Alle drei Projekte schaffen für Schülerinnen und Schüler wie für Lehrende schöne und moderne Außenflächen. Sie sollen für Entspannung und Ablenkung sorgen, denn Ruhephasen sind wichtig für den Lernprozess. Ziel ist es, dass sich die Schüler*innen gerne auf dem Gelände aufhalten.
Das Grünflächenamt gestaltet die Schulhöfe naturnah um und erhöht so deren Klimaresilienz. Ziel ist es, Regenwasser nicht mehr vollständig in die Kanalisation abzuleiten, sondern es vor Ort zu speichern. Das Wasser soll nach Möglichkeit im Boden versickern oder verzögert eingeleitet werden. Die Umgestaltung folgt dem Prinzip der Schwammstadt. Dieses Konzept sieht vor, Flächen zu entsiegeln und befestigte Bereiche in Vegetationsflächen umzuwandeln. Dadurch können Böden mehr Niederschlagswasser aufnehmen und speichern, während sich die Wachstumsbedingungen für Bäume verbessern. Gleichzeitig verbessert sich das Mikroklima, die natürliche Verdunstung wird gefördert und das Schulgelände kühlt sich stärker ab. Es entstehen weniger Hitzeinseln, was der Schulgemeinschaft im Sommer zugutekommt.
Schragmüller-Grundschule: Unterricht im „grünen Klassenzimmer“
Auf dem Schulhof der Schragmüller-Grundschule werden unterschiedliche Bereiche entstehen. Geplant sind Bewegungsflächen für die Kinder: unter anderem ein Gelände für verschiedene Ballsportarten und Flächen mit unterschiedlichen Spielgeräten. Außerdem soll der Schulhof zum Begegnungsort werden: Geplant sind Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten.
Wenn das Wetter passt, werden die Kinder sogar unter freiem Himmel lernen können: Auf dem Gelände wird ein „grünes Klassenzimmer“ entstehen. Die geplanten Kosten liegen bei 350.000 Euro.
Noch mehr Bewegung an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule
Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule arbeitet nach dem Leitbild der bewegten Schule. Jetzt soll sie einen zusätzlichen Schulhofbereich bekommen, der ganz im Sinne des Leitbilds geplant wird. Entstehen soll dort ein multifunktionaler Bewegungsbereich mit Parkour-Anlage, Tischtennisplatten, ein Fitnesspark mit diversen Calisthenics-Sportgeräten zum Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht und ein Multifunktionsfeld mit Ballfangzaun für verschiedene Ballsportarten. Neben den sportlichen Flächen wird es aber auch Raum zum Entspannen geben: Geplant sind naturnahe Vegetationsflächen, überdachte Treffpunkte und mehrere Sitzgelegenheiten.
Der bewegte Schulhof entsteht auf der Fläche, die durch den Abriss der alten Dreifachsporthalle entstanden ist. Eine neue Turnhalle gibt es schon, sie ist an einem anderen Standort auf dem Gelände der Schule gebaut worden.
Die Schulgemeinschaft hat auch ein Konzept für einen Schulgarten erarbeitet – der soll ebenfalls umgesetzt werden, wenn der Rat zustimmt. Die Kostenprognose liegt derzeit bei rund 2 Millionen Euro insgesamt.
Max-Planck-Gymnasium: Schulhof als Lern-, Bewegungs- und Sozialraum
Auch am Max-Planck-Gymnasium möchte die Stadt Dortmund die Außenanlagen umfassend modernisieren und dabei positive Effekte für das Klima erreichen. Auf den verfügbaren Schulhofflächen – einschließlich des Innenhofes – werden zudem neue Bewegungs- und Aufenthaltsbereiche für alle Altersgruppen des Gymnasiums entstehen. Vorgesehen sind unter anderem Flächen für Ballsport sowie Spiel- und Bewegungsangebote für alle. Unterschiedliche Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten sind auch geplant. Ziel ist es, den Schulhof als Lern-, Bewegungs- und Sozialraum zu stärken.
Vor allem im westlichen Bereich des Schulhofs sollen bestehende befestigte Flächen zurückgebaut werden. Hier entstehen Rasen-, Wiesen- und teilversiegelte Aufenthalts- und Spielflächen. Die vorhandenen Bäume bleiben weitgehend erhalten, an den stark genutzten Aufenthaltsbereichen werden weitere Bäume gepflanzt. Durch Verschattung, Verdunstung und Luftkühlung leisten die Bäume einen wichtigen Beitrag für das Mikroklima. Für die Umgestaltung des Außengeländes am Max-Planck-Gymnasium sind 750.000 Euro eingeplant.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
