„Human Footprint“ im Naturmuseum Dortmund: Satellitenbilder zeigen die Spuren des Menschen

Wie prägt der Mensch die Erde – sichtbar aus rund 600 Kilometern Höhe? Dieser Frage widmet sich die neue Sonderausstellung „Human Footprint“ im Naturmuseum Dortmund. 49 großformatige Satellitenbilder zeigen eindrucksvoll, wie menschliches Handeln Landschaften weltweit verändert. Die Aufnahmen reichen von Metropolen und Industriegebieten über Tagebaue und Verkehrsnetze bis hin zu landwirtschaftlich geprägten Regionen. Zu sehen sind unter anderem eine Planstadt am Rande der Everglades in Florida oder geometrisch strukturierte Agrarlandschaften in Libyen. Die Ausstellung basiert auf Bildmaterial des Salzburger Unternehmens eoVision und entstand in Zusammenarbeit mit dem Haus der Natur Salzburg.

Ästhetische Bilder mit ernster Botschaft

„Das Thema ist weiterhin hochaktuell. Es geht um großflächige Landschaftsveränderungen durch den Menschen“, sagt Dr. Oliver Adrian, kommissarischer Leiter des Naturmuseums Dortmund. Die Satellitenaufnahmen entstanden aus etwa 600 Kilometern Höhe. Gerade darin liege ihr besonderer Reiz, erklärt Adrian: „Wir wollen faszinieren und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Der Flächenverbrauch schreitet voran – mit Folgen für Biodiversität und Klima.“ Die Ausstellung zeigt nicht den Menschen selbst, sondern die sichtbaren Folgen seines Handelns auf der Erde. Sie führt Besucherinnen und Besucher von New York und Venedig bis zu den eisigen Regionen der Arktis oder zu Siedlungen, die zunehmend vom Wüstensand der Sahara bedroht sind.

Fast wie ein Gemälde: Versalzte Böden in Australien als Mahnung

Mitkuratiert wurde die Ausstellung von Volontärin Lucie Baltz. Besonders beeindruckt sie ein Satellitenbild aus Beaumont im Südwesten Australiens. Die Aufnahme zeigt farbige, kreisförmige Wasserflächen inmitten landwirtschaftlicher Nutzflächen. Die Tümpel entstehen, weil nach großflächigen Rodungen das Grundwasser an die Oberfläche steigt. Unterschiedliche Salzkonzentrationen und Algen sorgen dabei für die auffälligen Farben der Wasserflächen. „Das sieht fast wie ein Gemälde aus. Es zeigt aber ein ernstes Umweltproblem, denn durch das Salz wird Landwirtschaft dort irgendwann nicht mehr möglich sein,“ sagt Lucie Baltz.

Führungen und kostenloses Angebot für Schulen

Begleitend zur Ausstellung bietet das Naturmuseum Dortmund Führungen an. Für Dortmunder Schulen steht dank der Förderung durch die Sparkasse Dortmund ein kostenfreies Kontingent zur Verfügung. Empfohlen wird der Ausstellungsbesuch ab der 7. Klasse.

Am Internationalen Museumstag, 17. Mai, ist der Ausstellungsbesuch kostenlos. Um 11, 12 und 13 Uhr gibt es kostenlose Führungen durch die Ausstellung.  

Die Ausstellung „Human Footprint“ ist vom 14. Mai bis einschließlich 6. September im Naturmuseum Dortmund, Münsterstraße 271, 44145 Dortmund, zu sehen.

Kontakt: Telefon: 0231 50-24856, naturmuseum@stadtdo.de

dortmund.de/naturmuseum


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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