Nachtrag zum ABC-Einsatz Berghoferstr.

Beim gestrigen Einsatz an der Berghofer Straße gab es insgesamt elf betroffene Personen, wovon drei zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser transportiert wurden.
Gegen 16:00 Uhr wurde die Feuerwehr an die Berghofer Straße alarmiert, weil es dort bei Arbeiten in einer Halle zu einem Austritt von Natriumcyanid aus einem Fass gekommen ist. Natriumcyanid ist das Salz der Blausäure, dass in der Industrie verwendet wird. Es ist sehr gut wasserlöslich und bildet bei Kontakt mit Feuchtigkeit das tödliche Gas Cyanwasserstoff, welches bei Verschlucken, Einatmen oder Hautkontakt lebensgefährlich sein kann. Da eine Berührung mit dem Gefahrstoff nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde neben der ABC-Gefahrenabwehr auch noch die Spezialeinheit Dekontamination alarmiert. Die Kleidung der sich in der Halle befindlichen Arbeiter wurde grob gereinigt und sicher verpackt. Auch die Einsatzkleidung der Feuerwehrkräfte wurde dekontaminiert, damit eine Verschleppung des Gefahrstoffes vermieden werden konnte.
Aufgrund der Maßnahmen waren mehr als 120 Kräfte von mehreren Wachen der Berufsfeuerwehr, diverser Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort tätig. Gegen 19:00 Uhr waren die Maßnahmen der Feuerwehr beendet und die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben.
Die Polizei stellte Anzeigen, weil hier die Straftatbestände der Körperverletzung und die illegale Entsorgung von Gefahrstoffen vermutet wurden.
Wie es genau zu dem Unfall gekommen ist, wird nun von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersucht.
Eine Fachfirma wurde für die Sicherung und Entsorgung des Gefahrstoff beauftragt.
Während der gesamten Einsatzzeit war die Berghofer Straße in beide Richtungen gesperrt.

Weitere Informationen zum Stadtteil „Aplerbeck“: dortmund-lebt.de/tag/Aplerbeck

Quelle: www.presseportal.de

Mara Feldkamp ist seit mehreren Jahren als Reporterin für Sicherheits- und Einsatzthemen in Dortmund tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf der transparenten Aufbereitung von Polizeimeldungen, Verkehrsunfällen und kriminalpräventiven Informationen für die Öffentlichkeit. Mit ruhiger Stimme, klaren Worten und präziser Recherche begleitet sie regelmäßig Einsätze der Dortmunder Polizei – ob vor Ort an Unfallstellen, bei Pressebriefings oder bei Großlagen im Stadtgebiet. Dank ihrer strukturierten Arbeitsweise gilt sie als verlässliche Schnittstelle zwischen Einsatzkräften und Bürgerinnen und Bürgern.

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