Mehrere Tausend Menschen besuchten die gut 50 Denkmäler in Dortmund

Viele Veranstaltungen und Führungen waren schon vorher ausgebucht, doch die meisten Angebote waren frei und anmeldungsfrei verfügbar. Und das nutzen Viele, um sich ihre ganz persönliche Tour zusammenzustellen. 

Beteiligte freuen sich über die Resonanz

„Besonders schön war die Eröffnung mit der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, die mit einem musikalischen Programm verbunden war.“, so Anna Gerhard von der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur zur Veranstaltung auf Kokerei Hansa. Das Besondere dabei war, dass junge Menschen einen Teil des Programms gestalteten. Highlight auf diesem Industriedenkmal-Areal waren zudem die Führungen über den künftigen IGA-Kokereipark, der sich bis zum Nahverkehrsmuseum Mooskamp erstreckt.

Dort war am Samstag von Oberbürgermeister Alexander Kalouti diese besondere Denkmalveranstaltung eröffnet worden: „Denkmalschutz ist keine Nostalgie. Es geht nicht darum, unsere Stadt in einem bestimmten Zustand festzuhalten. Es geht darum, zu wissen, woher wir kommen, wenn wir darüber entscheiden, wohin wir gehen. Denkmäler geben einer Stadt Identität und Orientierung.“

Großer Andrang am alten Hafenamt

Orientierung boten die zahlreichen Führungen durch ehrenamtlich engagierte, professionelle Guides und Mitarbeitende der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Dortmund. So kam Ralf Herbrich im Alten Hafenamt kaum durch die Gruppe der zahlreichen Besucher*innen, die von ihm etwas über die Geschichte und die beeindruckende Architektur des Gebäudes erfahren wollten. Und Herbrich lieferte Details, scheute vor Vergleichen mit der Architektur von Gustave Eiffel nicht zurück und steckte mit seiner Begeisterung für diesen historischen Dortmunder Schatz die Teilnehmenden schnell an.

Raumplaner Thomas Eltner hatte erstmals eine Fahrradtour auf den Spuren der Hoesch-Hafenbahn angeboten: „Mich hat es sehr gefreut, dass so viele Personen dabei waren. Mein Highlight waren die Geschichten von Heinrich Hölscher (ADFC) aus seiner Kindheit, die sehr schön den Wert von Denkmalschutz, goldener Energie und der bewussten Weiterentwicklung unserer Stadt unter Berücksichtigung ihres baukulturellen Werts gehighlightet hat. Hier fand ich das Zusammenkommen unterschiedlicher engagierter Gruppen richtig cool.“ Der Tag des offenen Denkmals bot also als eine gute und schöne Gelegenheit, Wissen zu erweitern und im Sinne des diesjährigen Mottos zu netzwerken. 

Humannshof erstmals dabei – permanente Führungen

Erstmals teilgenommen hatte der ehemalige Humannshof, ein niederdeutsches Hallenhaus in Vierständerbauweise, erstmals erwähnt 1486. Hans Balzereit, Eigentümer des ehemaligen Humannshofes: „Da die zugänglichen Bereiche aufgrund des Zustands des Gebäudes noch überschaubar sind, konnten wir zu zweit nahezu durchgehend Einzelpersonen und kleine Gruppen mit bis zu sechs Personen durch den Humannshof führen. Viele von ihnen besitzen selbst ein Fachwerkhaus und haben eigene Erfahrungen mit dessen Sanierung gesammelt. Ein Besucher war sogar aus dem schönen Erfurt angereist. Unser Fazit: Es war keine „Massenveranstaltung“, aber rundum ein gelungener Tag mit vielen interessanten Gesprächen und neuen Kontakten.“

Dr. Nancy Bodden vom Westfälischen Wirtschaftsarchiv: „Wir haben uns über insgesamt 53 Besuchende und ihr großes Interesse sehr gefreut. Das war weit mehr als wir erwartet hatten. Wir haben seit vielen Jahren mal wieder mitgemacht beim Tag des offenen Denkmals und werden es im nächsten Jahr bestimmt wieder tun.“

NRW-Ministerin besuchte Haus Wenge zum Tag des Offenen Denkmals 

Prominenter Gast im Haus Wenge war die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Ina Brandes. Das Haus Wenge freute sich über viele Besucher*innen aus der weiteren Umgebung – unter anderem aus Hagen, Iserlohn, Köln, Münster und Neuss.

Volle Fahrt ging es mit dem Oldtimer-Bus zu wertvollen Kirchen im Dortmunder Nordwesten. Bruno Wittke, Kunsthistoriker und freier Mitarbeiter der UDB Dortmund berichtet: „Die Fahrt im Anderthalbdecker war für sich schon ein besonderes Erlebnis. Neben den alten Kirchen kam die Kirche Mariä Heimsuchung von 1977 besonders gut an. Es war für viele ein besonderes Erlebnis, eine Kirche aus dieser Zeit zu sehen. Insgesamt waren gerade die jüngeren Kirchen (auch die Umgestaltung der Verheißungskirche von 2009) in gewisser Weise Highlights, die nicht so erwartet wurden und begeisterten.“

 


Weitere Infos zum Stadtteil Hörde finden Sie hier.

Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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