Dortmund ist „New Mobility City“ 2026 – Auszeichnung für innovative Mobilität und Verkehrssicherheit

„Dortmund macht Verkehrssicherheit zur gemeinsamen Aufgabe einer ganzen Stadt“, lobt die Jury aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft die städtische Mobilitätsplanung bei der Auszeichnung in Berlin. Weiter heißt es: „Dortmund versteht Verkehrssicherheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und bindet Bürger*innen sowie verschiedene Interessengruppen aktiv in die Mobilitätsplanung ein. Maßnahmen wie Schulstraßen, Modal-Filter und Aktionswochen zur Mobilitätswende verbinden Verkehrssicherheit, Beteiligung und Verkehrserziehung auf innovative Weise.“

Mit dem New Mobility City Award zeichnet der TÜV-Verband Städte aus, die Mobilität zukunftsfähig gestalten: mit sicheren Verkehrswegen, intelligent vernetzten Angeboten und mehr Lebensqualität für die Menschen vor Ort. „Wenn es um innovative Mobilitäts- und Stadtplanung geht, fällt der Blick oft auf Städte wie Paris, Mailand oder Kopenhagen“, sagte Dr. Dirk Stenkamp, Präsident des TÜV-Verbands bei der Preisverleihung. „Die Gewinner des TÜV Award ‚New Mobility City‘ zeigen, dass zukunftsfähige Mobilitätslösungen auch in Deutschland erfolgreich entwickelt und umgesetzt werden.“

Weitere Preisträger neben Dortmund (Kategorie „Mobil mit Herz“ für Kommunen über 500.000 Einwohner) sind Hattersheim am Main (Kategorie „Regionalräume“ – Kommunen in Stadtregionen und in ländlichen Regionen) und Mannheim (Kategorie „Metropolräume“ – Hauptpreis für Regiopole und Großstädte).

Deutschlandweite Analyse von 700 Kommunen

„Die Auszeichnung verstehen wir als Anerkennung der gemeinschaftlichen Arbeit von Tiefbauamt und Stadtplanungs- und Bauordnungsamt an der Verkehrssicherheit und der Zukunftsentwicklung unserer Stadt mit klimafreundlicher Mobilität“, freut sich Stefan Szuggat, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen über die Auszeichnung mit dem TÜV-Preis für die innovativsten Konzepte in Deutschland.  „Der Preis bestärkt uns in unserer täglichen strategischen wie umsetzungsorientierten Arbeit für die Verkehrswende“, ergänzt Tobias Frank, Leiter des Verkehrswendebüros, der den Preis für die Stadt Dortmund in Berlin entgegengenommen hat.

Grundlage der Auszeichnung ist eine wissenschaftliche Analyse von Mobilitäts- und Unfalldaten von mehr als 700 Kommunen durch die „Initiative für sichere Straßen“. Ergänzend hat eine Jury aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft die Gesamtstrategien und Einzelmaßnahmen für die kommunale Verkehrsplanung berücksichtigt.

Hintergrund: Dortmunds Schulstraßen und Velorouten

Eine Schulstraße wird zu den Bring- und Hol-Zeiten für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Das bedeutet: Autos dürfen zu festgelegten Zeiten dort nicht fahren. So soll ein sicherer Raum für Schulkinder entstehen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Gleichzeitig sollen Kinder, die zuvor von den Eltern mit dem Auto gebracht wurden, ermutigt werden, auch zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nutzen. Drei Schulstraßen hat das Tiefbauamt in Dortmund bereits eingerichtet.

Die neun geplanten Velorouten sind eine weitere Dortmunder Besonderheit: Sie bündeln den bestehenden und künftig zunehmenden Radverkehr auf wichtigen Achsen abseits der Hauptstraßen. Perspektivisch verbinden sie die Stadtbezirke direkt mit der Innenstadt und knüpfen an das regionale Radwegenetz sowie an angrenzende Städte und Kreise an. So entsteht vor allem für den Alltag – etwa für Schüler*innen und Pendler*innen – ein attraktives, sicheres und direktes Angebot, das den Wechsel vom Auto aufs Fahrrad deutlich erleichtert.  

Weitere Infos zum TÜV Award „New Mobility City“ 2026: New Mobility City Award – TÜV-Verband


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

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