Stadt Dortmund macht beim Schulbau Tempo: Weitere Umsetzungsschritte für das Sofortpaket „Weiterführende Schulen“ gehen in die Gremien

Neue Schulplätze entstehen in Brackel, Eving und Hacheney – erste Maßnahmen sind bereits auf dem Weg

Dabei beginnt die Umsetzung nicht erst mit den jetzt anstehenden Beschlüssen. Erste Arbeiten laufen bereits. In Hacheney werden beispielsweise mit den notwendigen Rückbauten auf dem Grundstück die Voraussetzungen für den anschließenden Schulbau geschaffen.

Um die dringend benötigten Schulplätze in möglichst kurzer Zeit zu schaffen, hat die Stadt das Sofortpaket „Weiterführende Schulen“ geschnürt. Die Projekte aus dem Sofortpaket werden mit Priorität behandelt. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Es gibt eine gesetzliche Schulpflicht, und die Stadt Dortmund muss die dafür erforderlichen Schulplätze und Strukturen bereitstellen.

Bedarf an Schulplätzen steigt

Die Zahl der schulpflichtigen Kinder und damit der Bedarf an Schulplätzen hat sich in Dortmund in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Unterschiedliche Entwicklungen – unter anderem bei Bevölkerungsentwicklung und Zuzug – wirken dabei zusammen. Besonders hoch ist der zusätzliche Bedarf an Gesamtschulen und Gymnasien.

Schulbau ist fachlich, planerisch, rechtlich und finanziell komplex. Um trotzdem möglichst schnell voranzukommen, werden verschiedene Bausteine parallel durch mehrere Fachbereiche und Dezernate bearbeitet. Deshalb sind für das Sofortpaket mehrere aufeinander abgestimmte Beschlussvorlagen erforderlich. Die Reihenfolge der Maßnahmen orientiert sich insbesondere an der zeitlichen Dringlichkeit und daran, was im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel umgesetzt werden kann.

Die Stadt hat drei Standorte festgelegt, an denen zusätzliche Schulplätze ab Klasse 5 entstehen sollen: Brackel (Ortsteil Wambel, nördlich der Sendstraße), Eving (nördlich des Heisenberg-Gymnasiums) und Hacheney (Fläche der ehemaligen Erstaufnahme-Einrichtung). Der Rat hat bereits beschlossen, dass die ab dem Schuljahr 2027/28 benötigten zusätzlichen Schulraumbedarfe zunächst durch Interimsquartiere gedeckt werden.

Mehrere Umsetzungsvorlagen bringen das Sofortpaket in die nächste Phase

Rund ein Jahr nach den Grundsatzentscheidungen des Rates gehen nun mehrere weitere Umsetzungsvorlagen in den politischen Gremienlauf. Sie greifen ineinander und betreffen unterschiedliche Bausteine: von Interimsstandorten und dauerhaften Schulgebäuden über Sporthallen bis hin zu schulorganisatorischen Entscheidungen.

Kurzüberblick: Darum geht es in den Vorlagen

  • Reihenfolge der Maßnahmen: Eine übergreifende Vorlage legt fest, in welcher Reihenfolge die weiteren Bausteine des Sofortpakets umgesetzt werden sollen. Damit können die besonders zeitkritischen Maßnahmen zuerst vorangetrieben und die weiteren Projekte entsprechend der Haushaltsmöglichkeiten schrittweise umgesetzt werden.
  • Interimsquartiere Brackel und Derne: Die Interimsquartiere in Brackel und Derne haben die höchste Priorität im Sofortpaket. Sie müssen ab dem Schuljahr 2027/28 die erforderlichen zusätzlichen Schulplätze bereitstellen. Beide Standorte sind bereits in Planung. Eine gleichwertige Alternative zur rechtzeitigen Bereitstellung der erforderlichen Kapazitäten besteht derzeit nicht. Aufgrund zusätzlicher technischer und grundstücksbezogener Anforderungen steigen die Kosten gegenüber den bisherigen Planungen. Für Brackel werden derzeit Mehrkosten von rund 4,8 Mio. Euro, für Derne von rund 658.000 Euro erwartet.
  • Dauerhafter Schulstandort Brackel: Am Standort Brackel wird zum Schuljahr 2027/28 zunächst ein Interimsquartier für die Sekundarstufe I des neuen Gymnasiums eingerichtet. Da dessen Kapazität mit dem weiteren Aufwachsen der Schule absehbar nicht dauerhaft ausreichen wird, muss die Stadt parallel die dauerhafte Lösung vorbereiten. So können die benötigten Schulplätze rechtzeitig gesichert und weitere kostenintensive Interimslösungen vermieden werden. Der dauerhafte Neubau des geplanten Gymnasiums einschließlich der dazugehörigen Sporthalle soll aufgrund der räumlichen Bedingungen und aus wirtschaftlichen Gründen in einem zusammenhängenden Bauabschnitt umgesetzt werden.
  • Dauerhafter Schulstandort Eving: Am Standort Derne entsteht zunächst das Interimsquartier für die neue Gesamtschule. Parallel muss die dauerhafte Sekundarstufe I am Standort Eving vorbereitet werden, damit mit dem Aufwachsen der Schule rechtzeitig ausreichende Kapazitäten zur Verfügung stehen. Weitere Bausteine – insbesondere die Sekundarstufe II und die Sporthalle – können entsprechend dem tatsächlichen zeitlichen Bedarf und den finanziellen Möglichkeiten nachgelagert umgesetzt werden.
  • Hacheney: In Hacheney laufen mit den Rückbau- und vorbereitenden Arbeiten bereits erste sichtbare Umsetzungsschritte. Mit der Verlagerung und Erweiterung der Gesamtschule im Süden entstehen zusätzliche dauerhafte Schulkapazitäten. Die vorgesehene Vierfach-Sporthalle bleibt Bestandteil des Standorts, kann gegenüber den unmittelbar benötigten Schulgebäuden jedoch zeitlich nachgeordnet umgesetzt werden.
  • Schulorganisatorische Entscheidungen: Parallel zu den baulichen Beschlüssen bringt die Schulverwaltung die erforderlichen schulorganisatorischen Entscheidungen für die neuen und weiterzuentwickelnden Schulen in den politischen Gremienlauf ein. Schulgründung, Schulentwicklung und die Bereitstellung der notwendigen Gebäude greifen dabei unmittelbar ineinander.

 Überblick über die geplanten Investitionskosten der geplanten Beschlüsse am 1.10.2026

Sekundarstufe II Gesamtschule in Hacheney

24.300.000 €

Sporthalle Gesamtschule in Hacheney

18.900.000 €

Sekundarstufe I Gymnasium in Brackel

70.000.000 €

Sekundarstufe II Gymnasium in Brackel

26.500.000 €

Sporthalle Gymnasium in Brackel

18.600.000 €

Sekundarstufe I Gesamtschule in Eving

80.900.000 €

Sekundarstufe II Gesamtschule in Eving

20.500.000 €

Sporthalle Gesamtschule in Eving

18.600.000 €

Mehrbedarfe für Interimsquartier in Wambel und Derne

6.600.000 €

Gesamt

285.000.000 €

Die geplanten Gesamtinvestitionskosten des Sofortpakets „Weiterführende Schulen“ aus den eingeleiteten Maßnahmen, bereits gefassten Beschlüssen und den Beschlussvorlagen für die Ratssitzung am 1. Oktober belaufen sich auf ca. 415 Mio. Euro.


Weitere Infos zum Stadtteil Brackel finden Sie hier.

Weitere Infos zum Stadtteil Eving finden Sie hier.

Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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