Lfd. Nr.: 0487
Mit den Präsenzkonzeptionen FOKUS und SiBB (Sicherheit in Bus und Bahn) sorgte die Polizei Dortmund und Kräfte der Hundertschaften aus dem Land NRW zusammen mit der Bundespolizei, dem Zoll, dem Kommunalen Ordnungsdienst, dem Sicherheitspersonal der DSW21 und der DB Sicherheit für mehr Sicherheit und mehr Präsenz in der Dortmunder Innenstadt sowie in ausgewählten Bereichen der Vororte.
Zum Beginn des Wochenendes (12. Juni) starteten die Einsatzkräfte mit der Unterstützung des Hauptzollamtes bei Kontrollen in unterschiedlichen Lokalitäten. Dabei stellte der Zoll in einem Geschäft an der Schützenstraße gefälschte Markenartikel (Haushaltswaren) fest und stellte diese sicher. Des Weiteren fanden die Beamten vor Ort illegale Tabakprodukte und eine größere Menge Bargeld. Im Zuge der Maßnahme wurde eine fünfstellige Summe zur Gewinnabschöpfung sichergestellt.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes stellten die Kräfte des Zolls auch in weiteren Lokalen diverse Verstöße gegen das Tabakerzeugnisgesetz, das Nichtraucherschutzgesetz und unerlaubten Alkoholausschank fest.
Zu guter Letzt konnten die Polizeibeamten der PK FOKUS noch einen Graffiti-Sprayer auf frischer Tat an der Skellstraße fassen.
Nach den Kontrollen mit dem Zoll am Freitag ging es mit der Unterstützung des Kommunalen Ordnungsdienstes am Montag (15. Juni) weiter. Bei den gemeinschaftlichen Gewerbekontrollen konnten die Einsatzkräfte neben Verstößen gegen das Gewerberecht auch Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht feststellen. Eine der kontrollierten Personen hat gegen das Messertrageverbot verstoßen und die entsprechenden Maßnahmen wurden eingeleitet.
Bei weiteren Unterstützungseinsätzen konnten die Beamten im Rahmen einer Fahndung drei vermisste Kinder wieder auffinden und an Erziehungsberechtigte übergeben.
In der Zwischenzeit kontrollierten weitere Teams der PK FOKUS in und an Grünanlagen und Parks sowie an bekannten Hotspots gezielt im Betäubungsmittel (BtM)-Milieu Hier liegen stets die illegalen Dealer im Fokus der Polizei. Dabei zogen die Beamten verschiedene Drogen aus dem Verkehr und stellten insgesamt einen vierstelligen Bargeldbetrag sicher.
Besonders geriet dabei ein Dortmunder ins Visier der Einsatzkräfte. Die Beamten wurden zu einem Streit zwischen besagtem Dortmunder und einer Frau gerufen. Beim Erblicken der Uniformen warf der Mann schnell zwei mit Drogen gefüllte Plastiktüten über einen Zaun. Bei der folgenden Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte Entlassungspapiere aus der Haft, diese waren erst zwei Tage alt. Haftgrund war ebenfalls der Verdacht des illegalen Handels mit BtM. Also wurde er postwendend festgenommen.
Bei einem weiteren Unterstützungseinsatz trafen Beamte der Hundertschaft auf einen Ladendieb im Bereich der Mallinckrodtstraße. Soweit, so unspektakulär. Jedoch viel der Mann anschließend immer wieder durch Ordnungsstörungen in der Innenstadt auf. Dies tat er solange bis ihm ein Platzverweis ausgesprochen wurde. Aber auch dem kam er nicht nach, so dass er in Gewahrsam genommen werden musste.
Am Mittwoch (17. Juni) fanden erneut gemeinsame Kontrollen mit dem Kommunalen Ordnungsdienst statt. An diesem Tag lag die nördliche Innenstadt im Fokus der Einsatzkräfte.
Erneut wurden bekannte Örtlichkeiten aufgesucht, um der Beschwerdelage der Anwohner gerecht zu werden. Bei der Überprüfung eines Niederländers an der Braunschweiger Straße fanden die Einsatzkräfte Drogen und Bargeld. Des Weiteren ergaben sich Hinweise auf zwei türkische Staatsbürger, welche offenbar mit ihm zusammenarbeiteten und illegal Drogen verkauften. Der Niederländer und einer seiner Komplizen konnten sofort festgenommen werden. Der andere floh in einen Barbershop.
Nach kurzer Verfolgung fanden die Beamten ihn auf einer Toilette des Geschäftes. Dort holten die Einsatzkräfte auch mehrere verkaufsfertige Tütchen Drogen aus dem Siphon der Toilette. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass noch mehr Drogen in den Räumlichkeiten zu finden sind, wurde das Geschäft mit Hilfe eines Drogenspürhundes durchsucht.
Tatsächlich fand der Hund weitere Drogen sowie eine Schreckschusspistole (PTB) und einen Schlagstock. Es folgte die Sicherstellungen aller aufgefunden Sachen (Bargeld, Drogen, Waffen).
Doch damit nicht genug. Es ergaben sich weitere Hinweise bei der Durchsuchung auf einen Pkw der als „Lager“ genutzt werden soll. In diesem Pkw fanden die Polizisten weitere Drogen sowie verschreibungspflichtige Medikamente. Der Niederländer wurde vorläufig festgenommen und am nächsten Tag aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Seine Komplizen wurden nach Abschluss aller Maßnahmen von der Wache Nord entlassen. Die besonderen Voraussetzungen der Untersuchungshaft lagen nicht vor.
Nahezu zeitgleich kontrollierten zivile Beamte der Polizei Dortmund ein Fahrzeug auf der Klosterstraße. In diesem befanden sich drei junge Männer, welche für die Beamten zum Teil keine Unbekannten waren. Bei einem der Männer wurde eine nicht geringe Menge Kokain aufgefunden. Zudem trug er der in Bremerhaven gemeldete Mann zwei verbotene Messer bei sich. Davon ein Einhandmesser und ein Wurfmesser.
Die Beamten stellten die Gegenstände sicher und nahmen den Eigentümer vorläufig fest. Die Vorführung des Mannes steht noch aus. Ein Messertrageverbot wurde eingeleitet.
Parallel zur Präsenzkonzeption FOKUS führte die Polizei Dortmund zusammen mit der Bundespolizei, der DSW 21 und der DB Sicherheit einen gemeinsamen Schwerpunkteinsatz im Rahmen der Präsenzkonzeption „Sicherheit in Bus und Bahn“ (kurz SiBB) durch. Die Synergien zweier Konzeptionen zusammen mit unseren Partnern entfalten eine gebündelte Präsenz und sorgten so für mehr Sicherheit. Die Kombination aus der Bereitschaftspolizei des Landes und der DB Sicherheit wurde in diesem Zusammenhang erstmalig durchgeführt.
Den örtlichen Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen bildete der Hauptbahnhof Dortmund sowie der Hörder Bahnhof und die Haltestelle Kampstraße der Stadtbahn.
In und um die Bahnhöfe kontrollierten die Einsatzkräfte gemeinsam über 200 Personen. Dabei stellten sie mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Waffengesetz fest (verbotene Reizstoffsprühgeräte) und sprachen zahlreiche Platzverweise aus.
Zudem kontrollierten insbesondere die Mitarbeitenden der DSW21 über 2400 Fahrgäste in den Bahnen.
Aus Sicht der Polizei war es eine erfolgreiche Einsatzwoche. Die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden und Organisationen hat erneut gezeigt, wie wichtig ein abgestimmtes Vorgehen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ist. Gemeinsame Präsenz, konsequente Kontrollen und der enge Austausch aller Beteiligten sorgen für mehr Sicherheit und stärken das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum.
Weitere Informationen zum Stadtteil „Innenstadt-Nord“: dortmund-lebt.de/tag/Innenstadt-Nord
Weitere Informationen zum Stadtteil „Innenstadt-West“: dortmund-lebt.de/tag/Innenstadt-West
Quelle: www.presseportal.de
