Familiensonntag, Stahlhaus und griechische Lebenswelten: Dortmunds Museen laden zum Entdecken ein

Der Eintritt in die Dortmunder Museen ist – bis auf Sonderausstellungen – wie immer frei. Für Führungen fallen je nach Angebot Teilnahmegebühren an. 

Letzte Künstlerführung zur Erfolgsausstellung „Dortmunder Griechen 1976“

Im Hoesch-Museum, Eberhardstraße 12, gibt es am 4. Oktober um 11 Uhr zum letzten Mal Gelegenheit, die Sonderausstellung „Wie’s innen aussieht, geht niemand was an …“ Dortmunder Griechen 1976 in einer öffentlichen Führung zu erleben. Die beiden Fotografen Jürgen Spiler und Thomas Strenge führen selbst durch die Ausstellung und erzählen von der Entstehung und Rezeption ihrer Aufnahmen. Als junge Fotografen begegneten sie 1976 der griechischen Community in Dortmund. Ihre Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen Alltagsszenen aus Freizeit, Schule, Arbeit, Familie und Gemeinde. Fünf Jahrzehnte später werfen die Bilder auch einen Blick auf veränderte Lebensrealitäten und gesellschaftliche Teilhabe. Einige der damals porträtierten Menschen leben noch heute in Dortmund und haben sich zum Teil am Begleitprogramm der Ausstellung beteiligt. Die Ausstellung wurde aufgrund des großen Interesses bis zum 3. November verlängert. Die Teilnahme an der Führung kostet 3,50 Euro, ermäßigt 2 Euro. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitheft für 5 Euro im Museumsshop oder per E-Mail und Vorkasse über info@hoesch-museum.de. dortmund.de/hoeschmuseum

Stahlhaus und Stahlgeschichte im Hoesch-Museum

Um 11 Uhr beginnt außerdem die öffentliche Führung durch das Hoesch-Stahlhaus L141. Das Fertighaus aus den 1960er-Jahren entstand aus dem innovativen Werkstoff Platal und ist heute ein Zeugnis moderner Baukunst und der Industriegeschichte des Ruhrgebiets. Die Führung gibt Einblicke in Architektur, Werkswohnungen sowie die Entwicklung von Stahl- und Fertighäusern seit 1900 und fragt danach, wie wir künftig wohnen könnten. Von 14 bis 15:30 Uhr lädt das Hoesch-Museum zur öffentlichen Familienführung ein. Kinder und Erwachsene gehen dabei gemeinsam auf eine Reise durch 160 Jahre Stahlgeschichte. Sie erfahren, wie Stahl entsteht und wie die Arbeit im Stahlwerk aussieht. Wer möchte, kann selbst in einen Hitzeschutzanzug schlüpfen und erleben, wie es sich anfühlt, als Hochöfner zu arbeiten. Die Teilnahme an beiden Führungen kostet 3,50 Euro, ermäßigt 2 Euro. dortmund.de/hoeschmuseum

Familiensonntag im Dortmunder U

Im Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse 2, steht von 12 bis 17 Uhr wieder ein Familiensonntag auf dem Programm. Auf mehreren Ebenen gibt es kostenfreie Kreativaktionen, digitale Angebote, Rätsel und Führungen. Im Erdgeschoss können Kinder bei der „Tiersuche im U“ versteckte Tiersticker im Treppenhaus und auf der Dachterrasse aufspüren. Wer alle Tiere findet, erhält eine kleine Belohnung. Um 12:30, 14 und 15:30 Uhr starten außerdem Familienführungen durch das Dortmunder U. Die etwa einstündigen Rundgänge richten sich an Familien mit Kindern von fünf bis zwölf Jahren.

Spinnennetze und Escape-Room-Abenteuer erleben

Auf der uzwei können Kinder ab fünf Jahren von 12 bis 17 Uhr Spinnennetze und kleine Flattergeister basteln. Für Kinder ab acht Jahren gibt es das digitale „Spooky Labyrinth“, für jüngere Kinder die Aktion „Flieg, Fledermaus flieg!“. Auch die aktuelle Ausstellung „SAFT!!!: Auf der Suche nach der Unsterblichkeit“ bietet viel: In der interaktiven Escape-Room-Ausstellung „SAFT!!!“ werden Besucher*innen selbst Teil einer rätselhaften Welt voller Mutanten, seltsamer Gemüsewesen und geheimnisvollem Saft. Als kleine Würmchen erkunden sie einen mutierten Zauberwald, bauen einen eigenen Avatar, lösen Rätsel und spielen sich durch Minigames und Wimmelbilder.  Die Ausstellung verbindet spielerisches Erkunden mit Fragen über Gefühle, Gemeinschaft und die Grenzen des ewigen Lebens.

Familien können Wege von Warenströmen entdecken

In der Kunsthalle Dortmund können Familien von 12 bis 17 Uhr eigene Handels- und Schatzkarten gestalten. Außerdem lädt ein Rätselheft dazu ein, die Ausstellung „INDUSTRIAL. Seidenstraßen 3000“ mit Leo Lok zu erkunden. Um 13 Uhr beginnt eine 30-minütige Familienführung durch die Ausstellung. Dabei geht es um die Wege von Alltagsprodukten, Warenströme und die Menschen, die an diesen weltweiten Verbindungen beteiligt sind.

„let’s talk – sprechen über kUNSt“ für die Familie

Auch das Museum Ostwall beteiligt sich am Familiensonntag. Von 12 bis 17 Uhr können Familien im KunstAktionsRaum auf Ebene 4 eigene Essenschälchen gestalten. Inspiriert von Thomas Rentmeisters „B’Brötchen“ geht es dabei um die Frage, was Menschen gerne essen und was sie satt macht. Um 15 Uhr beginnt eine öffentliche Führung für Kinder und Erwachsene durch die MO_Sammlungspräsentation „let’s talk – sprechen über kUNSt“. Im gemeinsamen Gespräch entstehen neue Perspektiven auf die Kunstwerke. Die Angebote sind kostenfrei.

Die Angebote des Familiensonntags sind kostenfrei. Kinderwagen können nicht mit auf die Ausstellungsebenen genommen werden. Dafür steht ein kostenloser Abstellbereich zur Verfügung. dortmunder-u.de/familiensonntag

Tierisch komische Comicfiguren

Um 13 Uhr führt das Team im schauraum: comic + cartoon, Max-von-der-Grün-Platz 7, durch die Ausstellung „Ich, das Tier.“ Im Mittelpunkt stehen Tiere in der Comicgeschichte und die Frage, wie Künstler*innen tierische Figuren nutzen, um menschliche Eigenschaften und Geschichten zu erzählen. Die Ausstellung zeigt Originalzeichnungen und seltene Archivalien vom 19. Jahrhundert bis heute. Sie gewährt spannende Einblicke in die Geschichte der Comics, von Slapstick bis Superhelden-Action.  dortmund.de/comic

Dortmunder Biergeschichte entdecken

Im Brauerei-Museum Dortmund, Steigerstraße 16, beginnt um 15 Uhr die Führung „Dortmund – Stadt des Bieres“. In 90 Minuten geht es um die Dortmunder Brautradition, die Blütezeit der Bierstadt seit den 1950er-Jahren, frühere Brauereien und den Wandel vom handwerklichen zum industriellen Brauprozess. Auch die Geschichte von Bierproduktion und Bierkonsum vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert kommt zur Sprache. Die Teilnahme kostet 4,50 Euro pro Person. Eine Anmeldung ist unter 0231 8400200 oder brauereimuseum-dortmund@radeberger-gruppe.de erforderlich. dortmund.de/brauereimuseum


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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