Erster Sieg lässt weiterhin auf sich warten

Am vergangenen Tag der Deutschen Einheit hieß es für die Hörder Edelrösser Aufbruch gen Münsterland. Gastspiel beim SV Blau-Weiß Aasee. einer Mannschaft, die bis dato noch ohne jeglichen Saisonsieg dastand. Dementsprechend klar war die Marschroute, die Coach Mathias Goldenbogen nach akribischer Videoanalyse ausgegeben hatten: 3 Punkte sollten es im Ludwig-Erhard-Berufskolleg werden, ohne Wenn und Aber. Personell schien die Dortmunder Herde bestens gerüstet: Erstmals stand ein prall gefüllter 14-Mann-Kader zur Verfügung, da sämtliche Jugendspieler die Freigabe erhielten. Zudem reisten einige Verstärkungen in Form des Trainerteams Carl Schnetz, Jibril El Balhawan und Thies Lenzing, sowie die Spieler Hendrik Janthal, Leo Bogolslov und Ole Piek aus der M2 nach ihrem eigenen Erfolg verspätet, aber bestens gelaunt an. Einen schmerzhaften Ausfall gab es allerdings zu verkraften: Kapitän Adrian „Air“ Reutter verließ die Herde vorübergehend, um auf einer Hochzeit das Tanzbein zu schwingen. Als das Schiedsrichtergespann Ioannis Papadopoulos und Sergej Waldt die Partie um 19:30 Uhr anpfiff, folgte jedoch das große Erwachen. Von Beginn an agierten die Dortmunder Modellathleten in nahezu allen Elementen weit unter ihrem gewohnten Niveau. Im ersten Satz produzierten die Rothemden eine eklatante Serie von Aufschlagfehlern und machten es den Gastgebern viel zu leicht. Zwar bewies die Herde Kämpferherz und robbte sich gegen Ende des Satzes noch einmal heran, doch Aasee behielt am knapp die Oberhand. (23:25) Was im zweiten Durchgang folgte, war ein kollektiver Systemabsturz der Hörder Hengste. Das Spiel brach auf Hörder Seite komplett auseinander: Block-Abwehr fand keinen Zugriff, die Angriffsquote fiel in den Keller und die Stimmung sank auf den Nullpunkt. Nach nur 21 Minuten war die Abreibung besiegelt. (13:25) In Satz drei kehrte der Kampfgeist der Sportpferde von der Seekante spürbar zurück. Mit frischer, positiver Energie erwischte der TVH einen absoluten Traumstart und zog blitzschnell auf 5:0 davon. Ein unnötiges Aufreger-Momentum inklusive einer Gelben Karte gegen Aasee beim Stand von 2:7 und Wirbel um das Schiedsgericht brachten zusätzliche Unruhe ins Spiel. Doch Aasee gab nicht auf und kämpfte sich ab 14:18 Punkt um Punkt zurück. Die Münsteraner nutzten verlässlich jede Aufschlagrunde für ein bis zwei Breaks, während die Hörder Rösser ihre eigenen Breakchancen fahrlässig liegen ließen. Über einen hochdramatischen Gleichstand von 26:26 ging der Satz schließlich in die Verlängerung. Mit dem besseren Ende für die Gastgeber, die nach 86 Minuten den 3:0-Heimsieg bejubelten. (26:28) Lichtblick an diesem gebrauchten Abend war Michal Rdesinski, der in Abwesenheit von Adrian die Rolle als Powerhitter trug. Er war der Beste der mittelmäßigen Hörder Akteure, weshalb er sich verdient die Auszeichnung zum MVP abholte. Wir arbeiten weiter auf unseren ersten Sieg der Saison hin und hoffen nächsten Samstag, den 10.10., einigen von euch in der Hörder Festung begrüßen zu dürfen. Gerüchten zufolge sollen ehemalige M1-Legenden, unter anderem aus Norwegen, vorbeischneien um die neue Mannschaft zu bestaunen und dieses Mal untypischerweise die Säge zu Hause lassen. Den punktelosen Ausritt nach Münster angetreten haben: Linus Bungert (1), Niklas Köster (3), Ole Dieckmann (5), Sönke Frenz (6), Jan Alexander Herbort (7, L), Hendrik Janthal (8), Maximilian Steiner (10), Phil Schulenburg (11), Hendrik Hardt (12), Leo Bogoslov (14, L), Jan Pieper (18, C), Michal Rdesinski (20, MVP), Ole Piek (23), Davin Zywicki (24). Stimmen zum Spiel: Mathias: „Das müssen 3 Punkte werden.“ Pieper: „8… 9…. 10!!… 11!!! Das kann doch nicht sein!!“ Phil: „Ich komm rein und nichts läuft“ Thies: „Unsere Stimmung muss mehr wie im Affenhaus sein“

Originalmeldung bei TV Hörde 1861

Reporter am Spielfeldrand, Taktik im Kopf, Fankurve im Ohr. Nico Rasenreport schreibt schnell, beobachtet scharf, erzählt das Spiel als Stadion-Erlebnis. Kein Pathos ohne Grund, aber Leidenschaft mit Verstand. Er misst Laufwege, spürt Geschichten auf dem Platz und fängt die Energie des Reviers im Dribbling der Worte ein.

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