Von Januar bis Juni 2026 registrierte der Gutachterausschuss 1.914 Kaufverträge. Das sind rund vier Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Der Geldumsatz stieg dagegen um rund elf Prozent auf etwa 747 Millionen Euro.
Baugrundstücke für Einfamilienhäuser werden teurer
Bei unbebauten Grundstücken für den individuellen Wohnungsbau blieb die Zahl der Verkäufe mit 29 Fällen weitgehend stabil. Gleichzeitig stiegen die Preise für baureifes Land. Im Vergleich zum Vorjahr legten sie im ersten Halbjahr 2026 um etwa zehn Prozent zu.
Auch der Bodenpreisindex zeigt diese Entwicklung. Er stieg für den individuellen Wohnungsbau von 134,1 Punkten im Jahr 2025 auf 158,0 Punkte zum 30. Juni 2026.
Beim Geschosswohnungsbau gab es mit fünf Kaufverträgen nur wenige Verkäufe. Die vorliegenden Daten weisen jedoch ebenfalls auf steigende Preise hin. Der Bodenpreisindex lag hier zum 30. Juni bei 163,0 Punkten.
Die Werte zeigen die allgemeine Entwicklung für Dortmund. Je nach Lage und den Eigenschaften eines Grundstücks können die tatsächlichen Preise deutlich davon abweichen.
Weniger Verkäufe bei Ein- und Zweifamilienhäusern
Bei Ein- und Zweifamilienhäusern ging die Zahl der Kaufverträge zurück. Der Gutachterausschuss registrierte 483 Verkäufe, nach 539 im ersten Halbjahr 2025. Der Geldumsatz lag bei 200,2 Millionen Euro.
Bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften blieben die Preise weitgehend stabil. Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser wurden dagegen im Schnitt rund fünf Prozent günstiger.
Bei Wiederverkäufen lag der mittlere Preis für freistehende Häuser aus dem Jahr 1957 (Median) bei 2.640 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Reihenmittelhäuser, mit dem Referenzbaujahr 1972, erreichten einen Median von 2.820 Euro je Quadratmeter.
Mehrfamilienhäuser legen beim Umsatz deutlich zu
Anders entwickelte sich der Markt für Mehrfamilienhäuser. Hier stieg die Zahl der Kaufverträge von 219 auf 252. Der Geldumsatz legte besonders deutlich zu: Er stieg von 144,9 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf 222,0 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2026.
Trotz des höheren Umsatzes gingen die Preise für Bestandsobjekte im Geschosswohnungsbau gegenüber dem Vorjahr um rund fünf Prozent zurück.
Wohnungseigentum: Preise steigen trotz weniger Verkäufen
Auch bei Eigentumswohnungen gingen die Verkaufszahlen leicht zurück. Im ersten Halbjahr 2026 wechselten bei Wiederverkäufen 807 Wohnungen den Eigentümer. Der Geldumsatz lag bei 137,5 Millionen Euro.
Gleichzeitig stiegen die Preise für bestehende Eigentumswohnungen um rund fünf Prozent. Der mittlere Preis erhöhte sich von 2.185 auf 2.245 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.
Bei Neubauwohnungen lag der mittlere Preis bei 4.745 Euro je Quadratmeter. Dieser Wert ist allerdings nur eingeschränkt aussagekräftig, weil der Gutachterausschuss im ersten Halbjahr lediglich drei Neubauverkäufe registrierte.
Immobilienmarkt zeigt unterschiedliche Trends
Der Halbjahresbericht zeigt damit ein uneinheitliches Bild des Dortmunder Grundstücksmarktes. Während die Zahl der Kaufverträge insgesamt leicht zurückging, stieg der Geldumsatz deutlich. Auch die Preise entwickelten sich je nach Immobilienart unterschiedlich: Baugrundstücke und bestehende Eigentumswohnungen wurden teurer, während freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Bestandsobjekte im Geschosswohnungsbau Preisrückgänge zeigten.
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte wertet dafür die notariell beurkundeten Kaufverträge in Dortmund aus. Die Ergebnisse geben einen Überblick über die Entwicklung des Dortmunder Grundstücksmarktes im ersten Halbjahr 2026. Den ganzen Bericht bekommt man kostenfrei als Download.
Über den Gutachterausschuss
Die Gutachterausschüsse arbeiten unabhängig und erhalten keine Weisungen. Das Land Nordrhein-Westfalen richtet sie ein. Die Geschäftsstelle des Dortmunder Gutachterausschusses ist beim städtischen Vermessungs- und Katasteramt angegliedert. Gutachterausschüsse sammeln und analysieren Daten über Immobilienkäufe. Daraus erstellen sie unter anderem Bodenrichtwerte, Immobilienrichtwerte und Grundstücksmarktberichte. Diese Informationen stellen sie kostenlos online bereit.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
