Seit 20 Jahren bekommen langzeitarbeitslose Menschen in Dortmund neue Chancen

Die Fachstelle für Beschäftigungsförderung schafft Perspektiven, stärkt Teilhabe und unterstützt den Weg in Arbeit und Ausbildung

Die Fachstelle bietet Menschen neue Chancen und hilft ihnen dabei, wieder im Arbeitsleben Fuß zu fassen. Dabei geht es nicht nur um den nächsten Schritt in Richtung Arbeit. Auch die soziale Teilhabe und die persönliche Stabilisierung spielen eine wichtige Rolle. Die 54 Mitarbeitenden der Fachstelle nutzen verschiedene Förderangebote des Bundes. Dadurch können Menschen zeitlich befristet im Stadtkonzern mitarbeiten und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln.

Viele unterschiedliche Möglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Dazu gehören zum Beispiel Tätigkeiten in Büros, in Wirtschaftsküchen von Kindertageseinrichtungen oder im Service an Schulen. Auch bei der Pflege von Grünflächen unterstützen Teilnehmende die städtischen Bereiche.

Diese Vielfalt schafft gute Voraussetzungen, um die jeweiligen Fähigkeiten und Interessen zu berücksichtigen. Gleichzeitig können die Menschen wieder einen geregelten Arbeitsalltag erleben, neue Erfahrungen sammeln und ihre Beschäftigungsfähigkeit stärken.

„Es ist in der kommunalen Landschaft nicht selbstverständlich, dass eine Stadt schon seit so vielen Jahren zur Stabilisierung von langzeitarbeitslosen Menschen eigene Ressourcen bereitstellt“, sagt Sozialdezernentin Frauke Füsers.

Der Leiter des Sozialamtes, Michael Gonas, ergänzt: „Umso mehr freue ich mich, dass dieser wichtige Bereich ein Teil des Sozialamtes ist. Er wird auch zukünftig dazu beitragen, Dortmunderinnen und Dortmundern echte Teilhabemöglichkeiten zu bieten.“

750 Plätze im Stadtkonzern

Aktuell stehen im Stadtkonzern rund 750 Plätze für geförderte Beschäftigung zur Verfügung. Rund 340 engagierte Mitarbeitende begleiten die Menschen an ihren Einsatzorten.

Sie unterstützen bei der täglichen Arbeit und stehen auch bei persönlichen oder beruflichen Fragen zur Seite. Besonders wichtig ist dabei die enge Begleitung vor Ort. Sozialpädagog*innen besuchen die Einsatzstellen regelmäßig und sprechen mit den Teilnehmenden sowie den Verantwortlichen vor Ort.

Im Durchschnitt kommen dabei rund 850 Besuche pro Jahr zusammen. So kann die Fachstelle früh erkennen, wenn Unterstützung nötig ist, und gemeinsam mit den Beteiligten nach Möglichkeiten und Lösungen suchen.

Individuelle Wege in Arbeit und Ausbildung

Bereichsleiterin Regina Mack hebt vor allem die große Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten hervor. „Dadurch kann die Fachstelle stärker auf die unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Menschen eingehen. Für manche steht zunächst die Stabilisierung im Mittelpunkt. Andere können den nächsten Schritt direkt in Richtung Arbeit oder Ausbildung gehen. Auch geförderte Beschäftigung kann dabei ein wichtiger Zwischenschritt sein.“

Die Stadt Dortmund profitiert ebenfalls von diesem Angebot. Seit 2024 hat sie 53 Menschen, die zuvor an einer geförderten Beschäftigung teilgenommen hatten, dauerhaft eingestellt. Sie arbeiten unter anderem an Schulen sowie beim Grünflächenamt und beim Sozialamt.

Frauke Füsers: „Solche Übergänge zeigen, wie sinnvoll die Förderung wirkt. Die neuen Kolleginnen und Kollegen bringen ihre Fähigkeiten im Arbeitsalltag ein und erschließen sich neue berufliche Perspektiven. Gleichzeitig gewinnt die Stadt engagierte Mitarbeitende.“

Rund 2.400 Menschen seit 2022 erreicht

Für die Zeit seit dem Start der Fachstelle 2006 liegen die kompletten Daten leider wegen der Umstellung auf ein anderes Fachverfahren vor vier Jahren nicht mehr vollständig in einer einheitlich auswertbaren Form vor.

Deshalb stehen zuverlässig auswertbare Daten erst ab Juli 2022 zur Verfügung. Seitdem haben rund 2.400 Menschen an 28 verschiedenen Arbeitsgelegenheiten teilgenommen. Zusätzlich haben 709 Menschen einen befristeten Arbeitsvertrag nach dem sogenannten § 16i SGB II erhalten.

Rund 280 Menschen haben anschließend den nächsten Schritt in Ausbildung oder Arbeit geschafft, dazu zählen auch geförderte Stellen.

Viele Gespräche und rund 680 Einstellungen pro Jahr

Auch die Zahlen aus den vergangenen Jahren zeigen den hohen Bedarf an den Angeboten der Fachstelle. Für die 750 Plätze führt die Stadt im Durchschnitt mehr als 1.080 Einstellungsgespräche pro Jahr.

Rund 680 Menschen beginnen jedes Jahr eine geförderte Beschäftigung. Dabei richten sich die konkreten Zahlen unter anderem nach den unterschiedlichen Laufzeiten der Maßnahmen und den verfügbaren Fördermitteln des Bundes.

Hinter diesen Zahlen stehen Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen. Die Fachstelle schaut deshalb genau hin und versucht, für jede Person einen passenden Einsatz zu finden.

Beschäftigung schafft Teilhabe

Seit 20 Jahren verbindet die Fachstelle Beschäftigung mit persönlicher Unterstützung. Sie gibt Menschen die Möglichkeit, wieder aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen, Erfahrungen zu sammeln und neue Kontakte zu knüpfen. Auch auf diese Weise verfolgt sie ein zentrales Ziel des Sozialamtes und des Sozialdezernates: Alle Menschen in Dortmund sollen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Viele Einsatzstellen im Stadtkonzern bieten dafür gute Bedingungen. Gleichzeitig entstehen durch die enge Begleitung Chancen auf weitere Schritte in Ausbildung oder Arbeit.

Mit ihrem langjährigen Engagement setzt die Stadt Dortmund damit ein Zeichen für soziale Teilhabe und berufliche Perspektiven. Die Fachstelle für Beschäftigungsförderung bleibt auch künftig ein wichtiger Bestandteil dieses Angebots.


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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