Neue Ansätze sind gefragt, damit eingesetzte Baumaterialien lange und möglichst ohne Qualitätsverlust in geschlossenen technischen oder biologischen Kreisläufen geführt werden können und nicht als Abfall enden. Daher organisiert das Projekt DoZirkulär2030 mit dem Team greenhouse.ruhr der Wirtschaftsförderung Dortmund den INNOSPRINT Zirkuläres Bauen.
Das Innovationsformat läuft vom 9. bis 13. November. Es zielt darauf ab, dass ausgewählte Teams aus der Dortmunder Bauwirtschaft sowie bau-nahe Dienstleistungsunternehmen und Gründer*innen zusammenarbeiten, um innovative Ideen und realisierbare Lösungsansätze zu entwickeln, die zeigen, wie der Markt für zirkuläres Bauen in Dortmund weiter vernetzt werden kann, damit tragfähige Geschäftsmodelle als Teil der regionalen Kreislaufwirtschaft entstehen können.
Termine und Veranstaltungsorte
Im Veranstaltungszeitraum gibt es täglich Programm zwischen 9 und 16 Uhr im Innovationsraum „Projektor“, Kleppingstraße 28, 44135 Dortmund: tägliche Workshops, Exkursionen, individuelles Matchmaking und freies Arbeiten inkl. Verpflegung. Hinzu kommen eine Auftaktveranstaltung sowie das öffentliche Abschlussevent mit Pitch und Prämierung der TOP 3 am 20. November im Reinoldinum, Schwanenwall 34, 44135 Dortmund. Anmeldung zum Abschluss kostenfrei unter https://greenhouse.ruhr/termine/innosprint-zirkulaeres-bauen-abschlussevent.
Wie funktioniert ein INNOSPRINT?
Das Format bringt Gründende, Startups und Innovationstreibende aus Unternehmen sowie Einzelpersonen und Initiativen mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Dortmunder Stadtgesellschaft zusammen. Bei der Entwicklung der Ideen werden die Teilnehmenden über den Zeitraum von einer Woche methodisch und auch fachlich von Expert*innen begleitet und unterstützt.
Bewerbung, Teilnahme, Preisgeld
Für den INNOSPRINT kann sich jede Person und jede Organisation bewerben, die eine überzeugende Idee hat, wie kreislauffähiges Bauen in Dortmund und der Region effizient vorangebracht werden kann. Insgesamt stehen im INNOSPRINT maximal acht Plätze für Teams/Einzelpersonen zur Verfügung. Im Falle von mehr als acht eingegangenen Bewerbungen entscheidet eine Jury über die Teilnahme der Bewerber*innen. Da der INNOSPRINT eine individuell auf die Teams abgestimmte Betreuung bietet, ist die Teilnahme an den täglichen Arbeitsphasen sowie der Auftakt- und Abschlussveranstaltung für die ausgewählten Teilnehmer*innen obligatorisch.
Bewerbungen sind online bis einschließlich 30. September möglich unter https://greenhouse.ruhr/bewerbung-innosprint. Mehr Informationen zur Bewerbung und Teilnahme gibt es unter https://greenhouse.ruhr/programme/innosprint/
Alle INNOSPRINT-Teams erhalten ein Preisgeld von mindestens 2.000 Euro. Darüber hinaus entscheidet eine Fachjury während des Abschlussevents über die TOP 3 (Platz 1 = 5.000 Euro, Platz 2 = 4.000 Euro, Platz 3 = 3.000 Euro).
Gesucht: Konkrete Ideen zu den INNOSPRINT-Schwerpunktthemen
Rückbau, Abbruch & Wiederverwendung
- Wie können Materialien systematisch rückgebaut und weiterverwendet werden?
- Wie lassen sich Entsorgungskosten senken?
- Welche neuen Dienstleistungen entstehen rund um „Urban Mining“?
- Mögliche Innovationsrichtungen: Wiederverwendungsorientierter Rückbau statt Abbruch, Materialinventarisierung vor Sanierung, Kooperationen mit Weiterverwertern
Sekundärbaustoffe & Materialkreisläufe
- Wie können Sekundärbaustoffe marktfähig eingesetzt werden?
- Wie entstehen stabile Lieferketten?
- Wie überzeugt man Kund*innen?
- Mögliche Innovationsrichtungen: Neue Produktlinien aus Rezyklaten, Qualitätssicherung & Zertifizierung, Regionale Materialnetzwerke
Planung, Architektur & digitale Lösungen
- Wie kann Zirkularität früh in der Planung berücksichtigt werden?
- Wie lassen sich Materialien dokumentieren?
- Wie entstehen bessere Entscheidungsgrundlagen?
- Mögliche Innovationsrichtungen: Materialpässe, Planungs-Tools für zirkuläres Bauen, Datenmodelle für Lebenszyklen
Der Innovationssprint für Zirkuläres Bauen wird durchgeführt von greenhouse.ruhr in Kooperation mit DoZirkulär2030.
Mit dem greenhouse.ruhr Programm hat die Wirtschaftsförderung Dortmund im Jahr 2020 das erste Social Entrepreneurship Gründungsprogramm einer Kommune im Ruhrgebiet auf den Weg gebracht, um insbesondere Gründer*innen mit nachhaltigen Geschäftsideen zu fördern. Darüber hinaus unterstützt das Programm den Auf- und Ausbau eines Ökosystems für Soziale Innovation in der Region durch die enge Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft bei der Bearbeitung (stadt)gesellschaftlicher Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Dortmund.
Das Projekt „DoZirkulär2030: zirkulär und gemeinwohlorientiert wirtschaften“ hat zum Ziel, die Potenziale der Kreislaufwirtschaft in Dortmund zu heben und dadurch zu einer krisensicheren und zukunftsfesten Wirtschaft beizutragen. Insgesamt werden 17 Pilotprojekte innerhalb der drei Wertschöpfungsketten Bauen, Elektronik und Ernährung umgesetzt. Das Projekt DoZirkulär2030 wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Zukunft Region“ finanziert.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
