Besucher füttert die Löwen – Kurioser Einsatz im Dortmunder Zoo

Lfd. Nr.: 0364

Tierische Einsätze gehören zum Dienstalltag der Polizei dazu. Einsätze mit Löwen sind da schon etwas seltener. Trotzdem ging es am gestrigen Dienstag (05.05.) für die Beamten zu den Raubkatzen im Dortmunder Zoo.

Um 11:15 Uhr erreichte die Leitstelle ein kurioser Notruf aus dem Zoo an der Mergelteichstraße: Mitarbeiter hatten beobachtet, wie ein Mann eigenständig die Löwen fütterte. Dazu warf er selbst mitgebrachtes Fleisch in das Gehege. Da der Mann seine Personalien gegenüber den Mitarbeitern nicht angeben wollte, wurde die Polizei gerufen.

Die Beamten trafen den Mann wenig später im Bereich der Großkatzen an. Dieser erklärte, dass er regelmäßig den Zoo besuche. Dieses Mal hätten die Löwen laute Geräusche von sich gegeben. Daraus schloss der Mann, dass die Tiere hungrig seien.

Und für diesen Fall war der Mann offenbar bestens vorbereitet: In seinem Rucksack fanden die Beamten eine Packung mit Resten von Schweinegulasch. Ein Teil davon befand sich jedoch bereits im Magen eines Löwen.

Die kuriose Aktion könnte im schlimmsten Fall jedoch ernste Folgen für die Raubtiere haben: Rohes Schweinefleisch ist für sämtliche Katzenarten gefährlich. Die Reste des Fleischs wurden daher durch eine Tierärztin des Zoos gesichert und eingefroren. Die Beamten übergaben die Personalien des Besuchers an die Zooleitung. Bei ihm handelt es sich um einen 29-jährigen Dortmunder.

Strafrechtliche Folgen hatte der kuriose Einsatz für den Dortmunder nicht – Löwen füttern ist erst mal keine Straftat. Sollten die Tiere jedoch erkranken, kann der Zoo die Behandlungskosten zivilrechtlich einklagen.

Weitere Informationen zum Stadtteil „Hombruch“: dortmund-lebt.de/tag/Hombruch

Quelle: www.presseportal.de

Mara Feldkamp ist seit mehreren Jahren als Reporterin für Sicherheits- und Einsatzthemen in Dortmund tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der transparenten Aufbereitung von Polizeimeldungen, Verkehrsunfällen und kriminalpräventiven Informationen für die Öffentlichkeit. Mit ruhiger Stimme, klaren Worten und präziser Recherche begleitet sie regelmäßig Einsätze der Dortmunder Polizei – ob vor Ort an Unfallstellen, bei Pressebriefings oder bei Großlagen im Stadtgebiet. Dank ihrer strukturierten Arbeitsweise gilt sie als verlässliche Schnittstelle zwischen Einsatzkräften und Bürgerinnen und Bürgern.

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