Dortmund setzt auf Innovation und Zukunftstechnologien

Wirtschaftsförderung legt Wirtschaftsplan für das Jahr 2027 vor

Die Wirtschaftsförderung Dortmund will den Wirtschaftsstandort 2027 mit neuen Technologien, starken Netzwerken und konkreten Projekten weiterentwickeln. Dafür stehen im kommenden Jahr rund 17 Millionen Euro zur Verfügung. Rund 15,7 Millionen Euro davon kommen als Betriebskostenzuschuss von der Stadt Dortmund, weitere 1,3 Millionen Euro aus Fördermitteln.

Ein Schwerpunkt liegt auf Innovation. Die Wirtschaftsförderung will neue Entwicklungen früh erkennen und gemeinsam mit Unternehmen, Wissenschaft und weiteren Partnern in Dortmund nutzbar machen. Im Blick sind unter anderem Künstliche Intelligenz, datenbasierte Geschäftsmodelle, Digitalisierung, neue Energietechnologien, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktion.

Von der Idee zur Anwendung

Innovationen sollen dabei nicht im Labor bleiben. Die Wirtschaftsförderung will Netzwerke aufbauen, Pilotprojekte anstoßen und Reallabore ermöglichen, in denen neue Lösungen unter echten Bedingungen erprobt werden. Erfolgreiche Projekte sollen anschließend weiterentwickelt und für weitere Unternehmen und Einrichtungen nutzbar gemacht werden.

Dabei geht es nicht nur um technische Neuerungen. Auch soziale Innovationen spielen eine wichtige Rolle – etwa bei Bildung, Integration, Gleichstellung, Teilhabe, neuen Arbeitsformen oder einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Ziel sind Lösungen, die wirtschaftlichen Nutzen mit konkreten Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen verbinden.

Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren trotz geopolitischer Unsicherheiten, Problemen bei Lieferketten und wechselnden Rahmenbedingungen im internationalen Handel vergleichsweise gut entwickelt. Die Zahl der Beschäftigten ist weiter gestiegen. Mit dem Wirtschaftsprogramm „Neue Stärke“ hat die Wirtschaftsförderung zudem besonders betroffene Branchen gezielt unterstützt. Die Krisen der vergangenen Jahre haben zugleich gezeigt: Veränderung kann Innovation beschleunigen. Diesen Schub will Dortmund nutzen.

Mehr Raum für Unternehmen und Energiewende

Eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung ist eine zeitgemäße Wirtschaftsflächenstrategie. Sie soll dafür sorgen, dass Unternehmen in Dortmund auch künftig geeignete Standorte finden. Parallel beteiligt sich die Wirtschaftsförderung an Projekten für die Energiewende und stärkt zentrale Innovationsstandorte wie den Hafen, den Energiecampus Kokerei Hansa und Phoenix West.

Auch die digitale Infrastruktur wächst weiter. Der Ausbau der Breitbandnetze schafft bessere Voraussetzungen für Unternehmen, Wissenschaft und Start-ups und stärkt Dortmund als digitalen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort.

Ein weiterer Schwerpunkt ist Wasserstoff. Die Technologie kann einen wichtigen Beitrag leisten, um die Energieversorgung der Industrie klimafreundlicher zu machen. In Dortmund sind bereits starke Akteure der Energiewende aktiv, darunter Thyssenkrupp nucera, Amprion, Westnetz und Thyssengas.

Fachkräfte gewinnen und halten

Auch beim Thema Fachkräfte setzt die Wirtschaftsförderung auf konkrete Angebote. Das Programm „DOzubi plus“ bietet Auszubildenden möblierte Unterkünfte und Zuschüsse zu Miete und Kaution. Gleichzeitig unterstützt es Unternehmen dabei, Nachwuchskräfte zu gewinnen.

Mit „Wirtschaft und Schule“ kommen Unternehmen direkt mit Schulen in Kontakt. Schülerinnen und Schüler können dabei verschiedene Berufe kennenlernen und praktische Erfahrungen sammeln. Die Welcome Agency unterstützt Fach- und Führungskräfte, die neu nach Dortmund kommen. Sie hilft ihnen dabei, auch im Alltag in der Stadt Fuß zu fassen.

Zukunftsbranchen wie die Kreislauf- und Digitalwirtschaft stehen ebenfalls im Fokus. Projekte wie „DOzirkulär“ und die Digitale Woche Dortmund bringen Unternehmen, Wissenschaft und weitere Akteure zusammen und machen neue Entwicklungen sichtbar.

Neue Kompetenzzentren und Großprojekte

Dortmund baut zudem sein Innovationsökosystem weiter aus. Neue Kompetenzzentren mit überregionaler Ausstrahlung sind in Planung oder bereits im Aufbau. Mit dem CleanPort und dem Energiecampus unterstützt die Wirtschaftsförderung den Austausch zwischen Forschung und Praxis. Wissenschaftliche Einrichtungen, Unternehmen und Start-ups sollen leichter zusammenarbeiten und neue Technologien schneller in die Anwendung bringen.

Hinzu kommen große Vorhaben wie die Entwicklung des Hafenquartiers und die Internationale Gartenausstellung IGA 2027. Sie verbinden wirtschaftliche Entwicklung mit neuen Impulsen für Stadtentwicklung, Infrastruktur und Lebensqualität.


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert