Fortschritte bei Umwelt und Bildung
Der Smart City Index untersucht jährlich den Digitalisierungsgrad aller deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohner*innen. Bewertet werden die fünf Kategorien Verwaltung, Energie und Umwelt, IT und Kommunikation, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Insgesamt wurden 83 Städte betrachtet.
Starker Sprung bei Energie und Umwelt
Im Bereich Energie und Umwelt entwickelt sich Dortmund sehr positiv: Von Platz 36 im Vorjahr verbessert sich die Stadt um sieben Positionen auf Rang 29. In mehreren Teilbereichen – darunter intelligente Straßenbeleuchtung, digitale Wärmeplanung und Umweltmonitoring – schneidet Dortmund besonders stark ab.
Ein Beispiel dafür ist das Dortmunder Klima-Messnetz. An 76 Standorten im gesamten Stadtgebiet erfassen Wetterstationen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Wind und Strahlung. Die gewonnenen Daten schaffen eine wichtige Grundlage, um Hitzeentwicklungen genauer zu erkennen und Maßnahmen zur Klimaanpassung gezielter zu planen. Der Bitkom hebt dieses Dortmunder Projekt im Smart City Index 2026 ausdrücklich als Best-Practice-Beispiel hervor.
Dortmund baut die datenbasierte Umweltbeobachtung zudem kontinuierlich aus. Ergänzend zum Klima-Messnetz kommen unter anderem Feinstaubsensoren sowie Sensoren zur Messung der Feuchtigkeit in Baumkronen zum Einsatz. Ziel ist es, Umweltentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Entscheidungen auf eine immer breitere Datengrundlage zu stellen.
Digitale Bildung und Teilhabe gewinnen deutlich hinzu
Besonders deutlich geht es in der Kategorie Gesellschaft und Bildung nach vorne. Hier verbessert sich die Stadt um neun Plätze von Rang 34 auf Rang 25. Besonders stark zeigt sich Dortmund bei Themen wie Digitalkompetenz, digitaler Szene und Beteiligungsmöglichkeiten.
Hinter dieser Entwicklung stehen zahlreiche konkrete Angebote. Ein Beispiel ist der Maker Space auf der uzwei im Dortmunder U, der gemeinsam mit Smart City Dortmund entstanden ist. Junge Menschen ab zwölf Jahren können dort kostenfrei programmieren, mit 3D-Druck, Lasercutter und weiteren Technologien experimentieren und eigene Projekte entwickeln. Der offene Lern- und Experimentierraum verbindet kulturelle Bildung, technisches Verständnis und digitale Kompetenzen.
Mit dem MitMachMobil wird dieser Ansatz zusätzlich in die Stadtteile getragen. Der mobile Maker Space bringt digitale Werkzeuge und neue Lernformen direkt zu den Menschen und ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu digitalen und MINT-Kompetenzen.
Auch die Digitalisierung der Dortmunder Schulen bleibt ein wichtiger Baustein. Strategische Programme zur digitalen Bildung, Investitionen in technische Infrastruktur und der weitere Glasfaserausbau schaffen die Voraussetzungen dafür, digitale Kompetenzen nachhaltig im Bildungsalltag zu verankern.
Verwaltung: Ergebnis ist Ansporn für die nächsten Schritte
Im Bereich Verwaltung fällt Dortmund im bundesweiten Vergleich von Platz 4 auf Rang 14 zurück. Das Ergebnis zeigt zugleich, mit welcher Geschwindigkeit die deutschen Großstädte ihre Verwaltungsdigitalisierung derzeit vorantreiben. Da der Smart City Index ein relatives Ranking ist, können sich Platzierungen auch dann verändern, wenn vor Ort weitere Fortschritte erzielt werden und andere Städte gleichzeitig noch schneller vorankommen.
„Zwei Plätze nach oben im Gesamtranking und deutliche Fortschritte bei Umwelt und Bildung zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig nehmen wir das Ergebnis bei der Verwaltung als klaren Ansporn: Wir wollen die großen Digitalisierungsthemen jetzt mit noch mehr Tempo vorantreiben und dafür sorgen, dass die Fortschritte für die Dortmunderinnen und Dortmunder im Alltag spürbar werden“, sagt Stadtdirektor Christian Uhr.
Die Grundlagen dafür sind gelegt: Weitere Online-Dienstleistungen, moderne digitale Verwaltungsprozesse, die elektronische Akte, digitale Bezahlmöglichkeiten sowie der verantwortungsvolle Einsatz Künstlicher Intelligenz gehören zu den zentralen Themen der kommenden Zeit.
Dortmunds digitale Transformation gewinnt an Breite
Der Smart City Index 2026 zeigt, dass Dortmund bei der digitalen Stadtentwicklung weiter vorankommt. Besonders die deutlichen Verbesserungen in den Bereichen Umwelt und Bildung machen sichtbar, wie Digitalisierung konkret zur Lebensqualität in der Stadt beitragen kann.
Der Sprung auf Platz 21 gibt Rückenwind für den weiteren Weg. Erfolgreiche Projekte sollen ausgebaut, neue Lösungen in die Fläche gebracht und dort, wo das Ranking weiteres Potenzial zeigt, Tempo und Umsetzung weiter erhöht werden.
Smart City Index 2026 | Bitkom e. V.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
