TV Hörde II vs. DJK SF Datteln I 0:3 (24:26, 11:25, 18:25) Am Tag der Deutschen Einheit wurde in Hörde nicht gefaulenzt. Zum einen stand für uns das erste Heimspiel der Saison an, zum anderen absolvierten zahlreiche Läuferinnen und Läufer bei bestem Wetter den Halbmarathon rund um den Phoenix-See. Das sorgte natürlich für eine dementsprechend katastrophale Parksituation, manch eine Spielerin musste das Auto so weit entfernt parken, dass sie selbst einen Halbmarathon zur Halle zurücklegen musste. In weiser Voraussicht entschieden sich Einige also dafür, den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Chance zu geben, worüber sich letztendlich nur die Mannschaftskasse freuen durfte, denn prompt kam man zehn Minuten zu spät. Wenigstens konnte man sich dafür aber im Bus interessante Gespräche anhören, denn ein enthusiastischer Mitfahrer redete zwanzig Minuten lang über die Schafszucht in der Schweiz, sodass auch diese vermeintliche Bildungslücke endlich geschlossen wurde. Als dann auch die letzten Schäfchen ins Phoenix-Gymnasium eingekehrt waren, ging es ans Netz aufbauen. Wider Erwarten stand das Netz halbwegs problemlos und auch die Bälle sorgten nicht für Angst und Schrecken, nachdem eine Hörderin schon Freitagsmorgens schweißgebadet aufgewacht war, weil sie geträumt hatte, dass man das Spiel mit einer platten Hülle bestreiten musste. Für Rätselraten sorgten allerdings die roten Tüten, die auf der Bank standen und die Nummer jeder Spielerin trugen. Für Weihnachten war es definitiv zu früh, Geburtstag hatte im Oktober auch niemand, also was hatte es damit auf sich? Inspiriert durch die Frage der Woche nach dem jeweiligen Lieblingssnack, wartete auf jede der Spielerinnen und Trainer Christopher eine Tüte, welche die individuelle Snackpräferenz sowie eine selbstgebastelte Botschaft enthielt. Ceyda entschuldigte sich sofort, ihre Schokolade war nämlich „ultra teuer“, und Minna erklärte, dass ein paar Sachen nicht so gut zu besorgen waren (Zigaretten und Flammkuchen-Baguettes). Nachdem sich bei Minna und Tea für diese liebe Geste bedankt worden war, lüfteten unsere Liberas noch schnell das Geheimnis hinter ihren alltäglichen Outfits. Laura sprach eine große Empfehlung für die Kinderabteilung von diversen Bekleidungsgeschäften aus, besonders die Kollektion für die Sieben- bis Achtjährigen würden ihr ärmeltechnisch endlich passen. Leider konnten alle jenseits der 1,60m mit diesen Tipps vermeintlich wenig anfangen, obwohl den größeren Mannschaftsmitgliedern noch tröstend versichert wurde, dass es „bestimmt auch Klamotten für dicke Kinder“ gäbe, falls sie Lauras Empfehlung einmal nachkommen wollten. Nachdem Vertretungskapitänin Ceyda das zweite Mal in Folge die Auslosung gewonnen hatte, versammelte sich der kleine Orden des Phoenix um ihren Anführer Christopher, um sich die letzten taktischen Hinweise für das Spiel abzuholen. Dass es keine einfache Partie werden würde, hatten zumindest die Hörder Spielerinnen, die in der Lage waren, den Spielbericht zu lesen, schon im Vorhinein ausgeknobelt. Ihr erstes Spiel hatten die Dattelnerinnen nämlich mehr als souverän gewonnen – wir wussten dementsprechend, dass wir auf eine sehr gute Mannschaft treffen würden. Astronomiefreunde wären vermutlich in Begeisterung ausgebrochen, als sich die Spielerinnen zu Spielbeginn auf dem Feld positionierten, denn nicht nur die Hörderinnen, sondern auch die Gäste hatten die Sternenhaarspangen für sich entdeckt und so konnte man vermutlich den ganzen Nachthimmel auf den Köpfen der Spielerinnen begutachten. Der erste Satz wurde direkt ein Kräftemessen. Mit starken Aufschlägen und Angriffen konnten wir die Gäste ordentlich unter Druck setzen und uns somit einen kleinen Vorsprung erspielen. Für den Schockmoment sorgte Zuspielerin Sophia, die nach wenigen Punkten umknickte und vom Feld musste (Gute Besserung an dieser Stelle!). Zum Glück hatten wir noch Tea, die nun die Bälle an ihre Angreiferinnen verteilen konnte und so ging es hochmotiviert weiter. Die Mädels aus Datteln nahmen immer mehr an Fahrt auf und verkürzten unseren Vorsprung von Punkt zu Punkt. In der Crunchtime wurde es nochmal eng, eine Schiedsrichtentscheidung gegen unsere Gunsten sorgte dann dafür, dass Datteln in Führung ging und den Satz ganz knapp mit 26:24 für sich entscheiden konnte. Im zweiten Satz schafften wir es nicht, an die gute Leistung anzuknüpfen. Die Gegnerinnen legten ihre ganze Qualität aufs Spielfeld und brachten uns mit ihren Aufschlägen und Angriffen ganz schön in Bedrängnis. Trotz guter Aktionen gelang es uns nicht, genug Druck zu machen und so ging dieser Satz sehr deutlich an die Gastmannschaft. Im dritten Satz sah es zeitweise wieder besser aus, die Annahme kam stabiler und wenn wir unseren Angriffsdruck ausspielen konnten, erzielten wir auch Punkte. Dennoch machten unsere Gegnerinnen ihre Sache einfach besser. Jeder Ball, der von unserer Seite nicht mit voller Härte gespielt wurde, entschärften sie mühelos und schickten ihn so druckvoll zurück, dass wir sowohl im Block als auch in der Abwehr Probleme hatten, hinterherzukommen. Als der Schiri dann den dritten Satz mit 25:18 abpfiff, war der Sieg für Datteln verdient. Die Gegnerinnen waren – ähnlich wie für Laura die meisten Klamotten, die nicht aus der Kinderabteilung stammten – einfach eine Nummer zu groß gewesen. Trotzdem war man sich einig, dass man phasenweise gut mitgehalten hatte. Schade war es, dass wir den ersten Satz nicht gewonnen hatten, aber ansonsten hatten wir gar nicht schlecht gespielt, so lautete auch das Fazit von Trainer Christopher. Nun heißt es, die Lehren aus dem Spiel zu ziehen, das spielfreie Wochenende zu nutzen, um wieder zu Kräften zu kommen und sich auf das nächste Spiel am 17.10. Zuhause gegen Ahaus vorzubereiten. Die Stimmen zum Spiel: Sophia: Fünf Leute haben mich schon gefragt, ob sie hier duschen dürfen. Sorry Bro, ich habe keine Ahnung. Ceyda: Ich ziehe gerade mein Knie an. Typ im Bus: So’n Schaf muss ja auch nicht monster groß werden! Tea: Ivy, ist das Zimtschnecke?! Lauri: Ey, guck mal die Stangen! Wir haben zwei Bananen. Ivy: Ich bin so nervös. Leonie D.: Jungs, ruhig bleiben. Laura in Satz 3: Ich habe gerade den ersten vernünftigen Ball gespielt. Minna: Die Zara-Kinderabteilung war für mich ein Gamechanger. Noch ein bisschen wachsen müssen: Ceyda Altintas, Laura Bachmann, Sophia Bader, Alina Danne, Leonie Danne, Minna Dunkhorst, Laura Kunz, Greta Rustige, Ivy Schulte, Teodora Stojanovic und Leonie Ufert
Eine Nummer zu groß
