Was verbindet Beethoven, Rockmusik und moderne Medizin? Beim ausverkauften medizin meets musik trafen drei Chefärzte des St. Johannes Hospitals auf Generalmusikdirektor Jordan de Souza und Musiker*innen der Dortmunder Philharmoniker. Im Jubiläumsjahr des Krankenhauses entstand so ein Abend, der die engen Verbindungen zwischen Musik, Körper und Seele beleuchtete.
Medizinische Vorträge zu Beethoven, Rockmusik im Herz-OP und Musik bei Krebserkrankungen wurden am Donnerstag, 10. September 2026, im Gartensaal des Baukunstarchivs Dortmund mit Musik von Beethoven, Borodin bis Apocalyptica kombiniert. Das ausverkaufte Format medizin meets musik – Wenn Wissenschaft auf Klang trifft brachte anlässlich des 175-jährigen Jubiläums des St. Johannes Hospitals drei Chefärzte mit einem Kammerensemble der Dortmunder Philharmoniker sowie Generalmusikdirektor Jordan de Souza zusammen. Moderiert wurde der Abend von Musikjournalist Prof. Dr. Holger Noltze.
Im Mittelpunkt stand eine Verbindung, die über den Abend hinausreicht: Musik wirkt auf Körper und Psyche, spendet Kraft und begleitet Menschen in schwierigen Lebenslagen. Gleichzeitig beeinflussten Krankheiten das Leben und Schaffen großer Komponisten. Diese Wechselwirkungen wurden aus verschiedenen medizinischen Blickwinkeln betrachtet. Priv.-Doz. Dr. Guido Dohmen nahm die Zuhörer mit in die Welt der Rock- und Popmusik im Herz-OP unter dem Titel Knockin’ on Heaven’s Door. Priv.-Doz. Dr. Jan Peter Thomas widmete sich Beethovens fortschreitendem Hörverlust. Priv.-Doz. Dr. Ralf Georg Meyer beleuchtete unter Cancer – Concerts – Coping, welche Rolle Musik für die seelische Gesundheit bei Krebserkrankungen spielen kann.
Wenn Wissenschaft auf Klang trifft
Für den musikalischen Teil sorgten Musiker*innen eines Kammerensembles der Dortmunder Philharmoniker. Das Repertoire reichte von Borodin und Beethoven bis hin zu Apocalyptica. So entstand ein Wechselspiel aus medizinischer Einordnung, Gespräch und musikalischer Darbietung. Musik kann Körper und Psyche stärken und Menschen in schwierigen Situationen begleiten. Gleichzeitig haben Krankheiten das Leben und Werk großer Komponisten geprägt. Diese unterschiedlichen Perspektiven verband der Abend und machte sie für das Publikum unmittelbar erlebbar. Die Moderation von Prof. Dr. Holger Noltze verknüpfte die medizinischen und musikalischen Beiträge. Vorträge, Gespräche und live gespielte Musik ergänzten sich zu einem gemeinsamen Format.
Die volle Besetzung des Gartensaals zeigte das große Interesse an diesem besonderen Ansatz. medizin meets musik wurde so zu einem weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr zum 175-jährigen Bestehen des St. Johannes-Hospitals und zugleich zu einem Beispiel dafür, welche neuen Perspektiven entstehen können, wenn Krankenhaus und Kultur zusammenwirken.
