Videobeobachtung im Dietrich-Keuning-Park wird um ein Jahr verlängert

Lfd. Nr.: 0558

Seit März 2023 hat die Polizei Dortmund im Dietrich-Keuning-Park Videotechnik installiert. Turnusgemäß wurde nun die Kriminalitätsentwicklung für diesen Bereich ausgewertet. Ergebnis: Die Videobeobachtung wird für ein weiteres Jahr verlängert.

Diese Auswertung ist vom Gesetz vorgeschrieben und muss rechtzeitig vor Ablauf eines Jahres regelmäßig durchgeführt werden. Denn bei der Videobeobachtung handelt es sich um einen nicht unerheblichen rechtlichen Eingriff, der nur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt angeordnet werden darf. Diese ergeben sich aus dem § 15a PolG NRW. Hier geht es insbesondere auch um die Klassifizierung dieses Ortes als Kriminalitätsschwerpunkt, der unter anderem durch die Videobeobachtung minimiert werden soll.

Die Auswertung für den Dietrich-Keuning-Park weist nun unterschiedliche Ergebnisse auf:

Während sich die Eigentumsdelikte seit Beginn der Maßnahme von 73 auf 27 Fälle reduziert haben, sind die Straftaten nach Betäubungsmittelgesetz von 152 auf sogar 160 angestiegen (Zusatz für Redaktionen: alle angegebenen Werte beziehen sich vom 31. Mai 2023 bis zum 31. Mai 2026 gemäß der Eingangsstatistik. Die Eingangsstatistik kann sich von der polizeilichen Kriminalstatistik, die die Ermittlungsergebnisse als Ausgangsstatistik berücksichtigt, immer zu einem gewissen Anteil unterscheiden.)
Neben der Tatsache, dass die Betäubungsmittelkriminalität ein klassischer Kontrolldeliktsbereich ist, muss man auch die Einführung der Teillegalisierung von Cannabis im Jahr 2024 berücksichtigen. Insgesamt verfolgt die Polizei Dortmund mit ihren Maßnahmen das illegale Handeltreiben mit Cannabis.

Andere Kriminalitätsfelder weisen eine positive Entwicklung auf. Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung haben sich geringfügig von 3 auf 2 reduziert. Raubdelikte sogar von 9 auf 0. Auch die Gesamtzahl der Straftaten konnte in diesem Zeitraum von 318 auf 241 Straftaten reduziert werden.

Hierzu der stellvertretende Behördenleiter Achim Stankowitz:
„Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass unsere Maßnahmen greifen. Die Videobeobachtung ist ein wichtiger Baustein in einem ganzen Paket aus repressiven und Präsenzmaßnahmen. Das Ziel ist und bleibt, die Kriminalitätszahlen in besonders belastenden Bereichen zu reduzieren, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern. Selbst die leichte Erhöhung im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität zeigt, wie intensiv wir hier kontrollieren, denn nur so erhöhen wir das Hellfeld, in dem die Straftäter sich definitiv nicht gerne aufhalten. Um die insgesamt positive Entwicklung zu verstetigen, habe ich daher die Verlängerung der polizeilichen Videobeobachtung im Dietrich-Keuning-Park für ein weiteres Jahr angeordnet.“

Weitere Informationen finden Sie hier:
https://dortmund.polizei.nrw/polizeiliche-videobeobachtung-in-dortmund

Quelle: www.presseportal.de

Mara Feldkamp ist seit mehreren Jahren als Reporterin für Sicherheits- und Einsatzthemen in Dortmund tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der transparenten Aufbereitung von Polizeimeldungen, Verkehrsunfällen und kriminalpräventiven Informationen für die Öffentlichkeit. Mit ruhiger Stimme, klaren Worten und präziser Recherche begleitet sie regelmäßig Einsätze der Dortmunder Polizei – ob vor Ort an Unfallstellen, bei Pressebriefings oder bei Großlagen im Stadtgebiet. Dank ihrer strukturierten Arbeitsweise gilt sie als verlässliche Schnittstelle zwischen Einsatzkräften und Bürgerinnen und Bürgern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert