Einiges schon ausgebucht – Was ist in welchem Stadtteil los? Spezial-Text-Angebote für die Medien
Dortmund ist von Anfang an mit dabei – schon zum 33. Mal macht Dortmund beim Tag des offenen Denkmals mit – diesmal am Samstag und Sonntag (12. und 13. September). Das bundesweite Motto ist: „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Dabei stehen historische Verbindungen aus den Bereichen Versorgung, Verkehr und Kommunikation besonders im Fokus.
Das umfangreiche Programm, aktuelle Updates und Änderungen, Anmeldemöglichkeiten – all das ist jederzeit auffindbar unter dortmund.de/denkmaltag. Die meisten Programmpunkte benötigen keine Anmeldung. Zu dem vielfältigen Programm zählen neben Führungen, Konzerten sowie einer Rad- und Bustour auch Angebote für Kinder, eine Lesung und eine Ausstellung Design-Studierender. Die Eröffnung mit Oberbürgermeister Alexander Kalouti im Nahverkehrsmuseum Mooskamp ist eine öffentliche Veranstaltung, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Beginn ist 17 Uhr.
Schon ausgebucht oder noch verfügbar
Bereits ausgebucht sind der Skywalk auf PHOENIX West (Programmpunkt Nr. 11), Führungen im Westfalenpark mit Besichtigung des Florianturms sowie die Führungen durch das Film Casino (Nr. 37).
Noch wenige freie Plätze gibt es bei diesen anmeldepflichtigen Angeboten:
- Samstag: Familiengerechte Technikführung unter der Leitung der Denkmalpflegerin Dr. Alexandra Apfelbaum inklusive Fahrt mit der vollautomatisch gesteuerten Großkabinen-Hängebahn an der Universität (Nr. 17)
- Samstag & Sonntag: Begehung des Alten Hafenamtes mit dem Denkmalpfleger Ralf Herbrich inklusive Besichtigung der multimedialen Kunstausstellung „AUFBRUCH. HAFENAMT. DORTMUND“ (Nr. 21)
- Sonntag: Bustour mit einem historischen Linienbus durch Teile der Dortmunder Kirchenlandschaft (Nr. 2)
- Besichtigung der ansonsten nicht zugänglichen Akademie in der Hörder Burg (Nr. 9)
- Sonntag: Kinder-Techniktour inklusive Seil- und Kleinbahnfahrten im Westfalenpark mit Dr. Alexandra Apfelbaum von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Dortmund (Nr. 28)
- Sonntag: Führung „Stadtkern – Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Dortmunder Innenstadt“ unter der Leitung des Denkmalpflegers Hendrik Gödecker (Nr. 38)
- Samstag & Sonntag: Führungen zur Ausgrabung einer spätkaiserzeitlichen Ansiedlung bei Haus Dellwig mit Dr. Eva Cichy, Wissenschaftliche Referentin beim LWL, und Tobias Zacharias von der Stadtarchäologe Dortmund (ohne Nr.): Nach einer kleinen Sondierungsgrabung 2024 wird dort eine größere Fläche auf einem Acker bei Haus Dellwig untersucht. Bereits bei der ersten Sondierung kamen Befunde zutage, die vermutlich in die spätkaiserliche Zeit der Römer datieren. Diese Epoche umfasst etwa das 3. bis frühe 5. Jahrhundert n. Chr. und markiert die letzte Phase der römischen Kaiserzeit. Zu den Funden zählen ein Brunnen mit römischen Tonscherben. Ein nicht alltäglicher Fund war der Überrest eines Töpferofens mit Fehlbränden, die in einer Grube entsorgt worden waren. Dieser Komplex zeigt gut den Prozess des Töpferhandwerks und veranschaulicht sowohl den Erfolg sowie als auch das Scheitern des Herstellungsprozesses.
Die Anmeldungen laufen über das Denkmaltag-Orgateam und müssen bis spätestens 10. September eintreffen – entweder per E-Mail: denkmaltag@stefan-nies.de oder unter der Telefonnummer 0231 / 95296583 (Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 14 Uhr).
Kostenfreie Highlights auf der Kokerei Hansa und im Zukunftsgarten
An der Kokerei Hansa von 10 bis 16 Uhr erwartet die Besucher*innen ein abwechslungsreiches Programm. Die Kokerei Hansa steht beispielhaft für das Zusammenspiel unterschiedlicher Netzwerke. 64 Jahre lang (1928–1992) stand sie im Zentrum der Verbundwirtschaft der Dortmunder Montanindustrie. Sie bezog Steinkohle von benachbarten Zechen, lieferte Koks an das Hüttenwerk Dortmunder Union, Nebenprodukte wie Teer, Benzol und Ammoniak an die chemische Industrie sowie Kokereigas an die Ruhrgas AG. Zu jeder vollen Stunde bieten industriehistorische Führungen durch das Denkmal (letzter Rundgang um 15 Uhr) Einblicke in die Geschichte und Technik der ehemaligen Großkokerei und zeigen die Transformation vom Industriestandort zum Industriedenkmal. Der Rundgang führt vorbei an eindrucksvollen Maschinen und Produktionsanlagen und vermittelt anschaulich, wie auf der Kokerei einst Koks entstand. In der Kompressorenhalle kann nachempfunden werden, wie die gigantischen Maschinen zu Betriebszeiten arbeiteten. Ihre Aufgabe bestand darin, das im Verkokungsprozess entstandene Gas zu verdichten, um es in das städtische Ferngasnetz Dortmunds einzuspeisen. Ein besonderes Highlight der Führungen ist der Schaubetrieb eines historischen Kompressors, der in Bewegung gesetzt wird und die Technik der ehemaligen Großkokerei eindrucksvoll erlebbar macht.
Mit den Entwicklungen für die Internationale Gartenausstellung (IGA) Ruhrgebiet 2027 entstehen an der Kokerei Hansa auch neue Verbindungen in den Stadtteil: Eine neue Parkanlage entsteht auf der nördlichen, zwischenzeitlich abgeräumten ehemaligen Betriebsfläche der Kokerei Hansa mit verschiedenen Aufenthaltsbereichen und Angeboten für Sport, Spiel und Erholung. Während der Gartenschau wird der Kokereipark zum eintrittspflichtigen Ausstellungsbereich gehören, danach wird die neue Grünanlage kostenlos für die Öffentlichkeit freigegeben. In zwei ca. zweistündigen Rundgängen über das Gelände wird das Amt für Stadterneuerung der Stadt Dortmund die Planungen und die aktuellen Bauprojekte im Kokereipark vorstellen. Start ist um 10 Uhr und um 12:30 Uhr jeweils am Infopunkt der Kokerei. Die Führungen verlaufen teils direkt durch die Baustellenbereiche und sind nicht barrierefrei, festes Schuhwerk ist daher Voraussetzung für die Teilnahme.
Redaktionshinweis:
Für Medien, die stadtteilbezogene Angebote veröffentlichen möchten, bieten wir im Anhang spezielle Texte (PDF-Format) und Fotos an. Wir freuen uns, wenn Sie die Touren als Angebot aufgreifen für Leser*innen, die gerne in ihrer Umgebung auf Entdeckungsreise gehen möchten. Die Fotos sind als Ansichten in den PDFs anzuschauen und werden auf Wunsch schnell geliefert: cschoen@stadtdo.de.
Weitere Infos zum Stadtteil Hörde finden Sie hier.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
