Zur Unfallkommission gehören Vertreter*innen der Polizei Dortmund, des Tiefbauamts als Straßenbaulastträger, der Bezirksregierung und der Straßenverkehrsbehörde. Sie hat sich nun auf Initiative von Baudezernent Arnulf Rybicki darauf verständigt, dass voraussichtlich im Herbst ein neuer Verkehrsversuch nahtlos an die aktuelle Regelung anschließt. Dann hebt die Straßenverkehrsbehörde die aktuelle Einbahnstraßenregelung auf und lässt stattdessen zusätzliche Warnblinkleuchten auf der Straße Am Zehnthof südlich und nördlich der Kreuzung anbringen. Die Leuchten zeigen den Autofahrenden an, wenn sich ein Fahrrad der Kreuzung mit der Langen Reihe nähert. Die Radfahrenden werden per Wärmebildkameras detektiert.
Die blinkenden Leuchten sind ein zusätzlicher Impuls, um die Autofahrenden zu warnen. Die vorhandenen Stopp-Schilder auf der Straße Am Zehnthof bleiben erhalten.
Die Unfallkommission hatte sich am 24. Juni zu einer Sondersitzung mit Baudezernent Arnulf Rybicki getroffen. Am aktuellen Verkehrsversuch hatte es zuvor Kritik seitens Bürger*innen und der Politik gegeben. Mit den kritischen Stimmen hat sich die Unfallkommission intensiv auseinandergesetzt und auf dieser Grundlage nun den neuen Verkehrsversuch ausgestaltet. Ende September stellt die Verwaltung der Unfallkommission die Planung für den Anschluss-Versuch vor. Der aktuelle Versuch wird etwas verkürzt und nach Abschluss ausgewertet. Ziel ist, die Zahl der Unfälle auf 0 zu reduzieren.
Unfallhäufungsstelle Am Zehnthof / Lange Reihe
An der Kreuzung Am Zehnthof / Lange Reihe kam es in den vergangenen Jahren zu mehreren Unfällen mit Radfahrenden. Im Jahr 2025 waren es allein vier Kollisionen. Die Kreuzung wurde daher als so genannte Unfallhäufungsstelle eingestuft. Das Muster der Unfälle war stets ähnlich: Die Autofahrenden kamen aus der Unterführung und waren in Richtung Norden unterwegs. Offenbar haben sie die Radfahrer*innen in der Kreuzung mit der Langen Reihe übersehen und deren Vorfahrt missachtet.
Um die Unfallgefahr zu minimieren, hatte die Stadt seit 2022 bereits mehrere Verbesserungen vorgenommen: Es wurden Stopp-Schilder montiert, Bremsschwellen eingebaut und neue Fahrbahnmarkierungen angebracht. Leider haben diese Veränderungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Aus diesem Grund hatte die Unfallkommission beschlossen, zunächst einen sechsmonatigen Verkehrsversuch mit einer Einbahnstraßenregelung zu unternehmen.
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Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
