Aufgrund der anhaltenden Hitze ist der Sauerstoffgehalt im Gewässer abgesunken. Für die Fische haben sich die Lebensbedingungen verschlechtert, einige Tiere sind bereits verendet. 30 tote Hechte haben die Helfenden am Dienstagabend eingesammelt. Um die Situation für das Gewässer zu verbessern, hat ein Team des Technischen Hilfswerks (THW) im Zuge einer Übung mit vier sehr leistungsstarken Belüftungspumpen frischen Sauerstoff ins Wasser eingebracht und das Wasser umgewälzt. 3600 Liter pro Minute haben die Geräte gefördert. Im Teich sind zwar auch regulär Pumpen in Betrieb, aber die sind störanfällig und bei dem Wetter überfordert. Sie werden demnächst durch neue, leistungsfähigere Pumpen ersetzt.
Das Grünflächenamt bringt aktuell außerdem ein spezielles Granulat in den Teich ein, das zusätzlich Sauerstoff freisetzt. „Hitze und Trockenheit setzen dem Teich zu – so wie vielen kleinen Gewässern in der Region“, sagt Heiko Just, Leiter des Grünflächenamts. „Daher haben wir den Teich ständig im Blick. Wir nehmen Wasserproben, und regelmäßig schaut ein Mitarbeiter hier vorbei, um mögliche Veränderungen zu beobachten.“ Aufgrund der zuletzt extrem hohen Temperaturen konnte der Abfall der Wasserqualität leider nicht verhindert werden.
Mähboot im Herbst
Um das Ökosystem des Teiches grundsätzlich stabil zu halten, angelt der Fischereibeauftragte der Stadt gezielt die besonders großen Fische. Im Herbst kommt zudem das Mähboot zum Einsatz. Das Ziel: das Gewässer vor dem Umkippen zu bewahren. Hier können alle Dortmunder*innen mithelfen, indem sie Enten, Gänsen oder auch Nutrias nicht füttern. Das gilt für alle Teiche, auch zum Beispiel den im Fredenbaumpark. Denn: Ein zu hoher Nährstoffeintrag führt zu einem verstärkten Algenwachstum, was sich wiederum negativ auf den Sauerstoffgehalt und das Ökosystem in einem Gewässer auswirkt.
Fließgewässer sind ebenso betroffen
Lange Trockenphasen und insbesondere hohe Temperaturen setzen nicht nur den stehenden Gewässern zu. Fließgewässer wie kleine Bäche können ebenso austrocknen wie kleine Teiche in Naturschutzgebieten oder angelegte Teiche in den Dortmunder Grünflächen. Dortmund hat rund 400 Kilometer Fließgewässer, überwiegend kleine, teilweise nur zeitweise wasserführende Bäche.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
