Pflege für Dortmunds ökologisch wertvolle Wildblumenwiesen: Das Grünflächenamt beginnt mit der Sommer-Mahd

Rückschnitt ist wichtig, damit die Flächen gut gedeihen

Die 81 Wildblumenwiesen, die das Grünflächenamt pflegt, sind über die ganze Stadt verteilt. Spaziergänger*innen finden die Flächen zum Beispiel an der Dorstfelder Allee, an der Marsbruchstraße / Einmündung Gottesacker, nahe den Westfalenhallen oder im Hansemannpark.

Zweimal im Jahr, einmal im Sommer und einmal im Herbst, schneiden die Mitarbeiter*innen des Grünflächenamts die Wiesen zurück. Manchmal reagieren Bürger*innen irritiert auf die Mahd und fragen sich, warum bei einer so naturnahen Wiese überhaupt eingegriffen wird. Die Pflege ist aber wichtig, damit die Flächen sich weiter gut entwickeln können und nicht zuwuchern. Gräser und Büsche würden die Blumen auf Dauer verdrängen. Die Wiesen dienen aber auch als Puffer für Wetterextreme. Sie können bei Starkregen Wasser aufnehmen und bei Hitze das Mikroklima entspannen. Um diese wichtigen Funktionen zu stärken, ist eine gute Pflege unerlässlich.  

Kufen schützen kleine Tiere

Weil die Wildblumenwiesen nicht nur für Insekten eine Attraktion sind, geht das Grünflächenamt bei der Mahd sorgsam vor. Um kleine Tiere wie Mäuse und Reptilien zu schützen, halten die Mähwerke einen Abstand von zehn Zentimetern zum Boden ein. Besondere Kufen am Gerät machen es möglich. Rehe halten sich eher selten auf den Flächen – das liegt auch an den vielen Hunden in der Stadt, vor denen die scheuen Tiere sich lieber fernhalten. Kommt es doch einmal vor, werden Rehe spätestens beim Eintreffen der Kolonnen aufgescheucht.

Wenn die Mitarbeiter*innen des Grünflächenamts mit der Mahd einer Wildblumenwiese fertig sind, bleibt das Schnittgut ein paar Tage auf der Fläche liegen, damit es trocknet. Dazu wenden die Mitarbeiter*innen es zwischenzeitlich. Im Anschluss legen die Teams das Schnittgut in lockeren Reihen zusammen. Mit dem so genannten Schwaden wird der nächste Arbeitsschritt vorbereitet: Die Ballenpresse verarbeitet das Schnittgut zu kompakten Ballen, die dann für die Energiegewinnung genutzt werden.

YouTube-Video: Schonende Mahd auf Dortmunds Wildblumenwiesen


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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