Fertigstellungsvereinbarung unterschrieben: DSW21 erhält 64 modernisierte B-Wagen

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Fertigstellungsvereinbarung unterschrieben: DSW21 erhält 64 modernisierte B-Wagen

17.09.2026

Die Modernisierung der Dortmunder Hochflur-Stadtbahnen ist vertraglich gesichert: DSW21 erhält 64 umfassend modernisierte B-Wagen. Fahrgäste profitieren künftig von einer größeren, moderneren und komfortableren Stadtbahnflotte.

Die Dortmunder Fahrgäste können sich auf 64 modernisierte Stadtbahnwagen in der Hochflur-Flotte (»B-Wagen«) freuen. DSW21 hat eine entsprechende Fertigstellungsvereinbarung ausverhandelt und unterschrieben. Das sogenannte »B-Wagen«-Projekt, das auch die Produktion von 34 Neufahrzeugen umfasst, kann voraussichtlich bis Anfang 2033 abgeschlossen werden. 300 Mio. € investiert das Nahverkehrsunternehmen in das ambitionierte Projekt. Die Dortmunder Stadtbahn-Flotte wächst dadurch auf insgesamt 145 Fahrzeuge an – vor dem »B-Wagen«-Projekt waren es 121 Bahnen. Trotz der Verzögerungen durch Corona, den Ukraine-Krieg und das zwischenzeitliche Insolvenzverfahren gegen einen der Auftragnehmer, die Leipziger »Heiterblick Straßenbahnen GmbH« (HBS), bedeutet das gegenüber dem Ursprungsplan eine Verschiebung um »lediglich« zwei Jahre. Wegen der HBS-Insolvenz stand das Projekt vorübergehend sogar auf der Kippe. Mittlerweile ist die polnische Pojazdy Szynowe PESA Bydgoszcz SA (PESA) dort als strategischer Investor eingestiegen, und das Insolvenzverfahren ist aufgehoben worden.Flotte wird größer und moderner

Beide Unternehmen und auch die Kiepe Electric GmbH, die für die elektronische Ausstattung der Fahrzeuge verantwortlich zeichnet, haben stets ihre Bereitschaft erklärt, das Modernisierungsprojekt durchzuführen und erfolgreich zum Abschluss zu bringen. „Die grundsätzliche Übereinkunft in ein konkretes Vertragswerk mit allen Details zu überführen, war nochmal eine Herausforderung. Aber auch dies haben wir souverän hinbekommen“, sagt DSW21-Verkehrsvorstand Ulrich Jaeger und fügt an: „Für den Nahverkehr in Dortmund und uns als Verkehrsunternehmen ist das ein Meilenstein. Unsere Flotte wird größer und moderner. Davon werden unsere Fahrgäste direkt profitieren.“ Die zusätzlichen Kapazitäten – etwa auf der Stadtbahnlinie U47 – spüren die Fahrgäste bereits jetzt.

Bundesweit einmaliges Fahrzeugprojekt

Rückblende: Im Jahr 2018 hatte das Dortmunder Verkehrsunternehmen die Firmen Heiterblick und Kiepe mit der Produktion von zunächst 26 Neufahrzeugen sowie mit der Modernisierung der B-Wagen-Bestandsflotte (64 Fahrzeuge) beauftragt. Später kamen noch einmal acht Neufahrzeuge hinzu. Es handelt sich um ein bundesweit einmaliges Projekt, bei dem erstmals neue Stadtbahnwagen und eine zu modernisierende Bestandsflotte dieselbe innovative Ausstattung wie etwa die Fahrzeug-Absenkung erhalten und auch miteinander kuppelbar sind. Aus wirtschaftlicher Sicht macht das Projekt ebenso Sinn, da die Modernisierung eines Wagens deutlicher kostengünstiger und nachhaltiger ist als der Kauf eines Neufahrzeugs.

Modernisierung der Bestandsflotte soll 2033 abgeschlossen sein

Modernisiert wurde bislang erst einer der 64 vorhandenen Hochflurwagen, die auf den Linien U41, U42, U45, U46, U47 und U49 eingesetzt werden. Er durchläuft derzeit das Zulassungsverfahren, die sogenannte Typprüfung, und soll bis Jahresende in den Linienbetrieb gehen. Aufgrund der besonderen Umstände hatte die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) die Frist für die Abnahme verlängert. Die übrigen Hochflur-Wagen werden nun nach und nach zur Modernisierung nach Leipzig gebracht. Bestimmte Arbeitsschritte – wie etwa die vollständige Aufarbeitung der Fahrwerke und Drehgestelle – vollzieht DSW21 in Eigenregie am Betriebshof in Dorstfeld. Von den Neufahrzeugen sind mittlerweile 30 in Dortmund und werden größtenteils bereits im Linienbetrieb eingesetzt. Das letzte Neufahrzeug wird bis spätestens im Frühjahr 2027 in der Westfalenmetropole erwartet.

Fotos im Anhang:Die Neufahrzeuge von DSW21 in Dortmund.Quelle: Jörg Schimmel / DSW21

Quelle: https://www.bus-und-bahn.de/news-presse

Henning Taktmann ist seit vielen Jahren als Reporter für Verkehr und Mobilität unterwegs. Der Dortmunder berichtet über Entwicklungen im ÖPNV, Infrastrukturprojekte und die tägliche Lage auf Bus- und Bahnlinien. Mit seinem klaren, verständlichen Stil macht er komplexe Verkehrsthemen für alle zugänglich und gilt als eine der verlässlichen journalistischen Stimmen im Ruhrgebietsverkehr.

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