1936 erschien Klaus Manns Roman „Mephisto“ im Exil. Er erzählt vom Schauspieler Hendrik Höfgen, dessen Aufstieg im Nationalsozialismus eng mit Anpassung und Verrat verbunden ist. Das Buch, das auf den Schauspieler Gustaf Gründgens anspielt, wurde 1966 in der Bundesrepublik verboten und entwickelte sich später zum Kultroman.
Zwischen Karriere und Gewissen
Im Roman beginnt Höfgen als ambitionierter Künstler, der an Ideale glaubt. Mit dem politischen Umbruch richtet er seinen Blick immer stärker auf Ruhm und Einfluss. Freunde und Überzeugungen bleiben auf der Strecke. Als er den Mephisto in Goethes „Faust“ spielt, erkennt er: Den Pakt mit dem Teufel hat er längst selbst geschlossen.
Kunst im Spannungsfeld der Macht
Im Zentrum des Romans, den Harald Schwaiger zu einem Monolog verdichtet hat, stehen Fragen, die bis heute wirken: Wie verhält sich Kunst zur politischen Macht? Wo endet Anpassung, wo beginnt Schuld? Es geht um die Verantwortung des Einzelnen in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche.
Harald Schwaiger zeichnet das Porträt eines Menschen zwischen Ehrgeiz und Angst, zwischen Moral und Egoismus. Die Inszenierung entstand als Eigenproduktion für den Dalheimer Sommer, dessen Intendant Schwaiger ist, und kehrt nun nach Dortmund zurück.
Aufführungstermine
31. Januar 2026, 19:30 Uhr im Kino im Dortmunder U
Weitere Termine: 8. Februar, 18 Uhr; 21. Februar, 19:30 Uhr, und 15. März, 18 Uhr
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
