsgefährdung, unerlaubten Entfernens vom Unfallort, einem verbotenen Kraftfahrzeugrennens (§ 315 d StGB), Widerstands und tätlichen Angriffs. Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt wurde der 45-Jährige in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen.
Weitere Informationen zum Stadtteil „Innenstadt-Nord“: dortmund-lebt.de/tag/Innenstadt-Nord
Quelle: www.presseportal.de
