Die A45-Brücke über die Martener Straße und über insgesamt sieben Bahngleise (Fernverkehr, Regionalbahnen und Güterverkehr) muss ersetzt werden. Die Arbeiten beginnen im April 2027 und dauern voraussichtlich acht Monate. Die Autobahn wird zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West (A40/A45) und der Anschlussstelle Dortmund-Hafen (Mallinckrodtstraße/A45) voll gesperrt.
Eine mehrwöchige Sperrpause der Deutschen Bahn zwischen Juli und Oktober macht den Brückenneubau überhaupt möglich. Abbruch der Bestandsbrücke und Einhub der neuen Brücke können nur dann erfolgen, wenn keine Züge fahren. Um das Projekt schnell umzusetzen, hat die Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH die nächstmögliche Gelegenheit ergriffen und ihre Planungen auf die angekündigte DB-Sperrpause ausgelegt.
Transit-Verkehr wird über A1 und A2 geleitet
Die Strecke im Norden der A45 ist mit knapp 85.000 Fahrzeugen täglich belastet. 8,5 Prozent sind davon Lkw. Während der Transit-Verkehr für die Dauer der Sperrung vor allem über die A1 und die A2 umgeleitet werden kann, gestaltet sich die Sache innerorts schwieriger. Gemeinsam mit anderen Beteiligten, z.B. Autobahn GmbH und Straßen.NRW, erarbeitet die Baustellenkoordination Umleitungslösungen. Ein Ziel ist es, die Auswirkungen der Sperrungen in Dortmund so gering wie möglich zu halten. So holt die Baustellenkoordination auch die Versorgungsträger, z.B. Glasfaser, Wasser und Strom, ins Boot. Sie werden schon jetzt aktiv aufgefordert, ihre Projekte so zu planen, dass die Umleitungsstrecken möglichst baustellenfrei bleiben.
Fest steht aber auch: Die Folgen für den Straßenverkehr im Westen und Nordwesten der Stadt lassen sich auch durch ausgeklügelte Umleitungsstrecken nicht aus der Welt schaffen. Denn von der Sperrung betroffen ist ja nicht „nur“ die Martener Straße – auch die Stadtbahnlinie U44 und mehrere Buslinien von DSW21 können nicht wie gewohnt fahren. Busumleitungen und Schienenersatzverkehr sind also weitere Bestandteile des Umleitungskonzepts.
Gute Nachricht: A43-Schrankenanlage wird früher abgebaut
Für die weiträumige Umfahrung der A45-Sperrung gibt es eine gute Nachricht: Die Schrankenanlage auf der A43 zwischen Herne und Recklinghausen wird früher als ursprünglich geplant bereits im April 2027 abgebaut. Damit wird der Verkehrsfluss für alle dauerhaft verbessert, teilt die Autobahn GmbH mit.
Die Brücke oberhalb der Martener Straße stammt aus dem Jahr 1971 und ist inzwischen an das Ende ihrer Belastbarkeit gelangt. Um die Brücke zu entlasten, wird der Verkehr aktuell in einer Baustellenverkehrsführung auf verschwenkten Spuren geführt, sodass die Lasten besser verteilt werden können. Die linke Spur ist dabei auf maximal 3,5 t begrenzt. Um ein Ausweichen von Lkw auf diese Spur zu verhindern, wurde eine mobile Fahrbahntrennung aufgebaut.
Laufend aktuelle Informationen zum Großprojekt der Autobahn GmbH gibt es auf einer Projektseite.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
